Skillbyte Podcast #16: Werde immer besser!

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In diesem Podcast geht es um das Thema: Werde immer besser!
// Inhalt //
01:26 - Verbesserungen sind überall
03:04 - Kontinuierliche Verbesserung hat eine lange Geschichte
04:09 - Viele kleine Verbesserungen statt des einen Quantensprungs
05:01 - Deutschland, traue dich Fehler zu machen...
06:40 - ...oder fahre im Windschatten?!
07:00 - Beschleunigung und schnelle Iteration
08:04 - Sicherheit vs Geschwindigkeit
12:38 - Die Transformation von Nokia
13:33 - IT-Bereich: Scrum als iteratives Modell
14:10 - Das Pareto Prinzip
15:19 - "Beharrmoment" vs Innovation bei Organisationen
16:19 - Innovation: Online Weinprobe
17:12 - Zusammenfassung: Kontinuierliche Verbesserung
17:45 - Tools für die persönliche Verbesserung
26:25 - Buchtipp: Atomic Habits
27:50 - Positives Mindset: der Stoiker
30:05 - Positives Mindset: Sieh Probleme als Herausforderungen
31:03 - Positives Mindset: Sport als Energielieferant
32:12 - Positives Mindset: Weiterbildung
32:55 - Positives Mindset: regelmäßige Reflexion
33:36 - Belohnungen und Motivation
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Hallo und herzlich willkommen zum Skillbyte Podcast Nr. 16 Das Thema heute lautet Werde immer besser. Ich freue mich, euch willkommen zu heißen und ich bin zuversichtlich, dass in den nächsten Minuten spannende Infos von uns hören werdet. Wenn ihr Fragen habt, schickt gern eine E-Mail an Podcast skillbyte Lasst uns eine positive Bewertung da und abonniert unseren Podcast. Da freuen wir uns immer sehr und euch versorgen zu können mit weiteren Informationen. Heute bin ich wieder hier mit Masiar Hallo Masiar, hallo Maurice und wir sprechen über das Thema kontinuierliche Verbesserung.
Mertens Ja, in der letzten Podcast Episode schon mal angerissen und da hattest du die spontane Idee Komm, wir machen daraus eine eigene Episode und das fand ich ziemlich cool und habe jetzt auch so ein bisschen bei der Vorbereitung gemerkt, dass es da unheimlich viel Material gibt zum Thema Self Improvement.
Allerdings, ich meine, das ist der Klassiker Evergreens, Bücher, Seminare, Folge. Gerade im englischsprachigen Raum ist es sehr populär.
Absolut. Ich bin immer erstaunt, weil ich finde, dieses Thema polarisiert sehr stark. Es gibt oder so in meinem Bekanntenkreis Menschen, die sich sehr stark damit beschäftigen. Wie verbessere ich mich selber? Wie werde ich effizienter, effektiver, wie gehe ich die richtigen Themen an? Und dann gibt es Leute, die sich überhaupt nicht damit beschäftigen. Also meiner Ansicht nach oder meiner Erfahrung nach gibt es nicht so richtigen Mittelweg. Entweder ist man Fan oder man kann damit gar nichts anfangen und tut das als esoterisches Gehabe ab.
Ja, man muss sich dessen nicht bewusst sein, dass man solche Dinge macht. Es reicht ja schon, wenn du guckst wie kann ich mich besser organisieren und und nur so tun wie Not oder Trello, um einfach effizienter deine Arbeit zu gestalten. Das fällt dir schon in diesem Bereich. Man betitelt das vielleicht nicht so, aber wenn man man macht das unbewusst. Wenn man das aber bewusst angeht, kann man viele Dinge besser machen, an sich selber arbeiten. Ich meine, das ist jetzt kein esoterisches Thema.
Gerade wir in der IT oder in der Softwareentwicklung, was auch immer sind auf Effektivität angewiesen. Und das ist also bezieht sich nicht nur auf dieses technische Thema, sondern wie organisiere ich mich selbst? Da fängt an, wie organisiere ich meinen Schreibtisch, wie organisiere ich meine Fails, wie organisiere ich meine Repo? All diese Dinge fallen da darunter, finde ich.
In der Technologie oder generell in der Industrie kann man sagen also in Wirtschaftsunternehmen geht es natürlich um Effizienz und wie? Wie wachse ich also? Wie kann ich mich verbessern? Und da kommt ja historisch dieses ganze Thema kontinuierlicher Verbesserungs Prozess her. Und diese Beschleunigung in den letzten Jahren. Also mein Eindruck ist schon, dass diese kontinuierlicher Verbesserungs Prozess von vielen vielen Unternehmen als Kernbestandteil des Qualitätsmanagements begriffen wird und man da in den letzten Jahren sehr stark auch den Fokus drauf legt.
Es gibt Aktionen, wo Unternehmen ihre Mitarbeiter aufrufen Ideen beizutragen. Was kann man besser machen? Ineffizienzen, die den Mitarbeitern auffallen, an die Vorgesetzten zu berichten, um um dann Abhilfe zu schaffen, um weiterzukommen. Und so neu ist die Bewegung ja nicht, die gab es ja schon. Ich war ja nicht in den 50er Jahren, das habe ich jetzt nachgeschaut, wurden dieses Prinzip der vielen kleinen Verbesserungen von einem Amerikaner entwickelt, der witzigerweise in Japan bei Toyota sehr große Erfolge damit gefeiert hat, dass eben die Fließbandarbeiter immer kritisch hinterfragt haben Was kann ich verbessern, was kann ich verbessern und dann über viele Jahre viele kleine Verbesserungen eingeflossen sind, um den gesamten Prozess der Fahrzeughersteller substanziell zu verbessern?
