Skillbyte Podcast #37: Digitale Transformation aus Sicht des Marketingexperten Jürgen Kroder

Skillbyte Podcast #37: Digitale Transformation aus Sicht des Marketingexperten Jürgen Kroder

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In diesem Podcast geht es um das Thema: Digitale Transformation aus Sicht des Marketingexperten Jürgen Kroder

// Inhalt //
00:56 - Intro Jürgen Kroder
04:18 - Digitalisierung ist kein Projekt, sondern ein Weg
07:16 - Change: Lass den Computer deine unliebsame Arbeit übernehmen!
09:12 - Leben heißt Lernen; Gewöhnt euch daran.
12:29 - Marketing gehört zu jedem (digital) Produkt (Kriterien Price, Product, Place, Promition)
14:26 - KMUs haben viel Potential bei Alltagsworkflows digitaler zu machen
16:31 - Wichtig: Mit kleinen Schritten anfangen
17:46 - Make Digitalisierung sexy
19:36 - Step by Step Digitalisierung am Beispiel der Detuschen Bahn App
21:16 - Beispiele der Digitalisierung in KMUs
29:51 - Kenne deine Zielgruppe
31:02 - Hürden bei der Umsetzung
33:36 - 10 years to overnight success
35:23 - Positiv-Beispiele für Digitalisierung
38:55 - Marketing-Tipps für Unternehmen
41:37 - Bestandskundenbindung ist essentiell (Beispiel Amazon Prime)

Blog von Jürgen Kroder: https://juergenkroder.com/journalismus/

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Skillbyte Technologie Podcast · Podcast #37: Digitale Transformation aus Sicht des Marketingexperten Jürgen Kroder

AUTOMATISCH ERZEUGTES TRANSKRIPT

Ich sag immer mächtige Vitalisierung, sexy.

Herzlich willkommen zum Skillbyte Podcast Episode Nr. 37 Digitale Transformation aus Sicht des Marketingexperten Jürgen Koda Wenn ihr euch für spannende Themen aus dem Technologie Umfeld interessiert, IT Entscheider seid oder IT Fachkraft seid, abonniert gerne unseren Podcast. Wenn ihr Fragen habt, sendet uns eine E-Mail an Podcasts skillbyte Wir freuen uns immer über Bewertungen und natürlich über Abos des Podcasts auf eurer Lieblings Plattform. Ebenso dürft ihr den Podcast natürlich an Freunde und Kollegen weiterempfehlen. Heut haben wir einen ganz besonderen Gast hier.

Hallo Jürgen, hallo Maurice, sehr schön, dass ich dabei sein darf. Vielen Dank!

Gerne, gerne und Masiar ist auch dabei.

Masiar Hallo zusammen. Hallo! Hallo Jürgen.

Wunderbar. Jürgen, vielleicht stellst du dich kurz unseren Zuhörern vor und sagst, wer du bist und was du machst.

Ja, das mache ich gerne. Also mein Name ist Jürgen Jürgen Broder, wie du es ja schon angedeutet hast. Und ich bin Freelancer und habe so ungefähr zweieinhalb Standbeine. Das heißt mein allererstes Standbein. Da bin ich als Autor tätig und schreibe für namhafte Unternehmen und auch Publikationen über die Themen Digitalisierung, Marketing und Start up Business. Mein zweites Standbein, da bin ich ebenso Freelancer und da bin ich als Marketing Strategy Experte oder Marketingstrategie Berater tätig. Wobei ich sagen muss Den Begriff Berater mag ich persönlich nicht so, weil bei Beratern denkt man an Anzug tragenden Personen, die durch die Weltstädten für teure Tagessätze unternehmen, irgendwas versuchen zu erklären oder zu verkaufen.

Das bin ich nicht, sondern ich trage ganz normale Klamotten, arbeite hauptsächlich für Startups und kleine Mittelständler und berate die nicht nur, sondern ich führe in der Regel dann auch die Marketing Tätigkeiten Marketingmaßnahmen, die wir erarbeiten, dann eben auch durch. Ja, und mein letztes halbe Standbein, das sich gerade entwickelt und deswegen reden wir auch heute miteinander ist. Ich bin jetzt auch in der Digitalisierung Beratung drin. Auch da muss ich sagen, ich würde mich jetzt nicht digital Berater nennen, weil ich da natürlich auch nicht mit den großen namhaften Unternehmen konkurrieren kann und auch nicht will, sondern meine Mission, die ich jetzt gerade eben so hab und auch oft durchführe, ist, dass ich eben Startups wie auch kleinen Mittelständlern über das Marketing helfe, zu digitalisieren oder eine digitale Transformation im Unternehmen einzuleiten oder umzusetzen.

Also Autor und Digital Berater, nennen wir es mal so und Marketing Berater genau Digital und Marketing Berater. Ja, hast du schon mal Großunternehmen beraten und bist dann zu den Startups und den kleinen Unternehmen, also den KMU, klein und mittelständischen Unternehmen hingegangen? Oder hat sich das einfach so ergeben, dass du immer wusstest im kleinen Unternehmen kannst du mehr bewirken und fühlt es sich daher mehr angezogen?

Ja, das hat sich so ergeben, weil ich bin jetzt schon seit über 20 Jahren so Vollzeit im Business, also seit meinem Studium tätig, war in den ersten Jahren bei kleinen Unternehmen tätig, fest angestellt, bin dann nach ein paar Jahren dann für 10 Jahre zu einem großen deutschen Telekommunikationsunternehmen mit einer Magenta Farbe gegangen.

Was kann das sein?

Na keine Ahnung. Genau da war ich dann 10 Jahre tätig. Ich kann auch überhaupt nichts schlechtes über die Firma sagen, hatte da tolle Projekte, tolle Kollegen, alles super.

Habe dann aber eben gemerkt, da war ich dann eben. Wie gesagt, davor war ich auch schon ein paar Jahre dann fest angestellt. Irgendwie gemerkt. So boah, ich möchte noch was neues in meinem Leben machen und ich habe ehrlich gesagt kein Bock mehr auf Großunternehmen oder Konzern.

Da haben wir dann doch nur ein kleines Rädchen in der riesigen Maschinerie ist und ich persönlich so das Gefühl hatte, ich bewege überhaupt gar nichts oder wenn ich was bewege, dann ist es nicht innerhalb von wenigen Tagen, sondern so gefühlt innerhalb von Jahren ging mal irgendwas voran. Dann habe ich mich eben selbstständig gemacht. Das war 2012. Und bin dann relativ schnell in diese KMU und Start up Ecke reingekommen über Kontakte und habe dann auch sofort gemerkt Genau das ist mein Ding.

Ich bin ein Praktiker, nicht nur ein Theoretiker. Deswegen mag ich auch den Begriff Berater nicht so und habe dann eben mit verschiedenen Startups zusammengearbeitet oder Mittelständlern und tut das auch heute noch, weil da weiß ich einfach, wenn ich was sage, wenn wir was besprechen, dann wird das schnell umgesetzt. Und was er zum Business dazugehört, das kennen wir alle. Experimentieren. Das ist unglaublich wichtig. Und du kannst halt keine Experimente machen, die zwei, drei Jahre andauern.

Das ist dann kein Experiment mehr. Das ist Quatsch. Ich wollte nur kurz erzählen, dass ich auch zwischendurch mal für Großunternehmen wieder als Berater tätig war und da dann auch wieder gemerkt habe, dass doch meine richtigen Wurzeln, wo ich mich wohlfühle, bei den kleinen Unternehmen liegen.

