Skillbyte Podcast #63: Endgegner IT-Einkauf

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In diesem Podcast geht es um das Thema: Endgegner IT-Einkauf
// Inhalt //
00:50 - Vorstellung Volker Lopp - Der IT-Einkäufer
04:16 - So funktioniert der IT-Einkauf
06:40 - Beschaffung von Beratungsleistungen mittels IT-Einkauf
09:14 - IT-Einkauf aus Perspektive eines IT-Beratungshauses
11:15 - Idealer Umgang mit Partnerfirmen durch Rahmenverträge des IT-Einkaufs
13:12 - Verhandeln von Tagessätzen
15:37 - Preise für hochqualifizierte IT-Berater sind schwer durchzusetzen
17:40 - Interne Interessenskonflikte im IT-Einkauf
19:36 - Benchmarks für IT-Einkäufer
21:25 - So unterstützen IT-Beratungsfirmen den IT-Einkauf optimal
23:50 - IT-Einkauf Trend: Near- und Offshoring
27:30 - Das Thema Arbeitnehmerüberlassung / ANÜ
33:36 - IT-Einkauf Trend: Professionalisierung & Digitalisierung
37:07 - Der IT-Einkauf unterstützt eine Firma ungemein
Link zur Geplante EU-Richtlinie zur Plattformarbeit: https://www.vgsd.de/geplante-eu-richtlinie-zur-plattformarbeit-wir-sind-keine-fahrradkuriere/
Weitere Informationen zu Volker Lopp - dem IT-Einkäufer - finden Sie unter: http://www.lopp-optimierung.de
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AUTOMATISCH ERZEUGTES TRANSKRIPT
Allen Beteiligten ist bewusst, dass sie am Ende des Tages Geld verdienen müssen. Aber über wie viel? Darüber müssen wir dann halt reden.
Herzlich willkommen zur Skillbyte Podcast Episode Nummer 63 Endgegner IT Einkauf. Abonniert unseren Kanal für mehr spannende Themen aus dem Technologieumfeld, wenn er ITEntscheider oder ITfachkraft seid. Wenn Hörerfragen im Verlauf der Episode entstehen, sehen wir gerne eine Email an Podcast Skillbyte de. Wir freuen uns immer über Bewertungen und ganz besonders über Weiterempfehlung an Freunde und Kollegen. Heute bin ich hier mit dem ITEinkäufer Herr Volker Lob. Hallo, Hallo.
Ich freue mich! Hallo Herr Knopf, schön Sie zu hören. Ich wollte schon sagen sehen, aber bei Podcaster sieht man das ja nicht.
Das stimmt, das stimmt. Vielleicht wollen Sie unsere Zuhörern kurz ihren Hintergrund erläutern, wie sie zum IT Einkäufer wurden?
Ja, das ist im Nachhinein glasklar wie ein roter Faden. Aber ich muss gestehen, das war nicht geplant. Tatsächlich ist es so, dass ich schon viele Jahre am IT beschafft habe, damals noch in der IT selbst. Das heißt, wenn Sie so wollen, immer am Einkauf vorbei, direkt mit mit allen verhandelt und direkt mit allen zusammengearbeitet. Und ich habe mich vor rund 20 Jahren selbstständig gemacht. Tatsächlich ist dabei rausgekommen, dass das genau ein Thema ist, das stark am Markt nachgefragt wird. Oder viele Unternehmen brauchen Unterstützung mit Einkauf, weil sie eben keinen haben. Und so bin ich dazu gekommen.
Alles klar. Das heißt, sie machen das bereits seit 20 Jahren den IT Einkauf Wahnsinn. Hat sich die Tätigkeit im Laufe der Jahre denn sehr stark verändert? Wahrscheinlich sind viele Dinge neu hinzugekommen. Paar alte sind weggefallen oder was ist da so Ihr Eindruck?
Ach, na ja, wenn man auf so einer gewissen, ich nenne es mal bewussten Metaebene auf die IT draufschaut, dann merkt man das ja gar nicht so viel passiert. Das heißt natürlich im täglichen Alltag gigantische Veränderungen. Aber ich würde mal sagen, naja, was war die große Veränderung, die wir haben? Wir machen heute mehr Cloud. Wobei ausgelagerte Rechenzentrum. Leistung gab es natürlich auch schon früher. Wir haben heute das iPhone, das gab es vor 20 Jahren noch nicht. Auch Tablets gab es zwar theoretisch vor 20 Jahren schon, aber hat natürlich keine genutzt. Nein, die wirklich große Änderung tatsächlich, die stattgefunden hat, ist, dass die Unternehmen erkannt haben, dass es sinnvoll ist, einen IT Einkauf zu haben. Und das setzt sich von den Großkonzernen langsam zu den größeren Konzernen, zu denen ja ich sage mal so mittelgroßen und kleineren Konzernen langsam aber sicher durch. Das ist glaube ich der größte Unterschied, den ich so die letzten 20 Jahre auch wirklich beobachten kann.
Okay, also die Großkonzerne haben es zuerst erkannt und mittlerweile sind auch KMU dabei.
Genau. Wobei es eher so die die mittelgroßen sind. Die wirklich kleinen haben natürlich logischerweise in der Regel dann auch nicht. Das große Volumen ist da jetzt ein eigenständigen IT Einkauf zu machen. Wenn sie denn überhaupt einen ganzen Einkäufer haben, dann macht er das Thema natürlich einfach so mit.
Das heißt, um noch mal Ihre Tätigkeit zusammenzufassen Als Freiberufler helfen Sie Kleinunternehmen, möchte ich jetzt nicht sagen. Also mittelständischen Unternehmen den IT Einkauf zu organisieren und zu strukturieren.
Genau das ist so der wesentliche Aspekt. Einmal das Organisieren und Strukturieren, aber auch ganz normale Schulungen, also offene Seminare, die man dann einfach so mit buchen kann für Menschen, die dann eben neu in dem Thema drin sind. Und last not least übernehme ich auch interimistisch Einkaufs Tätigkeiten, das heißt überall dort, wo ein Unternehmen vielleicht gerade eine Spitze hat oder den Bereich neu aufbaut oder was auch immer. Wenn ich dann wirklich vor Ort und bin der IT Einkauf oder unterstütze den IT Einkauf, je nachdem wie groß der auch jeweils in den Unternehmen ist.
Das heißt sie leisten Hilfe zur Selbsthilfe, wenn ich das mal so sagen darf aus Sicht des Unternehmens.