Ja, die tatsächlich, das war dieser Amerikaner, der bei Toyota oder nach dem Zweiten Weltkrieg den Japanern quasi geholfen hat, sich zu organisieren. Und die Japaner haben das dieses Prinzip wirklich dann auch gelebt und dieses Lean Manufacturing eingeführt. Und es pilgern Unternehmen oder pilgerten Unternehmen zu Toyota um, um diesen Prozess zu lernen. Und übrigens kann man das, was wir aus der Softwareentwicklung kennen, was kommt daher und implementiert quasi diese Prinzipien nur halt bezogen auf die auf die Software-Industrie?
Das japanische Wort für dieses Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung lautet, glaube ich, Kaisen. Und das kennt man ja auch von sich selber. Es ist schon so, wenn man selber sich verbessern möchte oder so, man guckt natürlich. Oder diese ganze Literatur suggeriert, dass man diesen Quantensprung schaffen kann. Dann noch dieses eine Tool und du wirst um 400 prozent effizienter.
Die ließ dieses eine Buch und du bist doppelt so gut oder so und das ist auch unrealistisch, muss man sagen. Das wäre so, als wenn man einem Raucher sagen würde Okay, rauchfrei in 20 Minuten, sondern diese kleinen Verbesserungen, dass man kleine Schritte macht, die aber diese kontinuierlich macht, weil sie einfach eine kleinere Hürde darstellen und dass man dann hinten raus, also wenn man das einige Tage, Wochen, Monate, Jahre befolgt, dann einen riesen Effekt sieht.
Das ist ja das Ermutigende und man muss aber natürlich dranbleiben. Es ist halt eine kontinuierliche Verbesserung und nicht ein Quantensprung.
Ganz im Gegenteil finde ich deutschen Mentalität oder Historie alles von vornherein perfekt machen zu wollen. Das heißt, man versucht an alles zu denken und braucht natürlich dementsprechend auch sehr, sehr viel Zeit, um überhaupt mal loszulegen. Und das Problem? Das hat früher ganz gut funktioniert, finde ich. Aber das Problem ist, dass die Technologie und Prozesse und der Markt sich schneller verändern als du gucken kannst. Ich meine, ein super Beispiel ist hier der Berliner Flughafen. Letztens habe ich da was gelesen.
Das ist hat jetzt so lange gedauert, dass die Behörde den den Flughafenbetreiber gezwungen hat, die Dübel auszutauschen, weil sie nicht mehr der Norm genügen, weil sich die Norm verändert hat in der Zeit. Und jetzt müssen sie wieder hin und alle Dübel austauschen. Das heißt, ich war beim BR, sind vielleicht andere Dinge schief gelaufen, warum es so lange gedauert hat. Aber ich finde, das ist so typisch für Deutschland, alles von vornherein perfekt zu machen.
Das spiegelt sich auch in dem Unternehmens oder im Beratungs Alltag wieder. Man braucht sehr lange, um irgendwas auszuprobieren, bevor man sich nicht wirklich sicher ist, dass das was bringt, dass das was nutzt statt rein zu springen, das Ding zu machen, zu lernen und zu sagen Okay, das hat nichts gebracht oder okay, jetzt haben wir den ersten Erfolg geschafft, die kleinen Babys selbst genommen und jetzt gehen wir zum nächsten Schritt, versuchen wieder etwas besser zu machen, weil bei uns auch so ein bisschen die Fehlerkultur fehlt.
Fehler werden als etwas Negatives betrachtet und man versucht Fehler zu vertuschen und zu Finger. Ist das Stichwort. Kennen bestimmt viele aus ihrem Alltag. Anstatt ich sage mal wieder, wie der Amerikaner schön sagt Embrace Ophelia, dass du die Fehler quasi annimmst und sagt Okay, Fehler sind nichts Schlimmes, sondern sie zeigen mir, dass vielleicht dieser Weg nicht funktioniert. Ich muss einen anderen Weg nehmen.
Das stimmt, das ist etwas Deutsches. Ich meine, auf der einen Seite willst du die Fehler vermeiden, auf der anderen Seite hat das ja auch was Gutes. Wenn du so ein bisschen nicht an der Speerspitze bist, sondern weiter dritter Mann bist, sag ich mal, dann kriegst du nicht den ganz, fährst ein bisschen im Windschatten von dem ersten. Das hat ja auch was für sich. Aber es stimmt, ich habe letztens ein interessantes Interview gesehen von Tim Höttges, also dem aktuellen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom.
Er sollte das aktuelle Jahrhundert, was jetzt ja auch schon 20 Jahre alt ist, mit einem Wort zusammenfassen. Und er sagte Beschleunigung.
Und wenn du Beschleunigung als. Thema des 21. Jahrhunderts Siehst, dann hast du nicht mehr die Zeit, einen perfekten Plan auszuhecken, bevor du loslegt.
Genau das ist es genau.
Das heißt, du musst mit dem Kompromiss starten und die ganze Technologie. Ich will jetzt nicht sagen, geht ja in Richtung Kompromiss, aber geht ja in Richtung schnellen iterieren. Schneller ausprobieren. Die Cloud Technologie, die Infrastruktur ist da mit einem Mausklick. Ich fahr die einfach hoch und kann halt ausprobieren. Ich habe keine App Front Kosten indem ich die Server einfach miete pro Stunde und wenn es nichts ist, kann ich die auch wieder abschalten. Also man probiert viel mehr aus und muss halt mehr mit dieser Ungewissheit lernen zu leben.
Das ist es. Es gibt einen schönen Spruch, da muss ich mich selber, weil ich natürlich auch die Dinge richtig machen will. Und das ist auch manchmal muss man auch sagen, man muss ein bisschen das Risiko abwägen. Es gibt Sachen, da muss ich sagen Okay, die muss ich mir die Zeit nehmen, hier muss ich das durchplanen. Hier muss ich wirklich versuchen, keinen Fehler zu machen und muss mir die Zeit nehmen. Wenn du ein Atomkraftwerk oder Software für ein Atomkraftwerk machen würdest, würde ich schon sagen Hier ist vielleicht Sicherheit höher angesiedelt als vielleicht Geschwindigkeit.