Ja, da sagst du was ganz Entscheidendes. Eine Digitalisierung ist ja schon ein Prozess, den die meisten Unternehmen hoffentlich begonnen haben und der sehr schnell eben vorwärts getrieben werden kann. Oder diese Rückkopplung. Zyklen sind sehr schnell und du machst etwas und siehst halt relativ schnell den Effekt. Das heißt, wenn im Konzern diese großen, langen Projekte hast, hast du halt nicht dieses unmittelbare Feedback, was vielleicht bei kleinen Unternehmen hast, du probierst was aus. Es funktioniert okay, weil es funktioniert.

Und es geht weiter. Eine gerade Marketingbereich, glaube ich, kann man sich da ganz gut vortasten. Und dieser Wirkungskreis von Ursache und Wirkung, der dreht sich sehr schnell. Und das hast du bei Großunternehmen natürlich nicht so..

Ja, das stimmt. Zum anderen muss ja auch sagen Die Digitalisierung ist ja kein Projekt. Ein klassisches Projekt hatten Anfang und Ende und dazwischen wird das umgesetzt. Und die Digitalisierung ist eine fortwährend. Der reise das erwies und agiler Prozess, dass ja auch kein Projekt, sondern entwickelt iterativ etwas weiter, entdeckt immer wieder mal Neuland und versucht dann daraus auszusteigen und das zu erobern. Das Neuland ist auf einer ständigen Reise und das ist ja schon eine der großen Probleme, denke ich, dass viele Unternehmen denken Na ja, Digitalisierung ist so ein Projekt.

Damit beschäftigen wir uns jetzt mal ein halbes Jahr oder Jahr oder vielleicht zwei Jahre. Dafür gibt es ein Budget X. Und dann, wenn das Budget aufgebraucht ist oder die Zeit abgelaufen ist, dann sind wir digitalisiert. Und das ist natürlich Quatsch.

Das ist halt die Denkweise muss sich ändern. Ich glaube, die aktuelle Pandemie hilft da doch ein Stück, dass man sieht, dass viele Verfahren jetzt wirklich. Es klemmt, weil der Ordner im Büro steht und man die Daten einfach nicht hat oder die Prozesse nicht digital sind und man da nicht dran kommt. Das Verständnis wird sehr schnell in Richtung Digitalisierung gehen. Aber jetzt fragen sich die Unternehmen natürlich Was mache ich denn jetzt konkret? Wie kriege ich dein Griff dran an das Thema?

So ist es. Zumal auch viele Menschen in Deutschland verstehen gar nicht, was Digitalisierung ist. Oder dieser Begriff wird falsch verwendet oder er ist einfach zu groß. Das wissen wir alle. Es gibt nicht die Digitalisierung. Digitalisierung hat Tausende von Ausprägungen und Facetten. Es fängt an beim Internetanschluss. Das heißt, so manch ein Politiker rühmt sich dafür, dass er die Digitalisierung einläutet, weil er jetzt den Internetanschluss in irgendein Dorf gebracht hat. Das ist ja die grundlegendste Basisarbeit.

Das wäre so, als wenn man die Industrie reformiert hätte, weil man Stromanschluss in der Halle gelegt hat.

Genau das sind die große elektrische Revolution. So ist das genau. Und dann Digitalisierung ist sehr viel mehr. Und das Problem ist ja auch, dass eben die Flughöhe, die wir so haben als Experten, IT-Berater und so weiter. Die ist eine ganz andere wie jetzt die Menschen und die normalen Unternehmen da draußen, also viele Redner im Raum der Digitalisierung, ja, über IoT, Predictive Maintenance, KI und Flugtaxis. Und einig sind schon viele geistig. Bei der Industrie oder Industrie 4.0 oder Digitalisierung 2.0 kann man schon fast sagen Das geht ja alles ganz, ganz schnell.

Aber Deutschland, da muss man leider Angela Merkel zitieren, ist halt wirklich noch komplett im Neuland. Das ist so meine Erkenntnis. Das heißt, Digitalisierung ist noch auf einem sehr, sehr, sehr niedrigen Level. Und da gab es halt jetzt durch die Coruna Krise, die ja immer noch da ist, ein ziemlichen Tiefschlag. In die Weichteile auf jeden Fall. Ich glaube, das ist ein Aufwachen mit Schrecken jetzt gewesen. Also was mich ganz besonders, das ist ja jetzt meine persönliche Erfahrung auch immer da.

So ein bisschen demotiviert es. Ich finde es toll, Prozesse zu digitalisieren oder eben alte, ich sag mal unnütze Aufgaben, die heute von Menschen gemacht werden, die in dem Computer übertragen kann, weil der Computer kann das 24 Stunden am Tag kann das schneller kann als fehlerfreier und man gewinnt halt diese Zeit für sinnvolle Aufgaben, die neu sind. Und man muss sich halt immer weiterentwickeln. Also man hat kein Patent darauf. Ich habe jetzt X, Y und Z gelernt und macht das bis ans Ende meines Lebens, sondern im Grunde lerne ich okay Aufgaben zu verstehen und die einem Computer beizubringen.

Und wenn der Computer das kann, dann muss ich mir wieder was neues anschauen. Und in Deutschland hat man Angst davor. Also oh mein Gott, der Computer nimmt mir was weg statt er gibt mir diese Zeit. So wie ein Fahrrad einen Fußgänger schneller machen kann, macht ein Computer dein Gehirn schneller oder deine kognitive Leistungsfähigkeit schneller, weil er einfach viel, viel effizienter funktioniert mit gewissen Einschränkungen.

Genau das ist ja auch der Sinn der Digitalisierung und der digitalen Transformation. Was viele Menschen Unternehmer leider auch nicht verstehen, die denken, Digitalisierung wäre so ein Selbstzweck. Das muss man halt jetzt machen, weil es so angesagt ist. Ist es so ein Trend, der vielleicht auch wieder vorbeigeht oder so und es wird halt gefordert, deswegen müssen wir das jetzt machen. Aber viele sind überhaupt nicht die Vorteile und eigentlich die Gründe hinter der Digitalisierung, weil die Digitalisierung, wenn sie richtig gemacht wird, ist ein Effizienzgewinne Du kannst schneller produzieren oder entwickeln, du was kosten und so weiter kannst automatisieren, kannst die Menschen 24 7 ansprechen und so weiter und so fort oder sogar komplett neue Geschäftsmodelle entwickeln, um fit für die Gegenwart und erst recht fit für die Zukunft zu sein.

Und das verstehen leider viele nicht. Und da muss man jetzt sagen, hier in Deutschland im Neuland leben halt immer noch in ihrem Deckmantel der letzten Jahrzehnte. Schaffen Sie jetzt vielleicht auch noch teilweise durch die Coruna Zeit so ein bisschen durchzukommen. Aber das ist schon ein sehr, sehr dünnes Eis, auf dem sie sich bewegen oder sogar schon vielleicht eingebrochen sind, aber trotzdem noch nicht die Digitalisierung wirklich ernst nehmen.

Man macht die Digitalisierung ein bisschen aus Angst etwas zu verpassen und nicht aus Freude auf die Gestaltungsmöglichkeiten. Also ich weiß nicht, wann ich zuletzt eine Fahrkarte so richtig am Automaten gekauft, das mit aussuchen am Automaten Hartgeld reinstecken, dann fällt aus dem Drucker so ein Zettel und den Zettel musst du noch mal abdrucken. Also einen Stempel in der Bahn. Wenn man dann vorschlägt, ja, okay, man könnte die Fahrkarten billiger machen, man könnte ja alle Automaten abbauen. Das würde ja immensen Wartungsaufwand sparen, allein mit dem Kleingeld und so.

Und dann schreien alle Ja, aber dann kann jemand ohne Smartphone keine Fahrkarte mehr kaufen. Man sagt Ja, das ist dann so genau.