Ja, das kann man ganz klar so sagen. Ich formuliert immer ich bin gekommen, um zu gehen, also nicht um gekommen, um zu bleiben, sondern wirklich zu gehen, weil es darauf ankommt. Das ist eine Tätigkeit, die muss man langfristig ausführen. Und ja, der ein oder andere muss vielleicht dazu hingeführt werden. Da helfe ich gerne. Schwitzen abfangen, das ist so mein zweites Tätigkeitsfeld. Und ansonsten Die Unternehmen sollen fit gemacht werden, die sollen das gut machen. Und da ich sage mal einfach auf den nächsten Level zu kommen.
Können Sie uns einen Einblick geben, wie Sie den IT Einkauf eines Unternehmens organisieren. Also vielleicht auf so einer hohen Ebene. Da wird es ja verschiedene Stufen gehen, die man durchläuft, von gar nichts da bis hin zu okay, jetzt gehen wir an die Feinheiten ran. Wie läuft so was ab?
Na ja, gut, ist immer Der einfachste Fall ist natürlich, es gibt kein IT Einkauf. Das ist dann immer relativ einfach. Tatsächlich ist es aber schon so Irgendetwas in dieser Richtung gibt es in der Regel schon. Und wenn es nur der normale Einkauf ist, der also bei sich den Wagen beschafft und die Schreibutensilien, dass der eben nebenbei dann auch noch die Drucker und PCs beschafft. Das ist sicherlich so die ungünstigere Variante, deutlich günstiger. Von dem Konzept her ist es, wenn der die IT selbst die Beschaffung macht, günstiger deshalb, weil die wissen, was sie tun. Die wissen, was sie da brauchen, die wissen, was sie beschaffen und haben eigentlich nur die Hürde, dass sie in der Regel nicht das juristische wissen. Dass sie mitunter auch das Fachwissen der Einkäufer von der kaufmännischen Seite fehlt und in der Regel auch keine vernünftigen Tools dazu haben. Das heißt, da passiert sehr viel mit Excel und Board und und ähnlichen Dingen. Und ja, ich skizziere meinen in zwei Worte. Die schönste Ausbaustufe ist, es gibt einmal natürlich die, die ganz klassisch die IT Abteilung oder auch die Fachabteilung, die ja durchaus auch IT Dinge brauchen, Tätigkeiten, Hilfe, Dienstleistungen, was auch immer.
Und es gibt darüber hinaus einen eigenständigen IT Einkauf der Vorlagen Art der Tools zur Verfügung hat und und und. So dass da mal so das Standardgeschäft wie wir brauchen mal einen neuen PC quasi in so einer Dunkelverarbeitung im Hintergrund stattfindet, weil einfach der Anwender sagt oh, den brauche ich, da gehe ich auf ein Portal, klickt drauf und ein Tag oder zwei Tage später ist der Computer da und wird mir installiert. Das ist natürlich so, dass das das Schönste für diese einfachen Vorgänge und bei diesen schwierigeren, komplexeren Vorgängen, wo man dann eben mit dem IT Einkauf einen Ansprechpartner hat, der ihm hilft, einen guten rechtsicheren Vertrag zu machen, der natürlich auch ein gutes Preis hin entsprechend anbietet und der zumindest ein Auge drauf hat, dass wir das beschaffen, was beschafft werden muss und nicht. Man ist jetzt in letzter Zeit relativ häufig mit der Bundeswehr in der Diskussion. Kann Goldrand Lösungen schaffen?
Das verstehe ich. Sie haben jetzt darüber gesprochen, über Hardware, Einkäufe, neuer PC. Ich könnte mir vorstellen, das ist relativ unkritisch. Aber der Alteinkauf beschafft ja auch oder schließt Dienstleister Verträge mit, ich sag mal IT Beratern von anderen Beratungsunternehmen. Und da wird es dann ja auch für uns als skillbyte GmbH spannend. Das ist wahrscheinlich dann auch der Teil, wo es umso wichtiger ist, rechtssichere Verträge abzuschließen. Und wenn es da um Haftung geht und Regressforderungen und so..
Tatsächlich ist das Thema klassische Dienstleistung ein relativ einfaches weil und das wird gerne auch so ein bisschen falsch eingeschätzt bei der Dienstleistung übrigens ähnlich wie bei dem Arbeitsvertrag der meisten Menschen ist das Bemühen geschuldet. Sie kennen diese Zeugenaussage. Er bemühte sich stets, am besten noch im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das ist so das Schlechteste. Was machen? Aber dann bekommt er für sein Gehalt und Ähnliches, das bei dem Dienstvertrag natürlich auch. Das heißt, der klassische Dienstvertrag ist natürlich. Ja, da ist das Bemühen geschuldet. Das heißt, rede ich von der vertraglichen Seite sicherlich noch ein bisschen über Haftungsbegrenzungen, weil Unternehmen die Skillbyte eben nicht unlimitiert haften möchte, bis 300 Millionen oder was auch immer, sondern das wird natürlich in der Regel limitiert. Aber ich habe von dem reinen vertraglichen ist das gar nicht so spannend, weil das kann ich sehr gut reduzieren auf Ich bin kein Jurist. Von Hause aus sage ich hier einschränkend, aber summa flapsig dahingesagt auf zwei drei DIN A4 Seiten kann ich einen Dienstleistungsvertrag am reduzieren. Ich weiß, dass das in vielen Unternehmen nicht gemacht wird, da ist er eher zehn oder auch 20 Seiten lang.
Aus meiner etwas naiven Warte geht auch weniger und ich habe auch schon Unternehmen und Konzerne gesehen, die auch wirklich solche schlanken Dienstleistungsverträge haben. Sehr viel aufwendiger ist das Thema, wenn wir jetzt über einen Werkvertrag reden, wo eine Software programmiert werden soll, ein Portal oder ähnliche Dinge mehr. Da habe ich natürlich dann die Leistungsbeschreibung, da habe ich das Thema Gewährleistung, was sie vielleicht verhandeln will und Garantien und Ähnliches mehr. Das ist dann deutlich aufwendiger, was ich sage mal für den Einkauf immer ein bisschen spannender ist, wenn jetzt gerade über das Thema Dienstleistungen reden ist, den richtigen Partner auszuwählen. Das ist natürlich aber die größere Herausforderung.
Also der auch liefern kann.
Also das Kaufen nicht juristische, ist eher einfach. Das Schwierige ist es, den richtigen Partner zu finden, der liefern kann, der auch gut liefern kann und nicht nur stets bemüht war, sondern auch wirklich Erfolg in den in das Projekt reinbringt. Mitarbeiter mitnehmen, die Kollegen mitnehmen und und das Projekt auch wirklich zum Erfolg bringt. Das ist ja die Kunst.