Auf der anderen Seite muss man halt sagen Es gibt ganz, ganz viele Einsatzbereiche. Da ist es nicht so kritisch, wenn mal was nicht perfekt funktioniert, sondern da ist dieses schnelle Ausprobieren wichtiger, dass man schnell vorwärts kommt. Ich meine, wir sehen das jetzt gerade. Wir haben hier im März 2020 die Corona Krise, die Weltwirtschaftskrise und nach der Coruna Pandemie oder während der Kona Pandemie ist in vollem Gange. Tausende Unternehmen müssen von heute auf morgen alle Mitarbeiter oder einen Großteil der Mitarbeiter ins Homeoffice verlagern.
Das kannst du nicht perfekt planen. Jetzt musst du irgendwie eine Lösung finden, dass die Leute arbeiten können, einigermaßen müssen vielleicht noch ihre Kinder zu Hause betreuen und irgendwie muss das funktionieren. Und da ist halt dieses schnelle Ausprobieren und auch die Menschen ein bisschen vertrauen, da wird das irgendwie schon hinkriegen. Ist natürlich die das Gebot der Stunde.
Natürlich gebe ich dir recht, dass du hattest eben erwähnt, dass es nicht immer gut ist, vorne dabei zu sein und dass man schon ein bisschen planen muss und sich das angucken muss und so weiter. Also wenn ich Flugzeuge baue, dann ist das eine andere Sache. Da kann ich nicht sagen So, ich ich hab da mal was dran und gucken wir mal, ob das mit 20 Leuten fliegt. Das geht natürlich nicht. Aber anderes Beispiel ist Tesla. Tesla war der Vorreiter in Elektromobilität und setzt uns vor die Nase.
In Brandenburg eine riesige Fabrik, die Autos baut und die drei von VW ist Misserfolg BMW Misserfolge e-tron von der getrollt. Der Mercedes dieser Mercedes SUV Elektro Wagen ist ein Misserfolg, der führt uns vor. Warum? Weil wir zu lange gewartet haben, zu lange geplant haben, zu lange die Sache nicht ernst genommen haben, statt wie er es gemacht hat, ausprobieren und kontinuierlich verbessern. Und das ist das Gebot der Stunde. Und das funktioniert, wenn man die entsprechenden Prozesse am Start hat.
Natürlich nicht für jeden Bereich. Wie eben gesagt haben, aber ich sage mal, für 90 prozent der DDR, der der deutschen Industrie und Unternehmen, ist dieser Prozess meines Erachtens zwingend.
Es ist interessant, dass du Tesla anführst, weil da habe ich mir auch schon einige Gedanken drüber gemacht. Und jetzt könnte man sagen Ja, die sind innovativ. Jetzt kann ich auf der anderen Seite sagen Die deutschen Autobauer sind auch nicht doof und vielleicht ist das ganz smart, weil Tesla hat geringe Produktionskapazitäten, die müssen diesen ganzen Paradigmenwechsel, die Leute wollen Verbrenner, Autos, nein, jetzt wollen sie Elektroautos, müssen sie mit ihrer Macht und ihrem Geld auch durchziehen.
Die haben bis heute kein Geld verdient. Das heißt, das ist so eine riesen Hollywood Geschichte, die aber im Grunde, wenn man mal auf die Fundamentaldaten guckt, relativ wackelig ist. Und ganz, ganz viel Glauben steckt da auch drin. Die Aktie lag bei über 800 Dollar. Jetzt sind die Leute im Krisenmodus, jetzt liegt sie unter 300 Dollar. Also jetzt kauft auch keiner mein Auto. Jetzt ist quasi dieser Glaube an an die Elektromobilität ist jetzt erst mal sekundär.
So, und jetzt gehst du als etablierter Hersteller hin und sagst Okay, pass auf, die haben das jetzt durchgebracht. Das Elektroauto wird nicht mehr weggehen. Elektroauto, Elektro, Laster und jetzt gehen wir mit unserer Manufacturing Power hin und stellen einfach relativ unbeobachtet von allen Stellen einfach Produkte her und sind sozusagen der erste Innovator, sondern wir sind mit der ersten Welle dabei und ich bin gespannt. Wir wissen ja noch nicht, welche Produkte da kommen werden. Aus Wolfsburg, aus Stuttgart und aus München.
Bin gespannt, wie sich das weiterentwickelt und die werden sich auch dann verbessern. Und viel Technik in den Teslas kommt halt auch aus Deutschland. Also Mann, ja ich weiß nicht wie die Geschichte ausgeht. Ich glaube nur das ist so zu sagen okay, Tesla ist super, alle anderen haben gar nichts drauf. Ist vielleicht ein bisschen eindimensional. Ich glaube schon, dass da mehr Strategie dahinter steht, aber es gibt auch viel mehr Konkurrenten. Sony baut jetzt plötzlich Elektroautos und da gibt es ein schönes Beispiel Früher hatten deutsche Autos Sony Radios im Auto und heute bezieht ja.
Sony Ersatzteil oder bestimmte Teile von den Deutschen? Also umgekehrtes Prinzip. Und wenn wir nicht diese Agilität endlich mal an den Tag legen und uns schneller versuchen, auf Marktverhältnisse zu reagieren, dann kann ich nur das Beispiel Nokia anführen, der als unangefochtener Marktführer da war und plötzlich von Softwareunternehmen einfach verschlungen wurde. Und und das könnte uns auch passieren, das müssen dürfen wir nicht riskieren, finde ich.