Wir leben im Jahre 2020, jemand ohne Strom. Heute kann auch sein Licht nicht anklopfen. Also so stelle ich mir die Diskussion irgendwie in den 20er Jahren vor. Aber das ist halt so, wenn ich mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Ja, das stimmt. Und man muss ja auch dazu sagen. Ja, auch die Menschen, der normale Bürger da draußen ist schon ziemlich digital agiert. Wir haben alle Smartphones, sind alle bei Ticktack, wir machen Videos, Streaming, Musik, Streaming, nutzen die Bahn, App und so weiter und so fort. Das heißt, die Digitalisierung ist komplett in unserem Alltag drin, ohne dass es uns vielleicht oft gar nicht bewusst ist, dass wir eben gar keine Fahrkarten mehr ausdrucken, sondern alles über eine App machen.

Aber in den Unternehmen wird halt immer noch so agiert wie vor 30 Jahren.

Also ich habe heute so ein Post gesehen von einem Bekannten, das ist ja jetzt von Google, Jimdo und Jonas eins und eins zur Initiative gibt für den deutschen Einzelhandel. Die bauen quasi Webseiten und E-Commerce und Onlineshops für den deutschen Einzelhandel kann man sich denken.

Hallo, in den 1990ern kam das Internet in der breiten Masse auf mit wir denken noch an Boris Becker Helm bin ich schon drin. Und dann kamen die ersten Online-Shops und 2000 die große Internet Bubble, die dann geplatzt ist. Aber trotzdem ging es weiter mit Social Media. E-Commerce hat sich beschleunigt. Das heißt, das ist alles 30 Jahre her. Wir leben im Jahre 2020 und jetzt? Heute muss man dann auch noch durch Corona, also durch eine Pandemie ausgelöst, den Leuten und den Unternehmern erklären Hey, macht mal was mit dem Internet.

Das ist völlig abstrus. Da kann man eigentlich nur den Kopf gegen die Tischkante schlagen, finde ich jetzt.

Aber du hast gesagt, du arbeitest auch mit Startups zusammen. Da gehe ich mal davon aus, die haben das verstanden. Die überspringen diese ganzen Altlasten und nutzen wahrscheinlich fast ausschließlich digitale Services, oder?

Ja und nein. Es wird immer so getan, als wenn jedes Startup total innovativ, agil, schnell und sonstwas wäre.

Das ist so dieses dieses Flair von Startups. Die sind anders als die Old Economy, weil sie sind ja die New Economy, die jungen Wilden. Das stimmt ja, weil halt bei vielen Startups eine junge Generation am Drücker ist. Die sind eben schon mit Smartphones und Co. aufgewachsen, so die Generation Z oder wie und je nachdem, wie man die auch dann einordnen möchte. Es ist auch nicht jeder Start up Gründer 20, was auch immer so eine Fehlannahme, sondern viele Gründer sind dann so 30 40 schon eben oder haben schon mehrere Unternehmen gegründet und sind jetzt wieder in der weiteren Neugründung drin.

Und ich kenne es leider auch von Kunden, dass die auch wenn die digitale Produkte herstellen oder online Services anbieten, dass sie dann intern noch ziemlich analog agieren, dass aber einer was auf den Notizzettel schreibt oder Notizen zum Kollegen rüber tut, ohne dass irgendwelche Dateien herumgeschickt werden und so weiter und so fort. Und genau deswegen, das ist wie gesagt mein zweites Standbein, bin ich dann da und versucht dann, solche Unternehmen über das Marketing oder meine Marketingaktivitäten insgesamt zu digitalisieren und mehr Effizienz reinzubringen.

Wie machst du das? Kannst du da Beispiele geben? Also du entdeckst ein Unternehmen, was ich formuliere es mal positiv im Potenzial nach oben hat bei der Kollaboration mit Online Services und du stellst das fest, wie gehst du dann vor, um da das Unternehmen nach vorne zu bringen?

Also ich gehe nicht über die digitale Schiene rein, sondern es geht dann wirklich für meine Marketing Schiene, die ich dann bei den Unternehmen und schaue mir die Unternehmen auch genau an, weil auch das ist so ein bisschen so eine Fehlannahme, was denn eigentlich Marketing ist. Das sind wir schon wieder bei einem anderen Thema von mir. Viele Menschen interpretieren, was Marketing ist, die denken Na ja, wir haben jetzt die letzten drei Jahre im stillen Kämmerlein eine Software entwickelt.

Jetzt muss nur noch so ein Marketing Mensch daherkommen, mal kurz Marketing machen und dann fliegt die Kuh irgendwie. Das ist auch leider eine Fehlannahme, weil viele Menschen denken, Marketing wäre gleich Werbung.

Ja, Werbung ist ein Aspekt des Marketings, aber nur ganz, ganz ganz ganz kleiner Aspekt, sondern Marketing ist manch einer der Schule oder an der Uni gelernt. Besteht ja aus dem Marketing Mix mit seinen IVB Price Product Placement Promotion. Und da gehört ja auch schon das Produkt dazu. Die Produktentwicklung, die Product Definition, die Preis Definition, der Vertrieb und so weiter und so fort.

All das Marketing Aspekte und dazu gehört aber auch wie ist denn das Unternehmen aufgestellt? Wie agiert es intern und nach außen? Somit ist es dann so, wenn ich in Unternehmen reinkomme und die eigentlich ich mich nur die Erwartung haben, jetzt Werbung zu machen. Das muss ich aber sagen, das ist mir zu wenig. Es widerstrebt mir auch und das verstehen dann auch meine Kunden relativ schnell. Das Marketing nicht nur eben Werbung ist und das es eben auch viele Marketing Disziplinen gibt, die einen langen Vorlauf brauchen um irgendwie groß bekannt zu werden oder bis sie ziehen.

Content Marketing wird sicher so ein Podcast oder Blogs oder ähnliches in ihrem Unternehmen drin bin, möchte ich natürlich auch alle Abläufe verstehen, weil ja auch zum Beispiel der Vertrieb mit zum Marketing gehört. Und auch der Support gehört ja auch zum Marketing dazu oder ist relevant für Marketing und Produkt besser zu machen oder den Kunden zu stellen. Und wenn ich mir dann dieses Unternehmen anschaue und drin bin mit Zusammenarbeit, merke ich ja dann, wie digital die agieren oder eben auch nicht.

Und dann ist es so Meine Mission hatte ich immer nur mit Absprache. Ich mache nicht einfach, irgendwie so was zu sagen. Lass uns so manche Dinge jetzt auch mal digitalisieren, effizienter machen. Und das sind oft so Kleinigkeiten wie Hey, lass uns nicht 480 Versionen eines Dokuments auf einem Server ablegen und per Mail Ping Pong hin und herschicken und am Schluss auch gar nicht mehr weiß, welche Version jetzt gerade aktuell ist und wer was geschrieben hat.

Neu neue zwei neu, neu, wirklich neu.

Und nein, lass uns einfach mit Google Docs arbeiten, dann arbeiten wir alle parallel an einem Dokument. Oder lass uns halt nicht ständig E-Mails schicken oder anrufen. Lass uns einfach mal kurz Slack aufsetzen und dann tauschen wir uns über den 2. Kanal um und lass uns mal die Projekte oder die ganzen Texte mal mit Trello schnell. Bevor man da wieder mit irgendeiner Zettelwirtschaft oder abstrusen Ex Listen anfangen. Und das ist ja auch schon Digitalisierung, eben den Workflow digitaler effizienter zu machen.