Also aus unserer Perspektive sieht das häufig so aus das wir arbeiten viel mit Großunternehmen zusammen. Aus Sicht von Skillbyte spreche ich jetzt. Die Fachabteilung dieser Großunternehmen sucht Experten für gewisse Technologien oder Vorgehensweisen, sendet dann die gesuchte Fachexpertise an den IT Einkauf. Der IT Einkauf hat meistens so eine Mailingliste und schickt diese Anforderungen. Perzentall Email an alle Recruiting Firmen, die es da draußen so gibt oder an Verteilerlisten. Die Recruiting Firmen laufen sofort los und finden halt durch ihre eigene Datenbank oder durch Active Sourcing Freiberufler oder IT Berater, die sie in ihrer Datenbank haben und schlagen diese Profile dann der Fachabteilung vor. Und bei Gefallen, also Gefallen von Fachabteilung und des Kandidaten. Dann wird am meisten Gespräch geführt. Dass man sich da beschnuppert und guckt, ob das passen kann, wird dann über den IT Einkauf der externe Berater bestellt. Das ist der Kontakt mit dem IT Einkauf, den wir am häufigsten haben.
Genau das ist im Großen und Ganzen. Die Vorgehensweise aber sage ich auch nicht unbedingt die beste. Tatsächlich kann man das Thema weniger aufwendig machen, weil es hier natürlich sehr hohe Streuverluste. Ich bin ja auch selbstständig, das heißt auch ich bekomme dann regelmäßig von drei vier, wenn es komisch läuft, auch von fünf verschiedenen Recruitingunternehmen Anfragen für ein und das gleiche Projekt.
Das ist bei uns auch so.
Und das ist natürlich für beide Seiten unbefriedigend, weil ich da mit wem gehe ich denn jetzt und wen will ich denn überhaupt? Wie machen wir das? Also das ist so das eine. Das heißt, die haben natürlich gewisse Streuverluste und ich sage mal, mein Tagessatz ist ja immer der gleiche. Das heißt, für den tatsächlichen Kunden ist das ja keinen kein großer Mehrwert. Plus das Ganze funktioniert halt noch relativ häufig über E Mail. Und ich sach mal, wir sind im 21. Jahrhundert. Es gibt bessere Tools, als das über Email zu machen, also über Portale im weitesten Sinne. Da kann man auch sicherlich trefflich darüber streiten, was denn jetzt das beste Portal zu dem Thema ist. Aber es gibt solche Portale. Das alleine macht schon mal einen großen Fortschritt. Die perfekte Welt würde eigentlich so aussehen, dass der IT Einkauf Rahmenverträge mit Unternehmen schließt. Das heißt mit 125. Ich sage mal so so, diesen Mainstreambereich für für diese STANDARD Sachen und dann natürlich noch mal 15 20 wie viel auch immer mit Spezialhäusern also mit und mit einem Unternehmen was ich mit Security mit einem Unternehmen, was sich um die Webseite kümmert und und und.
Das heißt für die jeweiligen Spezialthemen dann nochmal entsprechende Rahmenverträge mit den Unternehmen schließt. Und wenn der IT Einkauf das alles gut aufgegleist hat, dann ist er danach eigentlich raus. Und ich sage es mal positiv, muss dann gar nichts mehr machen, weil der Rest im Hintergrund laufen kann, also in sogenannte Dunkelverarbeitung.
Das heißt, die Fachabteilung würde sozusagen alle Partner vorgelegt bekommen und die Fachabteilung weiß ja am besten, welche Expertise jetzt gefragt ist, sucht sich aus der Liste den geeigneten Partner aus und spricht direkt mit dieser. Ich sage jetzt einfach mal Beratungsfirma, die eben diese Dienstleistung anbietet und würde dann genau das Gespräch mit dem jeweiligen Berater führen oder mit dem Vertreter dort. Und dann hat man sozusagen mit dem Einkauf schon so einen Rahmenvertrag, vielleicht auch schon so eine Art Preisliste, wo alles klar ist und wo man nur noch sagt okay, den Herr Müller und die Frau Meier, die möchte ich gerne 18 Monate jetzt in dem und dem Projekt beschäftigen. Mach mal diesen Einseiter in Anführungszeichen fertig. Wo dass der Tagessatz und der Zeitraum draufsteht.
Steht eigentlich auch der Zeitraum, weil der Tagessatz schon vor verhandelt ist?
Ja oder so.
Genau. Also das ist so die perfekte Welt und die meisten Unternehmen bewegen sich dann irgendwo dazwischen. Manche sind schon ein bisschen weiter, die sind mit Multi Level schon nach oben gewandert und andere, da mache ich noch Basisarbeit.
Also dieses Gießkannenprinzip, das an alle Recruiter die Stellenbeschreibung rausgeschickt wird und die dann die Berater oder die Freiberufler überfallen, Das Problem kennen wir nur zu gut. Dann gibt es oft noch ein Problem und zwar Sie haben es gerade eben gesagt, Ihr Tagessatz ist ja immer gleich, oder? Das steht ja im Grunde schon im Vorhinein fest. Der wird auch diesem Recruiter kommuniziert. Der Recruiter geht dann wiederum zum Endkunden und kommuniziert das Entsprechende schlägt dann natürlich seinen eigenen Prozentsatz auf. Und dann haben wir oft den Effekt, dass der Fachbereich oder der Endkunde spricht mit dem Berater, die finden sich super, das funktioniert soweit und dann kommt das Unternehmen hin und sagt Ja, aber wir müssen noch mal über den Tagessatz sprechen. Ob das jetzt einfach nur Strategie ist oder ob man sich den Berater für den Tagessatz mit dem Aufschlag des Reporters nicht leisten kann und möchte und ob man den da versucht einfach zu drücken, das ist ja intransparent. Ich sage mal für uns als IT Beratungsfirma da und das sorgt halt regelmäßig für Verstimmung, dass man im Grunde sagt ja, das war doch vorher klar, sonst, wenn das nicht passt, warum werden wir dann überhaupt vorgeschlagen?
Jetzt haben wir hier das Gespräch geführt, uns vielleicht vorbereitet, dem Berater freigestellt, für den Tag das alles machen kann oder für den halben Tag. Und jetzt wird hinterher noch mal verhandelt. Oder möchte man noch mal verhandeln?