Wobei man auch sagen muss Nokia, die kommen wieder, ist ein super interessantes Unternehmen, weil die sind quasi aus der Wahrnehmung verschwunden, weil sie keine Endgeräte oder sehr sehr wenig Endgeräte nur noch herstellen, aber als Technologie Lieferant für die ganzen Netz ausbaue oder die Telkos sind sie natürlich nach wie vor da und haben sich quasi auch transformiert iteriert. Und mit Sony Ericsson bieten sie jetzt halt Funk Türme an und durch diese Geschichte, dass Huawei nicht unbedingt der einzige Ausrüster 5G Ausrüster sein soll, sind sie natürlich auch wieder dick im Geschäft.
Sie sind von dem Consumer Brand zu einem B2B Brand geworden. Ich weiß jetzt nicht, ob sie das ganze Geschäft wieder kompensieren konnten, aber sie haben sich auch transformiert und sie sind ja nicht komplett verschwunden, so wie wir Kodak oder so..
Aber noch mal zu den vielen kleinen Verbesserungen Du hast es eben schon angesprochen. Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter ermutigen. Komm, mach doch mal Vorschläge. Im IT-Bereich würd ich sagen, ist dieser Wechsel ja schon vollzogen. Jedes Unternehmen arbeitet agil oder führt Software Projekte agil durch. Nicht alle mal mehr oder weniger nach Lehrbuch, aber es hat sich schon der Konsens durchgesetzt. Ich glaube anders geht das auch nicht mehr, dass man kurze Iterationen hat. Eine ständige Rückversicherung des Kurses z.B. nach Sprint Ende, dass man guckt ok ist die Software liefert noch das, was wir brauchen oder müssen wir das irgendwie verändern?
Viele veränderte Prioritäten unterwegs während der Softwareentwicklung lassen sich dann eben berücksichtigen und eine kontinuierliche Kontrolle ist ja durch Scrum und Kanban gegeben. Was ich noch als Maxime ausgeben wollte Das ist so ein bisschen kontra Perfektionismus. Da spielt so ein bisschen gegen diesen Perfektionismus an, ist das Pareto Prinzip, das hat wahrscheinlich auch schon jeder mal gehört. Das 28 Prinzip, das egal was man unternimmt, 80 prozent des Ergebnisses wird in 20 prozent der Zeit erzielt oder mit 20 prozent des Einsatzes.
Und die restlichen 80 prozent des Einsatzes sind sozusagen nur noch die letzten 20 prozent des Ergebnisses. Das sieht man überall. Man hat relativ schnellen Prototypen und muss dann relativ viel Aufwand reinstecken, bis das Produkt fertig ist. Und auch da würde ich mir wünschen, von deutschen Unternehmen so ein bisschen mehr Mut zu Fehlern zu haben, dass man, wenn man in der Online Maske klickt, man irgendwo da kommt. Vielleicht noch ein Fehler und sagt Oh okay, wir sind noch nicht ganz fertig.
Tut uns leid, hinterlasst uns hier eine Meldung und dass man einfach auch schneller probiert in den Bereichen, wo es zulässig ist. Also nicht bei den Themen Security und Verschlüsselung und so. Fehler machen, sondern wirklich im Produkt ausprobieren. Was wollen die Leute auch Mut haben mit den Kunden in Kontakt zu treten und dann diese Feedback Schleife mit dem Kunden Feedback dann durchzuziehen. Was ich auch immer interessant finde. Ich nehme an, das hast du auch beobachtet. Organisationen, Großunternehmen, auch kleine Unternehmen, die haben so ein paar Moment im gewohnt.
Also die, die wissen okay, so wie ich heute funktioniere, funktioniere ich irgendwie. Und das ist ja ganz bequem, weil ich weiß, ich würde gern weiterhin funktionieren. Ich möchte mich da nicht verändern. Wenn man jetzt diese ständige Verbesserung im Unternehmen anspricht oder diese ständigen Verbesserungen Prozesse hat, steht diese Verbesserung, also diese Veränderung, ja im Widerspruch zu dem Status quo. Ich mache alles so, wie ich es gewohnt bin. Das heißt, es ist kontinuierlich.
Das Management muss es mittragen, dass man kontinuierlich kleine Experimente wagt, die eben im Widerspruch zu diesem Moment stehen. Und dass diese kleinen Experimente kosten natürlich Energie, Kommunikation, Geld, sonstige Ressourcen. Aber das ist einfach notwendig, damit die Organisation wie so ein Mensch quasi auch lernt unter veränderten Umwelt Gesichtspunkten zu bestehen. Jetzt in der Coruna Krise. Das zwingt ja ganz ganz viele Unternehmen auf kreative Ideen zu kommen. Ich habe gestern einen Bericht gelesen. Es gibt jetzt die Online Weinprobe, da habe ich gedacht okay, wie funktioniert das denn?
Hier gibt es Winzer aus dem Mosel Tal, die verschicken Kartons mit Probe Wein. Die Leute bekommen die Kartons nach Hause und dann wird quasi in so einer Video Sitzung geht der Winzer die Weine durch und die Leute können die dann eben zu Hause auch verkosten und probieren. Und der hat gesagt, das ist eigentlich ganz klasse, weil die Leute dann ja nicht mehr fahren müssen. Und die bestellen dann teilweise mehr. Also das fand ich auch interessant, wie so so eine Weinprobe.
Das hat ja überhaupt nichts mit digital erst mal zu tun. Aber wie die Kreativität dieses Winzers aus der Not geboren, kann man glaube ich sagen, dann eben diese Früchte treibt oder dieses Experiment treibt. Und das wird jetzt nicht immer so weitergehen, aber einfach neue Möglichkeiten aufzeigt.
Sehr sehr gut.