Also da muss ich jetzt auch mal was zu sagen und zwar so Jürgen, da sprichst mir komplett aus der Seele. Auch das bekomme ich mit, wenn ich sage mal bei größeren Unternehmen unterwegs bin. Man spricht von Digitalisierung, da werden die ganz großen Player mit ins Boot geholt, die da sofort strategisch einsteigen und Gott weiß für Umstrukturierungen usw. sofort planen, wo einfach nicht nur die Unternehmensleitung, sondern auch die Abteilung komplett überfordert sind. Einfach mal wie du sagt er klein anzufangen, mal mit ihm Online Collaboration Tool wie Google Docs oder mit Trello, wie du so schön sagst, mal anzufangen, um so ein Gespür dafür zu bekommen, wie viel Zeit sie sparen, was das für eine Effizienz in bestimmte Prozesse reinbringt.

Von da aus, also vom low level, dann hoch und immer weiter Prozesse identifizieren und digitalisieren, dass die Leute auch schmecken, was das heißt zu digitalisieren und nicht erst mal auf Papier und Powerpoint abstrakte Dinge sehen, wo überhaupt kein Fund dahinter ist.

Ich glaube, Microsoft Teams hat jetzt schon ordentlich gezeigt, was möglich ist, dass die Leute halt dann sehr bequem von überall und keiner muss mehr anreisen, sondern jetzt zur Pandemie Zeit sitzen die meisten eh zu Hause. Da kann man auch einfach eine Besprechung machen und dann ist es egal, wenn der Kollege aus Hamburg sich mit dem in München zusammenschließt oder dem aus seinem Nachbarort, weil es fühlt sich eh gleich an. Genau auch was jetzt bei der Digitalisierung somit ein Problem ist.

Was ich immer wieder sehe ist, dass viele Unternehmen sich erst mal davor scheuen, das Thema anzugehen, weil es ja auch nicht so die Ahnung haben, was aber erst mal nicht schlimm ist und man sich da gerade auch ältere, gestandene Unternehmen sind oder Unternehmensführer sind. Dann merken sie irgendwas. Sie müssen was tun. Und dann ist so eine typische Reaktion Komm, wir holen uns mal so eine ganz teure Consulting Gesellschaft rein und dann kommen halt die typischen Berater rein, die machen tolle Powerpoint macht ein, das wird Bingo werfen mit Fachbegriffen um sich.

Weder der Geschäftsführer noch die Mitarbeiter verstehen um was es geht. Aber es klingt alles ganz toll und ist auch ganz teuer. Und dann wird die super duper hyper mega geile SAP Lösung eingekauft, die Millionen kostet, aber am Ende keiner versteht und vielleicht auch gar nix bringt, weil sie völlig übertrieben viel zu groß ist. Also man hat dann 15 Schritte übersprungen.

Also die 15 Schritte, die das Unternehmen die letzten 20 Jahre vielleicht machen sollen, werden jetzt versucht innerhalb von wenigen Monaten umzusetzen und das wird dann gegen die Wand. Dann sind wir alle ernüchtert, weil der Digitalpakt gescheitert ist oder nicht das gebracht hat, was man gedacht hat. Und dann ist die Digitalisierung irgendwie verbrannt.

Ja, das ist so, als wenn du sagst Oh, ich müsste mal wieder Sport machen, dann melde ich mich mal direkt zum Marathon an! So, und dann bist du erstaunt hinterher, dass das ganz weh tut und du es vielleicht nicht schaffst, sondern erst mal sagen Okay, laufe ich meine Kilometer alle zwei Tage oder so und dann steigere ich mich so rein.

Genau dieses Verständnis für Digitalisierung. Ich sag immer mächtige Vitalisierung. Sexy.

Wie machst du das? Wie geht das?

Indem du den Leuten zeigst, was sie davon haben und das eben mit kleinen Schritten. Du machst. Ich bin nicht gleich den Marathon, sondern du redest erstmal darüber. Was ist ein Digital? Irgendwas kann man denn besser machen? Muss sind eigentlich eure Pain Points? Im Grunde ist ja nicht Digitalisierung, sondern Change-Prozess ist wieder das große Ding dahinter, wieder eine Unternehmensstrategie oder eine Marketingstrategie und ist oft auch ein Problem, dass Leute was einfach machen. Wovon ich natürlich grundsätzlich erst mal auch so ein Fan bin, dass es auch so ist.

Start up Ding einfach mal machen, machen statt labern. Alles gut. Aber auch wenn man was macht, muss immer ein Plan dahinter sein. Man muss sich Ziele setzen, muss auch wissen, woher man kommt, wohin man will. Man muss zum Beispiel seine Zielgruppe kennen und die Zielgruppe in der Digitalisierung sind eigentlich erst mal die eigenen Mitarbeiter. Natürlich irgendwann auch die Endkunden. Klar, logisch. Aber die Leute, die im Unternehmenssitz und der mit den neuen Tools und den neuen Prozessen umgehen müssen, das ist die allererste Zielgruppe, die angesprochen werden muss.

Und die muss verstehen, warum das geil ist oder besser ist, jetzt mit Trello zu arbeiten anstatt keine Ahnung mit Excel Listen oder so. Oder warum jetzt so eine E-Commerce Plattform oder ein Onlineshop für das Unternehmen viel viel besser ist als 20 Vertriebler loszuschicken, die dann Broschüren verteilen oder so und dadurch sind auch immer Widerstände da. Klar, weil halt alte Sachen aufgebrochen werden, Leute Angst haben, dass sie es nicht verstehen, dass ihr Arbeitsplatz gefährdet ist und so weiter und so fort.

Und das muss man erst mal sexy machen oder das Thema sexy machen, damit es auch von den Leuten verstanden wird, was es ihnen bringt.

Auch viel Expertenwissen der alten Welt oder des bisherigen Prozesses geht halt verloren und man muss sich neues Expertenwissen aneignen. Und das ist halt ein mühsamer Prozess.

Ja, absolut. Und auch da merkt man es ja eben man muss versuchen, diese private Welt mit der Business Welt zusammenbringen. Wir alle leben ja schon digital. Wir haben alle ein Smartphone und machen da die verrücktesten Dinge mit. Das hat uns aber niemand gesagt. Du musst jetzt ein Smartphone benutzen und die Bahn App benutzen und eigentlich ist die total kompliziert, oder? Keine Ahnung, sondern wir haben sie irgendwann benutzt.

Wir haben das von Leuten gehört, haben uns die mal zum Beispiel angeschaut und gemerkt wurde Sehr cool, dass du mein Smartphone PC, wann der nächste Zug kommt oder wann er verspätet ist und dass ich da jetzt Tickets kaufen kann. Auch das ist ja ein Prozess gewesen. Die Bahn App zum Beispiel hat er nicht von heute auf morgen all die Funktionen gehabt, die sie heute hat, sondern es wurde ja sukzessive eingeführt.

Perfektes Beispiel die ersten Tickets, die ich gekauft habe übers Internet von der Bahn. Da kriegst du dann fünf Seiten, die musst du in die. Ausdrucken, dann bringst du die mit in der Bahn, sagt der Kontrolleur Oh, da haben sie ja was ganz Modernes gemacht, dann muss der selber noch mal überlegen, knipst dann das Ticket ab oder so. Das war so Ende der 90er. Dann irgendwann hast du nur noch den Zettel ausgedruckt mit einem QR-Code und der Kontrolleur hat es erfasst.

Okay, heute kannst du einfach auf dem Display von deinem Handy. Du musst keinen Zettel mehr ausdrucken. Zeigst du einfach den QR-Code? Der Kontrolleur scannt ihn ab und sagt Okay, du hast ein Ticket und seid jetzt ein, zwei Jahren ist es so, wenn du eine Sitzplatzreservierung hast und setzt sich an den Platz und Text in der App ein. Ich sitze jetzt auf dem Platz und habe das Ticket. Dann kommt der Kontrolleur gar nicht mehr zu dir, weil er weiß, du hast bezahlt und letztlich schlafen oder lässt dich einfach in Ruhe und du hast komplett diesen Arbeitsprozess nicht mehr.