Ja, das ist so, also wir haben in der idealen Welt, sofern es einen Vermittler gibt, mit dem Vermittlerinnen einen festen Platz ausgemacht und haben vielleicht auch im Vorfeld schon mit dem jeweiligen Unternehmen entsprechende Sätze ausgemacht. Wenn das nicht so ist, dann gehe ich als Einkäufer natürlich immer davon aus, dass ich da noch was holen kann. Aber ich versuche natürlich immer, den besten Preis zu bekommen. Das heißt, natürlich ist es die Aufgabe des Einkaufs. Und wie gesagt, das ist eine sehr originäre Aufgabe des Einkaufs, die Kosten für das Unternehmen, also für sein eigenes Unternehmen, immer möglichst gering zu halten. Und wie schafft er das? Indem er einmal mit dem, wie gesagt, sofern es das gibt, mit dem Vermittlungsunternehmen über dessen Preis redet, aber natürlich dann auch mit dem jenigen oder mit dem Unternehmen, mit dem Berater was auch immer raus den Preis natürlich auch noch mal versucht zu reduzieren, zu optimieren. Aber letztlich geht es natürlich darum, den Preis zu drücken. Allen Beteiligten ist bewusst, dass sie am Ende des Tages Geld verdienen müssen.
Aber über wie viel? Darüber müssen wir dann reden.
Das heißt? Das ist im Grunde eine normale Strategie, das zu machen.
Der Einkäufer, der nicht fragt hier und da müssen wir beim Preis noch was machen. Ja, der, der wird komisch angeguckt. Der wird also auch intern. Das ist einfach so. Wir reden immer über das Geld oder immer müssen wir um etwas Geld reden oder einen Standardsatz vereinbart haben. Sollte das jetzt ein Großprojekt sein, dann sage ich schon mal Nein, das ist so ein Großprojekt. Lass uns noch mal übers Geld reden.
Also ich komme ja aus der IT Fach Ecke und in der IT Fachecke ist ganz klar, dass ein guter Berater oder ein sehr fähiger Techniker locker den ich greife jetzt mal niedrig den dreifachen Output haben kann als von einem STANDARD fähigen Techniker. Und wir bei Skillbyte bemühen uns, dass unsere Mitarbeiter wirklich die höchsten fachlichen Qualifikation haben. Und das kostet natürlich Geld. Die Zeit, die in die Weiterbildung investiert wird, die Zertifikate usw. Und wir haben dann das Problem, dass wir trotzdem immer in diesen, ich nenne es jetzt mal Standardkorridor von den Tagessätzen herein geschoben werden, weil der IT Einkauf oder so wirkt es auf uns gar nicht den besten Berater will, sondern ich sage mal ein okay Preis Leistungs Verhältnis. Der Fachbereich würde natürlich lieber den besten haben, aber der IT Einkauf halt einfach eine harte Hürde ein und sagt ja gut, ne, mehr als das geht halt nicht und dann müsst ihr halt mit den Standardleuten in Anführungszeichen leben. Mir ist auch klar, dass mehr Geld nicht immer unbedingt mehr Expertise bedeutet, aber generell kann man das ja schon so festhalten oder zumindest mehr Erfahrung.
Und dieses Spannungsfeld haben wir auch schon gespürt, dass wir sagen okay, scheinbar wollen die Unternehmen gar nicht die höchste Qualifikation, sondern einfach so mittelgut. Gute Leistung zum guten Preis, so den Preis Leistungs König. Sagen wir so.
Eher der Preis Leistungs König ist natürlich klasse. Ich verstehe das Problem. Aber gehen Sie mal in die Kölner Innenstadt und kaufen sich ein weißes Herren T Shirt. Sie werden das für 5 € wahrscheinlich irgendwo bekommen, vielleicht sogar für ihr. Ich weiß nicht, und Sie werden das aber auch für 40 oder 50 € bekommen. Klar kann ich davon ausgehen, okay, das für 5 €, da erwarte ich nicht viel. Das wird nicht toll sein. Aber kann ich davon ausgehen, dass das für 50 € Super Top Qualität ist? Tut es das für 20 € nicht genau das gleiche, vielleicht sogar für 14 95? Und das ist ja eben genau die Kunst als einfacher T Shirt Träger. Mit Verlaub, ich kann das nicht unterscheiden. Ich bin da in der falschen Branche unterwegs. Ich kaufe dann meist irgendwie so Preis Leistungs Sieger, wie sie das so schön sagt.
Das STANDARD ist ein Standardprodukt. Okay.
Genau unten. Das ist aber auch genau die Problematik, die wir haben. Wenn wir jetzt in IT Einkäufer betrachten, der sagt, na ja, muss denn das für das Projekt der Beste sein? Und für dieses einzelne Projekt magister das ja auch Sinn machen, aber nicht für das nächste und übernächste und übernächste. Und das ist natürlich auch der IT Einkäufer ist ja in so einem Dilemma. Er will seinen eigenen internen Kunden ja auch zufriedenstellen. Aber da sind wir wieder bei diesem Thema Goldrand Lösung Dann gibt es auch in den einzelnen Unternehmen gibt es Teilungen, die brauchen immer den Topmann und es gibt andere, die sagen Nö, Preis Leistungs Sieger reicht mir völlig aus. Und dann kommt der IT Einkäufer natürlich auch mal ins Grübeln, ob der eine einfach immer nur den niedrigen STANDARD kauft und der andere einfach immer den hohen STANDARD. Nach dem Motto Ich bin es mir wert oder wie kommt man dahin? Und das ist die Schwierigkeit, wo der Aldi Einkauf, der wie gesagt das Geld des Unternehmens mit Bienen und Klauen verteidigen soll, der muss dann mit seinem internen Kunden ringen, was denn jetzt das notwendige Skill ist für dieses konkrete, spezielle Projekt.
Und das ist immer ein Ringen. Und machen wir uns auch da nichts vor Wenn Sie das 30. Mal ein Projekt hinter sich haben und wieder mit Ihrem Fachbereich gerungen haben, dann geht irgendwann auch mal die Lust so ein bisschen raus, weil das natürlich ein täglicher täglicher Kampf auch einfach ist. Und dann irgendwann nivelliert sich das so ein auf ein gewisses Niveau, wo man weiß, okay, bei dem kann ich ein bisschen oder muss ich ein bisschen teurer ausgeben und in den nächste Abteilung kann ich es ein bisschen günstiger machen.
Also die notwendige T Shirt Qualität für den jeweiligen Anwendungsfall. Okay, ich verstehe, okay, da hat man auch intern dann diesen Interessenskonflikt, den kriegt man dann ja als Dienstleister gar nicht so mit. Aber klar, das kann ich mir schon vorstellen, dass man da der Fachbereich sagt, natürlich, ich möchte das Projekt am schnellsten abschließen und der IT Einkauf ist vielleicht an Listen gebunden oder Vorgaben gebunden, an Budgets gebunden natürlich und muss auch da ein Auge drauf haben. Ganz klar.