Also im Software Bereich. Scrum Kanban Kurze Zyklen und Prototyping würde ich auch sagen. Diese Design Sprint Prozesse, die sind für die ja für unsern Bereich ganz wichtig. Bei uns ist es ja auch so, wenn wir Projekte angehen, neue Projekte, dann machen wir auch erst mal ein PoC, also ein Konzept oder einen MVP, also ein kleines Produkt, um dem Kunden zu zeigen Hör mal, das funktioniert oder auch das funktioniert nicht. Um dann quasi darauf zu etablieren und das dann eben weiter auszubauen.
Das ist so zum Thema Unternehmens Verbesserung. Was machst du denn konkret, um dich persönlich zu verbessern?
Ich habe mal den ein Interview gehört mit Dwayne Johnson The Rock. Dieser Schauspieler und immer Footballspieler. Und da hat man natürlich gedacht nach seinem Erfolgsprinzip gefragt und er meinte Always wie the smartes sky in the room. Das heißt, egal was er macht oder wo man ist, soll man versuchen immer der Beste zu sein, der im Raum ist. Und das hat mir so gefallen und imponiert, dass ich genau das jetzt für meinen Bereich versuche. Ich versuche in dem Thema der Box als Beispiel einfach der Beste zu sein.
Und wenn ich dieses Ziel habe, dann mach ich mir oder habe ich mir eine gemacht? Oder was muss ich tun, um dahin zu kommen? Welche Tools muss ich können? Welche Technologien muss ich kennen? Wie häufig muss ich mich updaten? Und das habe ich mir die Fans. In meinem täglichen Job setze ich mir immer so eine Stunde Zeit, wo ich jeden Tag dieses Dazulernen mit auf meinen Stundenplan gesetzt habe. Und darüber hinaus mache ich mir mal Das kennt jeder.
Du kannst so viel machen am Tag wie möglich so viel erledigen, wie du willst. Am Ende des Tages hast du manchmal das Gefühl, ich habe gar nichts gemacht. Oder ich habe noch einen Berg vor mir. Das kommt daher, weil du diese Dinge alle unbewusst machst. Und ich habe mir so ein Tagebuch angelegt, wo ich jeden Morgen, bevor ich anfange, zum Beispiel reinschreibe Okay, was muss ich oder Was will ich heute erreichen, nachdem ich sein kann.
Hey, ich habe heute viel geschafft. Das sind meistens immer so 3 to dos, wo ich sage, wenn ich die geschafft habe, habe ich mein Tagesziel erreicht und das plane ich im Vorhinein und sag alles, was ich darüber hinaus schaffe, ist ein Bonus on top. Und am Ende des Tages, wenn ich fertig bin oder abends, gehe ich noch mal durch. Also was habe ich geschafft? Was hat mich behindert und schreib so ein bisschen auch meine Stimmung auf?
Wie habe ich mich jetzt gefühlt, nachdem ich diese drei, vier Dinge erledigt habe? Das Ganze hat einen Sinn und Zweck, dass ich mir bewusst mache, was ich an dem Tag alles geschafft habe und schreibe nur meistens nur ein, zwei Sätze auf, dass ich das nachher wieder revidieren kann. Und das hilft mir abends immer ungemein, dass ich relaxter bin, weil jedes Mal, wenn mir in den Sinn kommt, da schon wieder nichts geschaffen, gehe ich einfach mal in meine Reviews.
Das stimmt gar nicht. Du hast das und das geschafft und bist wieder ein Stückchen vorwärts gekommen. Und sich dessen bewusst zu machen ist enorm hilfreich. Das sind so meine beiden Tools.
Also das ist ja schon so ein motivationale Thema, dass du dich quasi daran erinnern. Absolut. Was hast du eigentlich erreicht? Und das schon quasi so ein bisschen Wie behalte ich mein positives Mindset bei und wie schaue ich mit Zuversicht in die Zukunft? Also Motivation ist für mich auch ein ganz zentrales Thema. Das ist interessant. Ich schreib mir morgens beim Frühstück oder vor dem Frühstück auch so eine Art Tages To-Do-Liste und bei mir kommt es dann häufig vor. Ich schreib fünf Punkte auf oder sieben Punkte auf und ich schaffe dann vier, fünf und dann sind immer noch ein paar Sachen offen und ach, und am Ende des Tages, also wenn ich morgens beim Frühstück fünf Sachen aufgeschrieben habe, stehen aber am Ende des Tages auch elf drauf, weil noch unter dem Tag kommen dann noch Sachen hinzu und man muss immer so ein bisschen Flexibilität auch einplanen, damit man auf Veränderungen reagieren kann, weil sonst bist du wie so ein Güterzug und kannst nur deine Schiene stur abfahren und bist halt überhaupt nicht flexibel.
Und da muss ich auf jeden Fall noch lernen, da die richtige Balance zu finden. Was ich auch mache, ist ich versuche mir möglichst viele Routinen anzueignen für wiederkehrende Dinge, die meinen Kopf entlasten. Das sind so ganz kleine Sachen, die deinen Kopf entlasten. Zum Beispiel hatte ich früher so einen ganz normalen Wecker und den Wecker habe ich quasi auf eine Uhrzeit gestellt und habe den am Wochenende ausgeschaltet und Sonntag abends wieder eingeschaltet und so weiter. Heute benutze ich ein Handy Wecker und das Handy kann von selber erkennen, ob Wochenende ist oder nicht.
Ich stell einmal den Wecker ein. Ich möchte morgens um sieben Uhr aufstehen und nur am Wochentag und das Handy regelt das. Oder verschiedene andere Sachen, die einfach das Leben einfacher machen. Daueraufträge für Standards, Aufgaben. Ich habe mit meiner Freundin einen synchronisierten Kalender, das heißt, ich trage was im Kalender ein und dann ist es bei ihr auf dem Handy. Sie trägt was ein, dann ist es bei mir auf dem Kalender. Alles wurde nicht mehr drüber nachdenken musst, weil es einfach automatisch ist.