Das ich jetzt kontrolliert werden müsste oder so was. Und das ist natürlich, das sieht man diese einzelnen Schritte des öffentlichen Verkehrs sozusagen, wie er da digitalisiert wurde.

Genauso ist es, wenn man es iterativ angeht, wie man es aus der Entwicklung kennt. Und so ist Digitalisierung auch angegangen werden, auch wenn Unternehmen total unter Druck steht, weil jetzt halt die Digitalisierung die letzten 20 30 Jahre verpennt wurde oder vielleicht auch nicht richtig angegangen wurde, dann macht aber trotzdem nicht gleich einen riesen Hyper Megaprojekte draus. Das bringt keinem irgendwas.

Hast du vielleicht Beispiele? Jetzt haben wir gesagt, wo die Probleme liegen und dass die Unternehmen was tun müssen. Aber hast du Beispiele für häufige Anwendungsfälle in den Unternehmen, also aus dem Bereich Online-Marketing oder sonst was? Eben schon Google Docs zum Beispiel genannt, wenn es um gemeinsame Dokumenten Bearbeitung geht, wo du aus erster Hand oder mit eigenen Augen gesehen hast boah, das bringt die Unternehmen nach vorne und das war so ein kleiner Change und das war so ein kleines Umdenken.

Google Docs sieht ja aus wie Word zum Beispiel oder die Google Tabellen. Sieht ja aus wie Excel und das heißt, da muss man ja kaum umlernen. Und jetzt hat jeder eine Farbe und wir können alle gemeinsam ein Dokument bearbeiten und haben das einfach alle offen.

Solche Beispiele der Absolute, das ist ja auch eigentlich Marketing, ist jetzt heutzutage Digital Marketing, wie es so schön heißt. Oder Online-Marketing. Darum geht es ja eben digital zu arbeiten. Und auch da bin ich ein Freund davon, das schrittweise zu machen. Zum Beispiel ein Beispiel wäre Content Marketing. Content Marketing umfasst ja auch viele Dinge, eben ihren Podcast oder Blogs auf Social Media was zu machen, Whitepaper und so weiter. Nehmen wir mal das Thema Blogs zum Beispiel.

Wer einen Blog betreiben will, muss natürlich erst mal eine Strategie haben. Nehmen wir mal an, der hat eine Strategie. Er weiß, warum er bloggt, wie er bloggt und Ziele damit verfolgt. Dann muss der Blog ja aufgesetzt werden. Das heißt, er braucht dafür ein CMS. In der Regel ist das WordPress. Manch einer nutzt sein TYPO3, weil seine Webseite mit TYPO3 aufgesetzt hat. Alles in Ordnung, kann man machen. Also muss sich die Person als ich jetzt als Berater oder als Unterstützer, aber natürlich auch möglichst noch ein paar Personen aus Unternehmen mit WordPress zum Beispiel auseinandersetzen.

Wie funktioniert das? Dann schreibst du die ersten Texte, musst du Bilder anlegen, das was online denkst. Oh ja, ich habe ja was im Internet geschrieben.

Wenn du dann WordPress benutzt, muss natürlich auch gucken, was machst du da eigentlich? Wie kommt das an? Also brauchst du es Tracking Tools wie Google Analytics oder piefig oder so? Dann muss sich der Verantwortliche mit den Zahlen auseinandersetzen, mit der Analyse eben. Dann guckt er sich Payback oder Google Analytics genauer an, verfolgt die Zahlen. Ist natürlich auch erst mal das gigantische Tools, aber auch das Schritt bei Schritt, wo es jetzt immer mehr rein merkt Ah, mein Blog hat Erfolg.

Die und die Artikel gehen da versuchen noch was zu optimieren.

Ach, für mein WordPress bräuchte ich ja vielleicht noch das und das Plugin und das schöner zu machen, besser zu machen, meine Workflows optimieren. Das heißt, er kommt immer mehr in diese digitale Welt rein. Dann zwischendrin cool. Von meinem Smartphone aus kann ich auch in Google Analytics reinschauen oder kann Texte bei WordPress raus pushen und hey, ich will, dass mein Blog ist erfolgreich wird. Ach komm, ich schalte jetzt mal Anzeigen bei Google ADS bei Facebook oder tausche mich jetzt noch mit meinen Kollegen über Trello aus, weil ich jetzt auch externe Autoren noch einspannen für meinen Blog und schon ist er schon voll in die Digitalisierung dran, weil das auch cool findet, dass sein Blog vorangeht und das immer sexier wird und bei seinen Kunden dann eben ankommt beim Endkunden.

Und wenn er das macht, wird natürlich auch das Content weiter verbreitet wird, oder? Dann denke ich bräuchte eigentlich mal Newsletter für meine Firma. Also setzt er sich mit Newsletter Tools auseinander.

Die haben ja wahrscheinlich schon Newsletter, das ist ja das Verrückte. Aber die bezahlen den Dienstleister, der halt diese Postwurfsendungen ausruft. Also ich möchte Möbelhäuser hier als negatives Beispiel aufführen. Also ich weiß nicht wie es bei deinem Wohnort ist hier in Köln. Die Möbelhäuser fluten deinen Briefkasten. Das ist unfassbar, aber es scheint wohl immer noch reinzukommen, sonst würden sie es nicht machen. Das ist das Problem. Genau. Aber ich meinte natürlich einen digitalen Newsletter und E-Mail Newsletter, die ja auch jetzt im Jahre 2020 überhaupt nicht ausgestorben sind.

Man denkt auch, es gibt ja so viele Kanäle, auf denen die Menschen sich informieren können und kommunizieren. Aber trotzdem ziehen Newsletter noch immer weiter ihre Daseinsberechtigung haben für gewisse Dinge, nicht für alles.

Die E-Mail wird halt gelesen, dass das eine der nicht optionalen Medien. Jeder hat eine E-Mail-Adresse und jeder guckt der am Tag einmal rein.

So ist es. Und die muss natürlich auch richtig gemacht werden. Auch da muss dann wieder getrackt werden, optimiert werden und so weiter und so fort wird viel gemacht und irgendwann merkt dann die Firma oder der entsprechende Mensch dann Das muss ich jetzt noch weiter automatisieren. Und ich habe da mal was gelesen, das ich auch viele Marketing Sachen, die zwar online und digital sind, noch weiter automatisieren oder verbessern kann und dann fangen die Unternehmen sich an mit Leuten auseinanderzusetzen. Sport oder Salesforce und merken dann Hey, cool, dass er noch so sehr mitreden will, bislang haben wir unsere ganzen Kundendaten in irgendein Excel Liste reingeschrieben oder so.

Und wenn wir auf einmal hier so ein Team haben, dann kann da ja auch der Vertrieb drauf zugreifen und unser Support kann er auch drauf zugreifen. Und ich sehe jetzt auch, was der Supporter jetzt mit einem Kunden von uns bespricht. Und da merke ich euch muss er mein Produkt ich optimieren. Also dann kann man bitte diesen Marketing Mix, diese Klaviatur, verschiedene Maßnahmen die ineinandergreifen. Und das kommt dann, weil auf einmal man eine gemeinsame Kundenbasis oder Datenbasis hat und dann ist man so richtig in diesem Prozess drin, weil dann eben was ich Marketing, Vertrieb und Support mit einem Tool arbeitet, mit einer Datenbasis arbeiten und sich digitalisiert haben.

Und so kann sich das dann über die weiteren Abteilungen eines Unternehmens ausbreiten.