Ja, aber der Einkäufer wird natürlich auch daran gemessen. Aber Folter eventuell noch an Preisen raus? Wohl der Tagessatz ist jetzt nicht nochmal gestiegen, sondern wir konnten den Tagessatz über etwa drei Jahren halten. Da wird natürlich auch da wieder, je nach Unternehmen natürlich, aber da wird eine Messlatte dran gelegt. Wie ist denn unser durchschnittlicher Stunden oder Tagessatz? Wieviel geben wir für Reisekosten aus und unehrliche Sachen mehr. Und ja, daran wird ein Einkäufer gemessen. Weil nochmal er muss das Geld des Unternehmens verteidigen. Und der Fachbereich sagt im Zweifel nur Ich habe doch Budget.
Aber man hat diesen Interessenskonflikt. Wie löst man das aus Sicht einer IT Beratungsfirma? Ich glaube, es ist trotzdem wertvoll, die eigenen Mitarbeiter bestmöglich auszubilden, einfach weil sie dann sehr flexibel sind und auch, Also manche Leute gehen eher in Richtung Generalismus und kennen sich in sehr vielen Technologien aus und können sehr große Konzepte, sehr breite Konzepte aufstellen, weil sie die viele Komponenten verstehen. Andere spezialisieren sich auf wenige Fachbereiche, dafür aber dann sehr, sehr tief oder wenige Technologien, dafür sehr, sehr tief. Und ich glaube, es muss halt beides geben. Man muss halt dann eben das passende Projekt zu dem passenden Berater finden und dann eben entsprechend auch argumentieren. Ja.
Genau. Und das ist eigentlich auch der Schlüssel für mich als Einkäufer. Wie gesagt, das ist eigentlich jedes Mal neu. Ein Ringen. Wie kommen wir dahin? Wie finden wir da den Richtigen? Was ist wie die richtige Tiefe des Skills, die wir da brauchen? Und ja, wir brauchen mehr, wir brauchen mal weniger. Und deswegen für Sie als Unternehmen, naja, natürlich immer die passenden Leute dann auch jeweils raus und auch das muss man ja und manchmal braucht man auch. Also wenn sie nur Topleute haben, manchmal brauche ich die einfach nicht, manchmal brauche ich einfach einen, der was weg schafft und gut ist.
Ja, das stimmt. Ich sage mal, wenn man nicht so viel kreative Leistung bringen muss, sondern im Grunde nur die vorgezeichneten Funktionsblöcke runter implementieren, dann ist mehr wirklich mehr. Auch das heißt, wir als IT Beratungsfirma machen es dem Einkauf so einfach wie möglich, wenn wir die Skills der Berater, ich sage mal in Listenform oder tabellarisch, wir benutzen so ein Werkzeug, das heißt Gravity sowie möglichst einfach aufbereiten, wenn wir eine Preisliste mitgeben. Also ich merke schon, Struktur ist ganz wichtig und Standardform.
Weil der Einkäufer wird natürlich mit ganz vielen Angeboten konfrontiert. Da gibt es welche, die sind sehr Prosa verliebt und die anderen machen so. Also jeder, jeder hat hatte auch so eine andere. Deswegen versucht ja auch der Einkauf, wenn er das gut und richtig macht, was vorzugeben, eine Struktur vorzugeben. Das ist nicht, um sie zu ärgern, sondern damit er hinterher die Angebote in einem vernünftigen Zeitfenster auch auswerten kann und sagen kann Ah, okay, die Firma selber, die hat mir jetzt einen Junior und zwei Seniors angeboten, der Junior, der macht so ein bisschen die Hilfsarbeiter links und rechts und die zwei Senior machen das und der andere, der hat nur drei Seniors angeboten. Das ist aber interessant für mich, weil ich sehe, die haben drüber nachgedacht, da kommt was. Und ich brauche nicht immer den großen, den großen Senior Berater, der hier entsprechend was tut. Und wenn ich das leicht und schnell erfassen kann, leicht und schnell auch vernünftiges Briefing dazu habe und was dann die Aufwandsschätzung ist und usw., da tue ich mich natürlich sehr viel leichter als Einkäufer dann auch so ein Angebot zu bewerten und es richtig einzusortieren.
Okay, das verstehe ich. Das heißt, im Grunde sollte man nicht einen Berater hinschicken und eine Vorauswahl treffen seitens der IT Beratung, außer es ist ganz eindeutig, sondern im Grunde wie eine Speisekarte einige Optionen zusammenstellen und den Einkauf auswählen lassen oder die Fachabteilung auswählen lassen, was denn am besten für Sie passt in diesem speziellen Projekt.
Ich sage mal ja, das hängt natürlich vom Projekt ab. Es gibt Projekte, da weiß man, da brauche ich diesen einen Spezialisten und und sonst nicht. Aber wenn es ein bisschen größeres Projekt ist, wo man sagen kann, ja, man kann das eher links rum machen, man kann es auch eher rechts rum machen, dann ist das sicherlich eine schöne Variante, weil dann können sich und auch das vielleicht noch ganz wichtig nicht vergessen, es ist nie der Einkauf, der auswählt, sondern wenn überhaupt, ist es ein Tandem. Das heißt, der Fachbereich und der Einkauf müssen am Ende sagen Job. Fast jeder hat da so ein Stückweit ein Vetorecht. Aber im Großen und Ganzen ist es, die müssen dann am Ende des Tages gemeinsam entscheiden und sagen Ja, der ist nicht zu teuer. Und ja, der hat aber auch die richtigen Skills und die und die richtige Leistung, die dazu gehört.
Ja, okay, verstehe. Welche Trends gibt es denn aktuelle mit Einkauf? Sie hatten eingangs schon gesagt, dass sich die Werkzeuge ein bisschen geändert haben. Aber sehr viel ist gleich geblieben. Gibt es denn so Entwicklungen? Ich könnte mir vorstellen, dieses Thema Sharing oder Offshoring. Es ist immer wieder ein großer Trend, meinem Empfinden nach.
Genau das ist immer wieder ein großer Trend. Ich habe auch schon Jahr 2000 Projekte als IT Mensch damals noch mitgemacht. Da haben wir schon reichlich Offshoring Monitoring gehabt. Das war auch so die Zeit. So, Ende der 90er ist es immer so, erst einmal glaube ich im größeren Stil hochgehen, bis man dann mit den ganzen Problemen auch auf die Nase gefallen ist. Ich sage mal, Offshoring wird relativ wenig in Deutschland zumindestens gemacht, weil wir die Sprachbarriere haben. Also das ist. Nach Indien oder sonst wohin geben. Das ist schwieriger, geht aber es wird nicht so häufig gemacht wie hier. Schon in Sachen nach Rumänien, Polen, Spanien und Irland war eine Zeit lang mal im Trend. Das geht eher, weil wir dort durchaus Menschen haben, die dann auch noch ein vernünftiges Deutsch können und damit diese Sprachbarriere deutlich reduziert haben. Das ist aber heute. Ich würde noch nicht mal sagen, dass das ein Trend ist, sondern das ist eigentlich angekommen. Das ist gekommen, um zu bleiben. Klar, das geht wird immer mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger.