Diese Werkzeuge nutze ich total gerne, weil sie auch den Kopf entlasten, um diese wiederkehrenden Aufgaben abzunehmen. Es gibt ja Leute, die sehr bekannt sind und die sehr offen auch dieses Prinzip anwenden. Ich denk jetzt mal so an Mark Zuckerberg oder Steve Jobs. Wir haben das beim Thema Kleidung perfektioniert. Steve Jobs hatte glaube ich 20 mal den gleichen schwarzen Rollkragenpulli und 20 Blue Jeans im Schrank und Mark Zuckerberg hat auch eine Blue Jeans und T-Shirt im Schrank. So und.
Die Interaktion, die das gleiche an, um einfach nicht vor der Frage zu stehen Was sehe ich denn eigentlich morgen am Prinzip ist ja relativ einfach, weil man aufgrund der der digitalen Technologie so einer Informationsflut ausgesetzt ist, so viele Entscheidungen am Tag treffen muss, dass irgendwann einfach die mentale Energie erschöpft ist. Und durch diese Automatismen davon habe ich auch unzählige Tools, die mir einfach Sachen abnehmen, wo ich nachdenken muss. Systeme, Prozesse, die automatisch laufen. Ganz einfaches Beispiel Ich mag und dann nutze ich zum Beispiel Hasel.
Das ist ein Tool, der quasi alles automatisieren kann. Und ich sage, ich muss am Monatsende immer Rechnungen sammeln, Eingänge und die dann quasi der der Buchhaltung übergeben und über Helm. Das ist ein ganz kleines Beispiel, sondern so eine Regel eingestellt. Sobald ich irgendwas in einem Download Ordner speichere, was mit Rechnungen anfängt, nimm mir das Pack das in Monats Ordner, schiebe das auf Dropbox in die Buchhaltung Ordner. Eine kleine Sache, die mich aber vor, bevor ich das eingeführt habe echt geistige Energie gekostet hat.
Nachher downloaden a umbenennen in den Dropbox Ordner suchen da hinschieben nichts großes, aber die Summe all dieser kleinen Dinge, die ich weg automatisieren kann, erspart mir jede Menge geistige Energie am Tag.
Absolut.
Das ist das, was ich mit Dauerauftrag meine Sachen einfach komplett weg automatisieren, wo ich weiß, dass sie immer anfallen und ich möchte meinen Kopf nicht damit belasten.
Richtig, da gibt es noch zig weitere Beispiele. Sofern Haushalt gibt es so Apps wie Split Voice oder Tree Accounts. Also ein Haushalt ist es so zwei Leute haben die App und jeder schmeißt seine Haushaltsposten rein, wenn man nicht verheiratet ist oder unterschiedliche Konten hat. Am Ende rechnet er quasi die ganzen Ausgaben gegen und sagt der schuldet dem Sohn so viel Ruhe. Und das richtig coole ist, wenn du so eine Gruppenreise machst mit 20 Leuten und jeder kennt das Problem, dann geht der eine mal, kauft eine Runde Getränke an der Bar und der andere bezahlt das Hotel und der dritte das Essen und so und irgendwie macht man das dann so und wenn du dann Splitt weißt, benutzt oder Tricks und oder gibt es ganz viele Apps in diesem Bereich, dann möchte ich jetzt nichts spezielles rausnehmen.
Dann kippt jeder einfach ein, was er quasi ausgegeben hat. Und die App rechnet automatisch aus, wer wem was schuldet und minimiert dabei die Transaktion. Also am Ende kommt einfach raus. Ich gebe 10 Leute, ich gebe einer Person 100 Euro. So und diese Transaktionen werden quasi in dieser kompletten 10er Gruppe so minimiert, dass so sehr nur ein oder zwei Leuten Geld geben muss. Dann gleicht sich das hinterher alles aus. Und das sind so Sachen. Wenn du das einmal benutzt hast, dann weißte ich mache keine.
Normalerweise schreiben die Leute das alles auf, dann gibt es hinterher eine Abrechnung und so was. Das machst du nicht mehr, wenn du diese App Wecker ist ein Beispiel. Was ich zum Beispiel habe, ist mir ich laufe irgendwo lang und sonst sieht man Oh, das muss ich noch einkaufen oder so was. Direkt ins Nordrhein erwandert, synchronisiert mit meinem Rechner, mit meinem Handy.
Ich liebe es überall im Büro privat genau so, dass ich nichts vergessen kann. Sozusagen auch To do Listen gehen da rein, wenn mir irgendwie einfällt Oh, das musst du noch tun. Direkt ins synchronisiert und ich kann es einfach nicht mehr vergessen. Dann habe ich das aus dem Kopf raus und bin dann quasi frei und möchte mich damit dann auch nicht mehr beschäftigen.
Da habe ich letztens was entdeckt und zwar es gibt ja die Seite. Ist also für mich jetzt neu, diese smarten Banking Apps, also von Start ups, die quasi eine Banklizenz haben. Bunk zum Beispiel, B und Q. Was die machen super smart also ist gerade für für Freiberufler und Selbstständige. Du kannst auch Regeln hinterlegen. Und sobald zum Beispiel ein Geldeingang ist größer als eine bestimmte Summe, dann nimmt er automatisch, legte die Mehrwertsteuer zurück und du kannst definieren, sagen Pass auf, ich zahle 30 40 prozent Einkommenssteuer und leg dann auch von dieser Summe entsprechende Prozentzahl die Summe zurück auf den unter Konto normalerweise selbständiger musst du zahlst du dann am Ende des Jahres, Masiar du dir das dann automatisch zum richtigen Prozentsatz zurück für dich Mann.