Oder wenn der Vertriebler dann eben dem Kunden zeigt Guck mal, wir haben noch zwei Stück auf Lager und das ist jetzt aktuell der Lagerbestand und der Kunde kauft eins, dann weiß sofort in der Zentrale jemand Oh, es wurde eins verkauft. Ja, dann muss das jetzt vorbereitet und geliefert werden. Und so in ganz vielen Branchen habe ich noch über verwandte Bekannte Kontakt mit. Da werden Liefer Listen geschrieben und rumgereicht und die werden zweimal abgeschrieben an unterschiedlichen Stellen. Da passieren natürlich Fehler.

Also da fehlt ein Karton oder es steht 19 Kartons auf der Liste und es sind 20 Kartons auf der Palette. Solche Geschichten, genau auch der ICOMOS gehört dazu, dass man einen eigenen Online-Shop hat oder Onlineshops und E-Commerce ist eben an Ebay, Amazon sonst was anbindet, das dann eben auch so ein Workflow hat aus Warenwirtschaftssystem oder EAP, dass er mit dem E-Commerce System zusammenarbeitet. Dann hängt auch noch CRM natürlich dran, dass man von einer Datenbasis redet. Für Webseiten Daten hat man dann noch einen Pin mit dranhängen und so kann es einfach ein Flow.

Da können die Daten fließen. Man sagt auch Digitalisierung, da sind die Daten, das Öl der Digitalisierung. Und das ist ja auch so, die Daten müssen fließen, natürlich im positiven Sinne. Klar, damit dann die ganze Maschinerie einfach rund läuft. Wir müssen uns auch einfach mal eingestehen, dass viele analogen Prozesse der letzten Jahre, den wir zum Beispiel den Vertrieb, einfach völlig ineffizient sind. Es mag ja sein, dass jahrzehntelang es sich bewährt hat, dass ein Unternehmen 20 Vertriebler hat, die durch ganz Deutschland fahren und überall Broschüren verteilen und Aufträge entgegennehmen.

Aber sind wir mal ehrlich Selbst große Unternehmen verkaufen nicht ständig um Baumaschinen für 10 Millionen, sondern die meisten Kunden bestellen dann halt auch mal was ich rumschrauben im Wert von 1000 Euro oder so und um diesen Schrauben Kauf entgegenzunehmen, muss sich ein Vertriebler durch Deutschland fahren und das kann halt dann der Kunde einfach im Onlineshop von der Firma bestellen und da ist ja eh alles digitalisiert. Es ist einfach die Datenbank drin, der kriegt auch automatisiert gleich seine Rechnung zugestellt und so weiter und so fort.

Was dann eben Fehler vermeidet und natürlich der ganze effizienter wird und natürlich auch günstiger wird.

Ja, und das hat die Möglichkeit auch Folge Geschäft direkt bei dir zu halten. Also wenn du zum Beispiel siehst, der Kunde bestellt dieselben Schrauben alle 18 Monate immer bei dir und irgendwann hat es mal nach 18 Monaten nicht bestellt, dann kannst du ihm eine Mail schreiben und sagen Hör mal, normalerweise sie immer diese Schrauben. Hast du die vergessen? Fehlt dir was? Und dann sagt der Kunde Ah, stimmt, brauche ich ja. Oder vielleicht hat er auch gewechselt, aber man hat dann das ein bisschen proaktiv gestaltet.

Natürlich auch noch eine Möglichkeit, den Kunden so ein bisschen anschubsen und zu sagen Hör mal, hier möchtest du das Produkt nicht wieder kaufen?

Ja, genau. Die Produkte empfehlen dir halt mal das Wissen, was früher die Tante Emma wusste aus dem Tante-Emma-Laden. Die kannte jeden Kunden und wusste was der kauft. Das Bild heute eben Systeme und das kennt man ja von Amazon das er passende Produkte empfohlen werden. Und natürlich was man auch nicht unterschätzen darf ich's halt. Wenn wir jetzt beim Thema Vertrieb bleiben, wenn ein Vertriebler seine Baumaschine für 10 Millionen verkaufen will, muss er dann, wenn er das 100 Leuten anpreist, 100 mal wahrscheinlich das gleiche erzählen?

Erst mal um die Baumaschine vorzustellen.

Das kann es heute auch digital abbilden, in dem du tolle Videos machst, dir sofort der Kunde oder Interessent online jederzeit abrufen kann, dann hast du noch irgendwie Whitepaper dazu oder Broschüren, die runterladen kann. Oder wenn du die Baumaschine gekauft hat, dann hat er gleich die kompletten Expressions Zeichnungen, die er dann runterladen kann oder im Online-Shop hat er dann die Explosion auch gleich drin und kann dann sofort die passende Schraube nach bestellen, wenn da eine Schraube kaputt ist oder ein anderes Ersatzteil.

Das heißt auch da, das kann man total beschleunigen.

Also wir sprechen ja schon über voll integrierte Prozesse. Also da bestellt der Außendienstmitarbeiter verkauft ein Stück. Im Lager wird sofort die Palette fertig gemacht, aber es gibt da noch ganz viele Stufen vorher. Also ich finde überhaupt mal, wenn man einen Einzelhändler ist oder so seine Produkte bei Ebay einzustellen, auch wenn die neu sind und dass man lernt wie gestalte ich ein ansprechendes Angebot. Das will ja auch gelernt sein, wenn er einfach Narayen schreibst. Hier schrauben die und die Größe.

Also das geht vielleicht beim iPhone, weil jeder weiß wie das Ding ist, aber ansonsten muss man glaube ich schon sich ein bisschen mehr Mühe geben und das Produkt in Szene setzen. Ist erklären, die richtigen Käuferschichten ansprechen, vielleicht das Produkt mehrfach einstellen mit unterschiedlichen Zielgruppen, die man gedanklich ansprechen möchte. Ja, das wäre so ein Zwischenschritt meiner Ansicht nach. Wie stehst du dazu?

Ja, absolut. Man muss auch mal wissen, wer ist denn seine Zielgruppe? Das ist so eine Basisarbeit, wo ich immer wieder merke bei Klein, aber auch genauso bei großen Unternehmen, dass sie gar nicht so genau wissen, wer ist Ihre Zielgruppe und was für Ziele verfolgen Sie eigentlich mit Ihrem Marketing? Sondern es wird halt mal Marketing irgendwie so gemacht. Viele. Marketing heißt, total viele verrückte Ideen zu haben, maximal viel zu machen, auch irgendwie und hinauszuposaunen wie so ein Marktschreier.

Marketing heißt ja nicht, mit der Gießkanne sinnlos Geld zu verteilen oder Maßnahmen zu machen, sondern ganz zielgerichtet auf seine Kunden und Zielgruppen zuzugehen. Seine Personas, die man dann auch definiert hat und für die das Optimale anzubieten. Und das ist dann halt nicht in der Breite geschossen, sondern ganz zielgerichtet. Und da muss man natürlich auch verstehen, wie die Zielgruppe tickt. Weil das jetzt gerade eben mit Ebay und Schrauben und so. Man muss auch wissen, wie redet denn die Zielgruppe und zack, die Tasche, Schraubenzieher oder Schraubendreher.

Das ist ein Unterschied. Wir sagen Schraubenzieher, ob das Ding als echt Schraubendreher und die einen Ampel, die andere sagen Lichtzeichen Anlage dazu. Das mag jetzt banal klingen, aber wenn jemand eine neue Ampel kaufen will, dann sucht er vielleicht nicht nach Ampel, sondern sucht nach Lichtzeichen Anlage, die er kaufen will für seine Stadt oder Kommune und findet dich einfach nicht. Also du existierst für ihn nicht, wenn du dein Produkt nicht entsprechend bezeichnest. Wenn du diese Vorschläge machst bei den Unternehmen stößt du dann auf Hürden.