Aber im Großen und Ganzen ist das Thema einfach da.
Denke ich auch. Also was mir aufgefallen ist, das ist interessant, dass Sie das sagen. Sobald es auch in den Bereichen hier Sharing geht, ist ja auch die Sprache Deutsch raus meinem Empfinden nach. Also der Vorteil von mir, Sharing ist eher so eine kulturelle Nähe. Und beim Offshoring, also gerade wenn es um die halbe Welt geht, dann hat man oft auch da Probleme. Was genau ist ein Datumsfeld und so? Das ist so meine Erfahrung, dass dann der Management Overhead explodiert in diesem Bereich und viele Kunden. Bei uns ist es so, dass sie schon auch eine Hemmnis haben, diesen deutschsprachigen Bereich zu verlassen. Also das ist ganz klar so, obwohl ja also wenn man IT Projekte richtig aufgegleist und sie direkt mit der Arbeitssprache Englisch startet, das ja eigentlich auch wunderbar funktioniert zumindest in meiner Wahrnehmung.
Ja, das kommt sicherlich auf das Unternehmen an. Also es gibt Unternehmen, die sind irgendwie in ihrer DNA so deutsch. Meine Güte, mit Arbeitssprache Englisch tun die sich einfach schwer. Also mir fallen da so ein paar deutsche Versicherer ein, wo ich nach nähe. Mit denen brauche ich kein englisches Projektteam und dann gibt es andere Unternehmen, die sind da relativ locker unterwegs. Also von daher ist die Sprache halt für manche Unternehmen schon noch ein Punkt, weil ich eben in Rumänien oder in Bulgarien durchaus noch gute IT Fachkräfte hab, die in gutes Deutsch auch wirklich können. Also teilweise staune ich da einfach nur, wie gut deren Deutsch ist, wo es auch postiv, wobei mein Englisch so gut wäre. Also wirklich wirklich klasse. Von daher sage ich mal, das funktioniert für diese dann halt auch. Und klar, der kulturelle Punkt ist sowieso der große Knackpunkt. Aber warum? Was ist vor ihr, wenn sie ein eher lokales Unternehmen haben, was irgendwo im tiefen Bayern unterwegs ist und sie haben dann, die haben da einen Partner aus Hamburg, da gibt es auch ein paar kulturelle Differenzen.
Das stimmt, wenn auch nicht so große, vielleicht ja.
Vielleicht nicht ganz so große, aber das hat man natürlich, und das ist immer die größte Problematik. Das ist gar keine Frage.
Also ich hatte einmal, das kann ich jetzt aus dem Nähkästchen erzählen, einen Kollegen in einem Projekt, der kam aus dem Mittleren Osten und ich kann mich noch gut daran erinnern, dass fünfmal am Tag hat ein Kirchturm in der Nähe geklingelt oder eine Glocke hat geläutet und der sagte immer Okay, ich muss mich jetzt hier fünf Minuten entschuldigen, weil jetzt wird zum Gebet gerufen. Also nicht, dass das, dass ich das schlimm gefunden habe, aber da muss man irgendwie natürlich mit umgehen, wenn man mitten in einer im Vortrag ist, weil diese Zeiten waren zumindest für ihn sehr hart gesetzt. Also wenn die Glocke klingelt, dann ist er raus. Erst mal fünf Minuten, dann haben wir einen Trend festgestellt. Ich weiß nicht, ob das nur in unserem Dunstkreis ein Trend ist oder ob der deutschlandweit an Fahrt aufnimmt. Und zwar ist es das Thema Arbeitnehmerüberlassung oder kurz Anyway, Sie haben auch schon Erfahrungen damit gesammelt. Höre ich da raus?
Ja, das ist ein ganz schwieriges Thema und das wird immer schwieriger. Und jetzt muss ich so ein bisschen an mich halten, weil ich da auf unsere jetzigen und vorherigen Arbeitsminister nicht besonders gut zu sprechen bin. Das Problem ist zweigleisig. Das eine ist tatsächlich ist in der IT Branche, ich weiß auch in anderen Branchen, aber auch in der IT Branche durchaus etwas entstanden. Wo sei es jetzt Freiberufler, sei es auch externe eingesetzt werden und eigentlich wie ein interner Arbeitnehmer eingesetzt werden. Das heißt, die machen eigentlich Arbeitnehmerüberlassung, nennen sich aber nicht so. Und wenn es ein Freiberufler ist, heißt das etwa keine Sozialkosten? Und da sagt der Staat nicht. Blöde Idee also von daher, da hat sich etwas eingeschlichen in diesem IT Umfeld, wo ich sage. Naja, kann ich verstehen, dass der Staat dazwischen geht und sagt nicht so ist das aber nicht geplant. Wir wollen, dass jeder in die Sozialversicherung einzahlt, dieses Kollektiv unterstützt usw. Das ist natürlich bei einer GmbH, wo ich normale Mitarbeiter habe, die dann eingesetzt werden.
Und da fragt man sich aber, warum auch bei denen ein Problem ist. Ja gut, dafür gibt es ja das ganze Arbeitnehmerüberlassungsgesetz mit allen Vor und Nachteilen, weil in einigen Branchen die Leute ausgebeutet werden.
Das glaube ich.
Von dem, was ich bis jetzt gesehen habe, würde ich mal sagen in der IT Branche nicht.
Genau das ist auch meine Wahrnehmung.
Und da kommen wir jetzt zu dem Problem, weil es eben Branchen gibt, die diese diese weichen Gesetze schamlos ausgenutzt haben und dann auch die Mitarbeiter ausgenutzt haben. Hat wie gesagt nicht nur der jetzige, sondern auch vorhergehende Arbeitsminister immer mehr an dieser Schraube gedreht, sodass dieses Thema externe Dienstleistungen, die dann schon ganz dicht und ganz eng mit den internen Kollegen arbeiten, dass das immer schwieriger wird. Der Trend ist eindeutig. Das wird sogar noch schwieriger, weil die Europäische Union arbeitet gerade an einem Gesetzesentwurf. Der macht das wohl noch schwieriger. Zumindest ist das der momentane Trend, dass die Plattform Breaking the praktisch die ist gerade in der Abstimmung zwischen dem Parlament und der Kommission und daher, da weiß man noch nicht, was am Ende des Tages rauskommt. Aber da gibt es so ein paar Befürchtungen, zum Beispiel vom Verband der Gründer und Selbstständigen in Deutschland sagen Damit ist jeder, der irgendwie eine digitale Plattform dazwischen nutzt, also nur für die Vermittlung, ist damit automatisch Plattformbetreiber und muss eigentlich sämtliche Leute anstellen usw. Das heißt, das wäre das Aus für diese klassischen Vermittler oder zumindest die könnten nicht mehr so arbeiten und wir hätten nur noch Arbeitnehmerüberlassung.