Klar kannst du natürlich alles selber machen, aber ich fand das mega.
Das sind so Vereinfachungen. Ja, das ist so simpel, aber das können jetzt mit der Digitalisierung alles durch. Ein Tipp wollte ich noch geben zum Thema Routinen Habits Es gibt ein super cooles Buch zu dem Thema. Ich persönlich finde es sehr gut, das heißt Atomic Habits von James Clear. Und da geht es genau darum, wie kann ich mir Angewohnheiten, also schlechte Angewohnheiten in dem Sinne abgewöhnen und wie kann ich mir gute Angewohnheiten angewöhnen? Und er hat ein Framework entwickelt.
Super interessantes Buch. Man nimmt so viel raus, was man direkt umsetzen kann, also viel Action Items, wo man einfach sagt Oh ja, so geht das also. Ein Beispiel Er möchte Gitarre lernen und dann sagt er Ja, das ist ganz einfach. Ich stell die Gitarre mitten in mein Wohnzimmer und ich. Die Fernbedienung lege ich oben im ersten Stock meines Hauses in eine Schublade. Das heißt, ich komme nach Hause und ich würde jetzt gerne Fernsehen gucken.
Aber da steht die Gitarre im Wohnzimmer und ich weiß, wenn ich Fernsehen gucken will, muss ich erst mal in den ersten Stock gehen, um die Fernbedienung zu holen, um den Fernseher anzumachen. Es sind diese zehn. Diese 15 Sekunden Mehraufwand, die mich dazu bringen, okay, dann, dass ich Gitarre spielen lerne, das kennt ja jeder von sich selber auch, dass man so a hin und hergerissen ist. Und dann ist es dieses bisschen mehr Aufwand, was einen dann sozusagen in der Spur hält.
Ich persönlich, ich habe so einen Browser Plug in, das heißt Blog Seite. Damit sperre ich alle Nachrichten Webseiten, wenn ich arbeite oder ganz ganz viele anderen Webseiten, die mich irgendwie ablenken könnten, YouTube und so. Und dieses Buch möchte ich einfach hier mal ich krieg kein Geld dafür oder so, das ist keine gesponserte Werbung. Für mich persönlich war das ein sehr cooles Buch Atomic Tablets von James Clair. Ich würde noch mal gerne auf das Mindset eingehen. Das ist ja für jeden Menschen natürlich wichtig, ein positives Mindset zu behalten.
Aber auch ich glaube für Unternehmer noch mal speziell, weil man schon diese Niederschläge ist schon manchmal eine Herausforderung, dass man, dass man Probleme als Herausforderungen sieht und den trotzdem positiv gegenüber steht, weil ja häufig, wenn ein Problem auftritt, kommt es nicht alleine, sondern geballt. Und da hattest du, als wir mal gesprochen haben, vor einigen Tagen das Konzept der Stoiker ins Leben gerufen, mehr ins Leben gerufen oder Besprochene besprochen. Genau das ist ja schon und kommt ja aus der Antike.
Im Prinzip. Und der Kernsatz Maurice Marcus Aurelius war zum Beispiel Stoiker. Der hat sehr gute Bücher geschrieben. Kann ich nur jedem empfehlen, mal wieder diese Anekdoten oder diese kleinen Geschichten zu lesen, in der der Kernsatz der Stoiker ist, dass man sich nicht über Dinge aufregt und argumentiert und diskutiert, die man nicht ändern kann, dass man quasi diese Dinge annimmt. Als kleines Beispiel wenn ich im Auto sitze, meist Stau, bringt überhaupt nichts, sich darüber aufzuregen, weil man nichts dran ändern kann.
Und dass man lieber seine Energie darauf konzentriert auf Dinge, die sich ändern lassen und allein schon dieser eine Satz oder dieses eine Prinzip der Stoiker anzunehmen. Mir gefällt vieles davon und ich versuche einige Dinge mit quasi gerade in das Unternehmerische mit hinein zu nehmen. Und man lernt im Prinzip. Ich meine, es gibt ja auch diesen diesen Satz wie ein Stoiker, Narayen oder stoisch. Das kennt man ja im Deutschen. Und das bedeutet, dass man mit einer Grund Gelassenheit und Ruhe an gewisse Dinge rangeht und sich nicht aufregt.
Ist mega mega interessantes Prinzip. Und wie gesagt, Marcus Aurelius Sokrates waren waren Stoiker und es gibt sehr viel gute Literatur zu.
Also im Grunde kenne deinen Einflussbereich, ärgere dich nicht über Dinge außerhalb deines Einflussbereichs und beeinflusse nur oder geh nur Dinge an, die du selber auch beeinflussen kannst. Das Wetter oder so was wäre so eine Sache, wo man natürlich nichts machen kann, statt sich darüber aufzuregen, dass es jetzt wieder regnet. Auch gibt es Fehler, aber da kannst du nichts machen.
Ich brauche da manchmal ein paar Sekunden oder auch länger, wenn Probleme auftreten, oft so geballt, dass man mal einen Schritt zurückgeht und sagt Okay, was kann ich denn jetzt lernen? Also ich komme in eine Situation, wo ich sage Okay, das ist jetzt ein echtes Problem. Also ich glaub jetzt nicht unbedingt ans Schicksal, aber okay, wie kann ich das denn jetzt zum Guten wenden? Das kostet schon viel Energie, wenn man mal diesen Schritt zurückgeht und dann darüber nachdenkt.