Wir haben schon angesprochen Was sind denn die größten Hürden, dass die Geschäftsführung sagt Wir wollen das nicht. Oder dass die Mitarbeiter sagen wir wollen das nicht oder dann bei der Umsetzung auf Probleme stoßen oder das technologisch da noch Sachen fehlen. Was würdest du sagen, ist aus deiner Erfahrung nach die größte Hürde, wenn man die geknackt hat, dass es danach sehr viel einfacher wird.

Man darf nicht versuchen Berater zu sein oder Verkäufer zu sein und den Leuten zu viel gleich verkaufen zu wollen. Wobei ich jetzt nicht als verkaufen empfinde, sondern es ist eine beratende Tätigkeit, ein Coaching. Man tut ein Unternehmen, was gut ist, aber man darf ja auch nicht gleich überfordern, weil sie eben jetzt die letzten Jahre, die Digitalisierung verpennt haben, nicht richtig angegangen sind oder wie auch immer.

Keine Ahnung. Man darf nicht gleich sagen Ja, ich habe hier den großen neuen Masterplan für euch die typischen Beratungsunternehmen irgendwie machen, sondern man geht erst mal auf das ein, was der Kunde von einem will und zeigt mit der Option auf, was man denn noch alles tun könnte oder sollte. Oder natürlich gleich die komplette Box zu öffnen. Du darfst niemanden überfordern, okay.

Und wenn du diese Überforderung vermeiden willst, wie gehst du vor? Machst du so einen Plan mit mehreren Stufen? Also ganz klassisch, dass man die größten Potenziale zuerst identifiziert, die erst mal abarbeitet. Also so die Quick Wins, sag ich mal, dass die Leute ein Erfolgserlebnis haben oder vielleicht erst mal die kleinen Themen angeht, die man schnell gewinnen kann und sich dann zu den größeren Themen verhandelt.

Ja, es hört sich kurios an. Meine Tätigkeit ist oft auch einfach, die Personen, meine Ansprechpartner auszubremsen. Hört sich komisch an, aber wenn die sich dem Thema Marketing beschäftigen oder oft schon auch Marketing gemacht haben und dann eben so wie ich es dir gerade beschrieben habe, hier mal ganz viel gemacht. Aber nichts wirklich richtig oder wenig richtig. Die denken zum Beispiel Jedes Unternehmen, jeder Mensch muss bei Facebook, Instagram, Twitter, Xing und sonst was sein. Haben die da überall mein Kanal eröffnet?

Haben da mal überall immer das gleiche raus gepostet, rausposaunt. Aber es funktioniert halt einfach nicht, weil halt so Social Media nicht funktioniert, dass man maximal viele Kanäle aufmacht und dann irgendwas daraus postet, sondern man braucht für jeden einzelnen Kanal eine Strategie und natürlich auch den passenden Content. Wenn ich jetzt ein Unternehmen bin, das gar keine richtigen Bilder hat, macht es Instagram oder Pinterest gar keinen Sinn. Dann brauche ich auch keinen Account eröffnen, weil halt ein schlechter Account für das Unternehmen ist, als gar kein Account zu haben.

Deswegen macht das richtig. Deswegen nenne ich mich auch Marketing Strategieberater. Lasst uns eine Strategie dahinter machen. Was können wir jetzt machen? Was müssen wir vielleicht in Zukunft machen? Was muss man auch jetzt einfach mal angehen und wird aber dann erst in ein paar Monaten oder Jahren vielleicht seine Früchte tragen, wie zum Beispiel so ein Blog oder so ein Podcast, weil wenn man zweitletzten Podcast macht, da geht ja auch nicht gleich durch die Decke und du hast 10000 Hörer und jeden Tag rufen 10 Leute an und wollen was von dir kaufen.

So funktioniert ein Podcast oder Content Marketing nicht.

Nein, du etabliert dich halt mehr als ein Experte im Bereich. Also so einen Podcast oder dieses Content Marketing. Das ist wie ein ich sag mal wie ein Garten. Man pflanzt den Rasen und man kultiviert den und die Pflanzen und irgendwann wächst das dann, aber dann wächst es auch sehr schnell. Also das explodiert irgendwann. Das ist das Paradoxon der digitalen Produkte oder des Content Marketing. Das, obwohl man sich im Digitalen bewegt und alles sofort. Da es online ist, wächst das sehr langsam, aber dann hat man im Idealfall diese Logistik Kurve oder ein sehr steiles Wachstum.

Irgendwann gibt es auch ein cooles Buch zu dasheißt Ten Years to overnight success. Also das sind auch die Unternehmen, die heute in den Medien sind, die sehr erfolgreiche digitale Produkte haben. Die existieren oft schon jahrelang und haben viel Erfahrung mit Dingen, wie es nicht funktioniert. Und irgendwann explodiert das dann. Aber das ist nicht so, dass sich drei Leute mit dem Laptop zusammengesetzt haben, ein Wochenende eine Software programmiert und am Montag 10000 Benutzer haben.

Genau das hat auch mal gesagt der Fußballspieler. Er hat elf Jahre, sieben Monate und 23 Tage gebraucht, um über Nacht bekannt zu werden. Und es ist so, wie es ja vorhin schon meinte Marketing schießt manchmal so kurz aus der Hüfte. Das ist ja genauso. Das ist ein guter Vergleich, den glaube jeder auch kennt und versteht. Warum gehst du in ein Restaurant zum Essen? Es ist nur das Essen, weil es gut schmeckt oder weil es irgendwas Exotisches anbieten.

Nein, es ist auch das Drumherum. Das lokal gestaltet ist das Ambiente, wie ist die Bedienung und so weiter und so fort. Und passt das auch alles zusammen? Also werde ich Ihnen chinesisches Restaurant möchte ich keine Pizza und keinen Burger essen zum Beispiel.

Das würde mich skeptisch. Haben wir das auf der Karte angeboten würde?

Ja genau, das ist ja oft auch so, dass wir zum Italiener gehen oder zum Inder gehst und der Bitte von türkisch bist griechisch bis asiatisch alles an und hat eine Liste mit 300 Speisen. Auch nee, da kann es bestimmt nicht richtig, dass auch damit das Marmeladen Paradoxon, dass man zu viel Auswahl auch hat.

Hast du ein Beispiel aus deinem Berufsalltag für besonders gelungene Projekte? Also muss ich nicht die Kunden verraten, aber einfach, dass man diese als Inspiration mitnehmen kann.

Gute Frage, da muss ich jetzt nachdenken.

Oder ein Projekt, auf das du besonders stolz bist oder sehr schnell ein Effekt erzielt hast oder wo auch vielleicht sehr langsam ein Effekt erzielt wurde, der dann aber besonders nachhaltig war.

Ja, es gab mal einen Kunden von mir, ein Startup, das gibt's leider nicht mehr. Das hat auch wirklich von Null an begonnen. Das hat eine Party App erfunden mit dem coolen Konzept dahinter. Und das war wirklich ein komplett neues Feld für uns alle. Und da war ich auch von Anfang an mit dabei. Warum ich auch sehr dankbar war, dass ich eben nicht zu spät reingezogen wurde. Und da haben wir dann alle. Wir waren Techno und hatten von der Partyszene keine Ahnung, haben aber eine Party zusammen entwickelt und auch groß gemacht.

Und das war dann schön. Wie das dann wirklich strategischer von uns beackert wurde und dann vorangebracht wurde. Und die App kam dann auch sehr gut an. Aber das Unternehmen ist, halte ich es auch für Startups. Da ist er dann doch pleite gegangen.