Ob das so schlimm kommt, das steht dann immer noch im anderen Blatt. Das muss man mal sehen. Dann wird im Moment heftig drüber diskutiert. Aber ganz klar viele Unternehmen und das ist das, was ich aus meinem Arbeitsalltag sehe, scheuen sich immer mehr davor, klassische Dienstleistungen an Dritte zu vergeben. Und wenn, dann nur dann werden die Verträge immer größer und immer größer. Weil die Juristen wirklich Angst davor haben, einen Fehler zu machen, weil halt auch immer mehr gepfuscht wird von der Deutschen Rentenversicherung. Also was so ein bisschen schwierig ist, weil die Exekutive gleichzeitig auch die Legislative und die juristische an der Stelle ist. Also das heißt, die Rentenversicherung prüft und anschließend vereinnahmte. Auch das entsprechende Geld halte ich für ein bisschen schwierig. Aber gut, das ist im Moment so.
Sind Interessenskonflikte vorprogrammiert, vielleicht ja.
Ja so ein bisschen vorprogrammiert.
Was bei ITler natürlich sehr lukrativ ist, weil die Rentenversicherungsbeiträge werden ja tendenziell. Weil die Gehälter allgemein recht gut sind, werden natürlich auch die Rentenversicherungsbeiträge höher.
Wobei es gibt da trefflich Diskussionen, ob das der Rentenkasse nur kurzfristig hilft und langfristig gar nicht oder auch nicht. Aber ich glaube, das würde hier und heute zu weit gehen. Aber was man relativ klar sehen kann, ist, dass die Rechtsabteilungen gerade der größeren Konzerne da sehr große Bedenken und sehr große Bauchschmerzen haben, vor allem nach der letzten Gesetzesänderung, die es in Deutschland gab, überhaupt noch Selbstständige für einen Dienstleistungsnehmer einzukaufen.
Okay, bei Selbstständigen kann man das ja noch verstehen, aber wenn das Angestellte einer GmbH sind, die mit Angestellten einer anderen GmbH zusammenarbeiten, dann. Meiner Ansicht nach müsste man einfach nur einen Mindestgehalt oder so festlegen, dass das vergleichbar ist und dann wäre das gelöst. Weil ich kann mir schon vorstellen, aus welcher Richtung das kommt. Das war ja vor einigen Jahren auch in den Medien, dass ich glaube, damals war es das Transportwesen, dass Firmen einfach Subunternehmen gründen und die Leute aus dem Hauptunternehmen heraustreiben und dann für weniger Geld dann bei einem Subunternehmen wieder beschäftigen. Und die Leute in dem Subunternehmen arbeiten dann mit Leuten mit im Hauptunternehmen mit Haustarif zusammen. Und der Verdienst ist natürlich unterschiedlich zwischen den beiden. Damit dieser Trick nicht funktioniert, nehme ich an.
Also wir haben das ganz grundsätzlich relativ stark ist das in dem ganzen Niedriglohnsektor besser vertreten, egal ob jetzt hier vielleicht Zerlegung ist, Logistik oder hier so Essen für Lieferanten und und all diese. Und da ist es auch völlig gut und richtig, dass es da einen entsprechenden Schutz gibt, weil die Menschen dann wirklich ausgebeutet. Das kann man nicht anders formulieren. Unglücklicherweise ist die Gesetze, wie sie heute sind, sind halt relativ schwammig. Es gibt dazu relativ viele Gerichtsurteile. Es gibt zum Beispiel auch einfach eben genau diese Unterscheidung nach Geld Macht. Aber es gibt dann auch wieder entgegengesetzte, wie das mit Gerichten so ist, weil der Richter ist unabhängig und der eine Richter entscheidet halt links rum und der andere rechtsrum. Aber das ist ein Thema, was uns sicherlich die nächsten Jahre auch noch weiter intensiv beschäftigen wird. Das kann ich Ihnen schon fast versprechen, weil wie gesagt, einmal auf der nationalen Ebene, da wird weiter dran gearbeitet, diese Gesetze auch ein bisschen klarer zu machen und gleichzeitig, wie gesagt, kommt da höchstwahrscheinlich, bei der EU dauert es immer länger, aber so in ein bis zwei Jahren wird es da auch eine entsprechende Regelung aus der EU geben.
Ja, dann bin ich gespannt, was da noch auf uns zukommt. Vielleicht ja auch eine eindeutige Regelung, die Probleme lindert. Es muss ja nicht alles schlimmer werden in diesem Bereich.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Okay, ich höre raus. Sie haben da wenig Hoffnung. Gibt es denn Ihrer Ansicht nach noch weitere Trends und Themen, die wichtiger werden in den nächsten Jahren, die Sie beobachtet haben, welche wir noch nicht angesprochen haben?
Naja, so ein bisschen das, was so die Brücke so relativ am Anfang besprochen haben, dieser Trend zur Professionalisierung. Wie gesagt, ich mache das jetzt an etwa 20 Jahren selbstständiger IT Einkäufer. Vor 20 Jahren gab es wenige Unternehmen, die eine eigene IT Einkauf hatten. Inzwischen ist das schon, ich würd mal sagen in der Breite eigentlich soweit angekommen, dass zumindestens ab einer gewissen Größe des Unternehmens auch genug Distanz da ist. Und das eine ist ja überhaupt erst mal so eine Mannschaft aufzubauen und hier einfach dahin gesetzt. Und das andere ist die natürlich auch immer mehr zu professionalisieren und diese Professionalisierung, das erlebe ich gerade, das fängt jetzt so richtig an, also so als Mainstream. Natürlich gibt es einige, die sind schon super weit, aber so als Mainstream fängt das so langsam an, das heißt hier dann auch, digitaler zu werden oder eben nicht, wie Sie das vorhin so schön sagten, so eine Massen. E Mail rauszusenden, sondern das über Knopfdruck, über eine entsprechende Plattform, wo dann auch entsprechende Daten hinterlegt sind und und und.