Aber es gibt meistens, also wie das, wie das Leben so spielt. Jedes negative oder fast jedes negative Ereignis hat auch welche positiven Konsequenzen. Es kommt halt sehr oft auf die eigene Sichtweise an, dass man da gestärkt daraus hervorgeht. Es gibt viele Leute, die durch große persönliche Krisen gegangen sind und die hinterher sagen Ja, aber diese Krise hat mich, hat mich Demut gelehrt, hat mich Dankbarkeit gelehrt, Bescheidenheit gelehrt und das war gut, weil vorher war ich abgehoben oder habe einfach nicht auf meine Umwelt geachtet.
Und das ist ja schon sehr wertvoll, diese Lektion.
Ja, definitiv.
Also was mir persönlich noch mal hilft, ein positives Mindset zu behalten, ist regelmäßig Sport treiben. Ich habe festgestellt, dass ich dachte, früher immer, wenn man sich verausgabt körperlich, dann ist diese Energie weg. Also man hat so ein Energielevel. Sagen wir mal morgens stehst auf das 100 prozent und dann kannst du dir quasi aussuchen, wie du diese Energie verteilt. Und wenn du Sport machst, dann verteilst du halt Energie auf diesen Sport.
Ich habe aber festgestellt, dass du, wenn man Sport macht und sich bewegt, dass man dann nicht mit 100 prozent Energie aufwacht, sondern mit 150 prozent. Also bei mir ist es wirklich so. Beim Sport baue ich Spannungen ab, entspanne auch und kriege mehr Energie zurück, als dass ich da rein stecke. Und deshalb ist Sport und Bewegung. Ich glaube, das geht den meisten Menschen so. Aber bei mir speziell ist es auf jeden Fall so eine Energiequelle.
Und sie tut mir auch gut. Und ich merk das richtig, wenn man den ganzen Tag komplexe Sachverhalte analysiert hat, technische Systeme betreut und entwickelt und abends sagte jemand im Studio so zehnmal die Stange hoch und runter kriechen oder so Geist. Geistig ist das dann nicht mehr so anstrengend. Was mir auch viel Spaß. Bereitet ist regelmäßige Weiterbildung, also sowohl Sport als auch neue Dinge lernen oder vorhandene Dinge vertiefen. Ob das jetzt mit Youtube-Videos ist, ob das Bücher sind, ob das persönliche Weiterbildung ist oder fachliche Weiterbildung, das befeuert mich irgendwie.
Was bringt mich auf neue Ideen?
Und ich? Ja, da springt mein Kopf auf jeden Fall an und ich beziehe da sehr viel Energie raus. Mehr Ein positives Mindset hat für mich auf jeden Fall auch mit Sport zu tun. Auf jeden Fall auch mit Weiterbildung. Mehr lernen, mehr verstehen, mehr Erkenntnis. Auch wenn mehr Erkenntnis manchmal bedeutet, dass man eigentlich merkt, dass man doch weniger über ein Thema weiß, als man eigentlich glaubte. Aber auch das ist ja teilweise eine heilsame Sache, dieses Reflexions Tagebuch wie du, das habe ich auch mal ausprobiert.
Ich muss allerdings zugeben, das ist noch kein Habit, den ich täglich mache. Also da habe ich auch noch Luft nach oben. Aber ja, ich habe es auch mal über viele Monate an jedem Werktag abends geführt. Was lief heute gut und was kann ich noch verbessern? Und sehr, sehr oft ist Thema. Was kann ich verbessern? Geht es darum, dass ich mich oft ablenken lasse oder eben nicht diesen Kurs halten kann? Und das ist auch manchmal gut, wenn man da flexibel ist.
Aber ich bin eher jemand, der schon eher stoisch ist und dann seinen Plan gerne abfährt, statt dass er da viel springt.
Ja, vielen Dank Masiar.
Ja, danke dir auch. Hat es Spaß gemacht? Hast du noch weitere Ideen zum Thema positives Mindset? Irgendwelche Belohnungen, die du dir mal gönnen?
Jahr? Sag mal so, ich hatte ja angesprochen, dass ich so mindestens 3 to dos aufschreibe, die ich heute geleistet haben muss, damit ich sagen kann der Tag war produktiv und sie dann strich da drunter. Und alles was mir dann noch einfällt an Sachen, die ich tun muss, kommen da drunter. Aber das sind Dinge, die ich dann mache, sobald die drei erledigt sind. Ich habe mir so ein Ding gesetzt, dass wenn ich diese 3 geschafft habe, ich mich irgendwie belohne.
Sei es jetzt mit dem Spaziergang mit dem Latte Macchiato, irgendwas Kleines, was man sich schnell leisten kann, aber einfach so vom Kopf her. Okay, das ist jetzt meine Belohnung für diese drei Tasks, oder ich kaufe mir keine Ahnung mehr App oder sowas oder bestellen mir so einen Stift bei Amazon weiß ich nicht. Ebenso so Kleinigkeiten, die für mich als Belohnung wahrgenommen werden. Einfach damit ich auch die Motivation habe, diese drei Dinge zu schaffen.
Ich weiß gar nicht, was ich mir als Belohnung gönne. Vielleicht müsste ich mir einfach Das Wertvollste, was man hat, ist natürlich Zeit. Zeit für sich, Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Lesen. Das muss ich mir wirklich selber ankreiden, dass ich in der letzten Zeit sehr wenig, also am Rechner gelesen habe, schon, aber das ist ja was anderes, oder? Finde ich jedenfalls, wenn man sich ein Buch nimmt und darin liest oder wenn man am Rechner irgendwas liest.
Am Rechner ist es irgendwie immer so ein bisschen schnelllebiger und man hat nicht diese tiefe Verarbeitungs Ebene, wie zum Beispiel wenn man sich ein Buch nimmt und wirklich hinsetzt auf die Couch und das eben liest und dann reflektiert, auch mal das Buch vielleicht zur Seite legt und darüber nachdenkt. Alles klar Masiar ich bedanke mich bei dir.
Okay, Maurice, ich danke dir.
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