Digitalisierung. Das ist, glaube ich ein großes Thema, was im IT Einkauf witzigerweise gerade erst so anfängt anzukommen, wo man ja eigentlich sagen müsste naja, der ist nicht an der IT dran. Der müsste eigentlich ganz viel digitalisiert sein. Ist er aber nicht.
Da verstehe ich. Also im Grunde müsste jeder Berater, wie das heute auf LinkedIn und Xing schon ist, aber vielleicht noch in einem weiteren Standardformat seine Kenntnisse abgelegt haben, sodass man ja so eine automatische Matchmaking Plattform, sofern das eben möglich ist, hat, um diese Prozesse und die Beschaffung weiter zu automatisieren und effizienter zu gestalten. Also genau bei diesen Massen Emails. Ich kann gar nicht sagen, wie viele Emails ich pro Tag bekomme oder wir bekommen wo einfach nur wann sind sie wieder verfügbar, wann geht es weiter, wann kann ich sie wieder ansprechen? Also das ist unglaublich ineffizient. Diese ganze Kommunikation.
Von diesen Plattformen gibt es übrigens ganz viele, die sind halt noch nicht zu Ende durchdekliniert. Da muss man so und das wird das große Problem oder das ist das große Problem. Welches Problem ist, wenn die nutzen, die sind dann halt auf zehn, 20 Plattformen, Das macht es ja auch nicht unbedingt besser.
Keine Standardisierung.
Daher ist es keine Stabilisierung da. Also ich sag mal so, so dieses Facebook für die Vermittlung oder Ebay oder Amazon, wie auch immer Sie es nennen wollen, das hat natürlich diesen Charme. Jeder geht dahin, jeder ist da und damit ist es Dreh und Angelpunkt und hat natürlich auf der anderen Seite immer diese riesen Monopolproblematik, natürlich auch hinten dran. Aber nichtsdestotrotz mal abgesehen davon, ob das dann eine Plattform irgendwann mal gibt oder 20 Plattform Plattformen. Die grundsätzliche Digitalisierung des Einkaufs ist eine riesen Herausforderung, weil die Unternehmen natürlich immer mehr IT haben und brauchen. Aber da muss natürlich auch mehr IT geschafft werden und das passiert heute noch relativ stark. Ich sage mal nicht mehr auf dem Papier weg, aber auf dem elektrischen Papier weg.
Also wir bekommen jetzt schon Verträge mit Dokus zugeschickt, die man dann.
Ja.
Online am Rechner sozusagen unterschreiben kann. Ich nenne das jetzt mal Zwischenstufe der Automatisierung, aber immerhin muss man keine Mails mehr durch die Gegend schicken oder Faxe gar.
Und das ist noch nicht lange her, da habe ich meinen letzten Vertrag noch raus gefaxt.
Okay, das habe ich noch nicht gemacht. Gott sei Dank. Dafür konnte ich immer zumindest eine Email schicken. Ja, das hat funktioniert. Perfekt.
Hallo, ich möchte noch eine Lanze für den Alltag aufbrechen.
Sehr gerne, sehr gerne.
Gerade für Sie, wo ich sage, Sie sind ja so quasi auf der Gegenseite. Ja, der IT Einkauf kann ungemein helfen. Wir haben das ja auch ganz bewusst hier so Endgegner IT Einkauf genannt. Aber tatsächlich ist es so wenn Sie einen guten IT Einkauf haben, bekommen Sie tendenziell eine bessere Leistungsbeschreibung und tendenziell auch einen vernünftigen Vertrag. Und das hilft am Ende beiden. Das heißt auch der IT Einkauf wird versucht sein, den Prozess effizient zu halten, schlank zu halten, so dass eben beide Seiten dann auch wirklich was davon haben und auch gucken, dass vernünftige Leistungsbeschreibung kommen, weil ich als IT Einkäufer habe schon ganz viele Leistungsbeschreibung abgefangen habe. Dann die, die schicken wir so nicht raus, da kann kein Mensch was mit anfangen. Da machen wir jetzt erst mal gutes Deutsch draus und dann schreiben wir mal rein, was wir wirklich wollen und das schicken wir dann erst raus. Und das ist eben der Mehrwert, den der IT Einkauf dann auch wirklich bringt. Ansonsten gar keine Frage, es ist eine Menage a trois, also so ein Dreiecksverhältnis und jeder zieht in eine andere Richtung.
Der Fachbereich will in die eine Richtung, Sie als Skillbyte wollen die andere Richtung und der IT Einkauf hat wieder eine andere Richtung. Und in diesem Spannungsfeld muss man natürlich gucken, das Beste für alle, also das Optimum, wirklich rauszuholen.
So machen wir das auch. Wir sind jetzt auch bei unseren Kunden oft auf den IT Einkauf zugegangen und haben gesagt Hört mal, wir kennen uns zwar, aber eigentlich wollen wir doch alle das Gleiche am Ende ein gutes Projekt haben und eine gute Leistung abgeben. Was müssen wir denn machen, um euch das Leben einfacher zu machen? Und da sind. Also ich glaube, bei vielen Unternehmen waren wir die ersten, die das gemacht haben, weil der Einkauf erst mal ganz überrascht reagiert hat. Aber da haben wir viele gute Ideen mitnehmen können, um unseren Prozess auch besser zu gestalten und dann den Einkauf mitzunehmen und nicht direkt gegeneinander zu arbeiten.
Weil dann wie gesagt am wirklich alle was davon.
Ja, also das versuchen wir auch. Wir sind ein Beratungshaus, wir beraten die Fachabteilungen, wir helfen, wir bauen Systeme, wir unterstützen und das ist schon in unserer DNA. Und natürlich möchten wir das auch mit den Zwischenstationen, insbesondere dem IT Einkauf, dann auch mit diesem Geist begegnen und sagen okay, wir helfen euch irgendwie. Was braucht ihr denn, damit wir effektiv zusammenarbeiten können? Weil ganz viele unserer Aufgaben beschäftigen sich eben mit der Optimierung von Prozessen. Und da, gerade wenn man so himmelschreiende Ineffizienzen sieht wie diese Emailwüsten, dann springt natürlich sofort das Gen an und sagt das muss irgendwie besser gehen. Ganz, ganz klar. Ja. Vielen Dank, Herr Lob. Wenn unsere Zuhörer Fragen haben oder Feedback, dann sendet uns gerne eine Email an Podcast Skillbyte. Wir freuen uns immer. Über Bewertung und Weiterempfehlung an Freunde und Kollegen. Abonniert unseren Podcast und schaut gerne auch auf Skillbyte vorbei. Hallo, vielen, vielen Dank für das Gespräch.
Danke, Herr. Das hat Spaß gemacht.
Das hat wirklich Spaß gemacht. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.
Danke.