Neun von zehn schaffen es nicht. Das ist so ist das halt einfach auch. Das ist so ein Ding, was viele nicht sehen, die sehen, da ist ein Tesla, Facebook und Google und Co. wie die durch die Decke gehen oder jetzt dann eben erfolgreich sind.

Aber wie du schon sagtest, es sind ja auch schon teilweise 20 Jahre am Markt und haben auch in den 20 Jahren schon ein paar Mal ums Überleben kämpfen müssen und ihre Strategie auch geändert und tun das bis heute. Also ich glaube bei Großunternehmen, da ist gerade in der heutigen Welt, da ist nichts gesetzt. Da bist du im Jahr 2019 eine erfolgreiche Airline und im Jahr 2020 stehen deine Flugzeuge drei Viertel der Zeit am Boden.

Ich habe auch im Digitalbereich muss man sagen plus weil digital. Und eben ist das sicher nicht vor Niederlagen. Ich denke da zum Beispiel an Tumbler, AOL, Yahoo, Nokia, wie sie alle heißen, MySpace im MySpace usw. Das waren mal alles Giganten da draußen. Die sind heute entweder schon pleite, zigfach verkauft worden oder sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Auch wenn man schon digital ist, muss man ständig jeden Tag aufs Neue kämpfen.

Oder du hast eine gute Geschwindigkeit, bist auf der Autobahn unterwegs, also wie zum Beispiel das bei Slack der Fall ist und dann ja auch beschleunigt durch die Corona Pandemie und die ganzen Unternehmenskunden von Microsoft schießt einfach Microsoft Teams links an die vorbei mit einfachem Wachstum, weil einfach die ganzen Firmen schon bei Microsoft einkaufen und das Tool nehmen sie dann auch noch mit, oder? Das ist irgendwie im Paket mit drin. Das sind so nach der Vantage des Weltkonzerns muss man einfach sagen, der dann da voll ausgespielt wird.

Hast du denn, wenn ich jetzt Entscheider bin, in einem mittelständischen Unternehmen oder da verantwortlich bin und human? Ihr habt ja alle recht. Vier, zwei, vier, drei. Ich will was machen. Gibt es so ein Fünf-Punkte-Plan Dokument oder so eine Bestandsaufnahme? Anamnese Dokument? Vielleicht was du auf deinem Blog verlinken kannst? Und das würde ich dann auch in der Podcast Episode verlinken. So eine Art Checkliste, wo man sagt Okay, pass auf, prüfe diese Sachen mal bei dir im Unternehmen durch und dann hast du gute Ansatzpunkte, dass die Leute wirklich was Handfestes haben, an dem sie sich festhalten können oder an dem sie sich orientieren können.

Ja. Nein. Also ich habe keine Checkliste, aber mein Blog, den findet man unter Jürgen Roter Punkt.

Kommen verlinke ich in den Journals und da gibt es einen Blog und auch mein Podcast und viele andere Content Sachen, weil eben das Content Marketing auch so mein Steckenpferd ist. Ich betreibe meinen Blog zum Beispiel jetzt auch nicht aus SEO Gründen oder voll auf SEO oder Suchmaschinen optimiert, sondern mein Blog sehe ich oft so auch als Inspirationsquelle für meine Bestandskunden und natürlich dann auch potenzielle Kunden. Und ich schreibe oft über Themen, die ich von meinen Kunden höre oder Aussagen, die ich von Kunden oder von Kontakten höre und versuche, damit die Leute an die eigene Nase fassen zu lassen.

Und mein großes Thema, was ich dann immer wieder auch in meinem Blog aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten ist, macht eine Strategie, macht Marketing und auch alles andere, was im Unternehmen so tut oder als Unternehmer tut. Wenn ihr also selbstständig seid und Mensch macht wird mit einer Strategie schießt nicht einfach immer ständig aus der Hüfte und überlegt euch wessen eure Zielgruppe für wen wollt ihr was wann wie wo machen und was sind eure Ziele dahinter? Und natürlich, der Plan dahinter ist oft auch dann nur wieder Makulatur und Papier.

Aber trotzdem immer noch ständig aus der Hüfte zu schießen, ohne zu wissen, warum man es tut und für wen man es tut und wie man es dann auch vielleicht machen sollte. Macht euch keinen Sinn. Und so ein Thema, über das ich mich jetzt gerade öfter austauscht und was ich auch selbst immer wieder mal auszuprobieren, ist einerseits der Start up Gedanke eben. Das heißt doch trotzdem mal was machen, aber dann natürlich über cloud-native Entwicklungen, dann weiter zu entwickeln und zu experimentieren und immer entlang am Kundenwunsch was weiterzuentwickeln.

Verbunden mit manchen so Crowdsourcing Geschichten, also Growth Hacking, sollte man vielleicht sagen, da geht es ja wirklich darum, PB Potenzial im Online-Marketing zu nutzen.

Genau. Man setzt sich immer wieder die sogenannten North Star Matrix, also die Polarstern Kennzahlen. Das heißt, man sucht sich mal Kennzahlen aus oder Ziele aus, die bitte keine Vanity Matrix sind. Mit das ein weiteres Passwort. Also wenn ihr die Matrix in Kennzahlen die eitel oder nichtig sind. Typische Vanity Matrix in die Page Impressions auf der Website und den Blog. Natürlich ist es schön zu sehen, wenn dein Blog mehr Besucher hat oder werden mehr und Page Impressions darauf entstehen oder auf seiner Facebook-Seite ganz viele Likes kriegst.

Aber wenn jetzt auf seiner Facebook-Seite von deinen 1000 Fans 99 aus Tadschikistan kommen und überhaupt nicht zu einer Zielgruppe gehören und die haben dich jetzt nur geliked, weil keine Ahnung, warum deine Katzenvideos so toll fanden, dann bringt es dir nichts von den tausend Fans. 990 werden niemals deine Kunden werden und so ist es. Soll ich dann bei einem Blog auch wenn er die falschen Leute anzieht oder den falschen Traffic generiert, bringt es ja auch nichts. Das heißt gesucht die richtige Polarstern Metriken, das auch immer für einen gewissen Zeitraum und experimentiere mal daneben.

Das ist auch so, jetzt möchte ich mal meine Konversion, rate mal optimieren, weil du jetzt ein Whitepaper hast und bist, dann wird eine Lizenz für den Vertrieb. Dann versuche jetzt mal nur auf diese Konversion was hin zu optimieren und das zu messen. Mal eine Zeit lang messen ist mal ganz ganz wichtig.

Marketing meint kleine Experimente durchführen, aber die dann auch Kontrollen um rauszufinden okay, hat das jetzt was gebracht oder hat das nichts gebracht und nicht einfach alle möglichen Dinge auszuprobieren, sondern eben diese Strategie oder diese Vision entwickeln, diese Experimente dieser Vision unterordnen und dann eben zu messen? Okay, welches dieser Experimente bringt mich in meiner Vision am nächsten? So, das nehme ich jetzt mit.

Genau das ist auch deine Vision und auch daraus abgeleitet eine Mission. Klar, jedes Unternehmen will Umsatz machen, weil wenn es kein Umsatz gibt, gibt es auch ein Unternehmen nicht mehr.

Aber um diesen Umsatz zu erfüllen, gibt es eine vorgelagerte Ziele oder Sachen, die du erreichen willst und natürlich auch Produkte hast. Amazon Prime ist so ein Beispiel. Finde ich sehr gut von dir, damit Geld machen oder Umsatz generieren. Aber erstmal geht es darum, dieses Prime Paket so genial oder so geil aufzuladen. Mit mehr werden experimentieren die auch sehr viel, so dass natürlich die Kunden dann maximal an Amazon gebunden werden und natürlich dann im zweiten, dritten Schritt natürlich dann bei Amazon Stammkunden werden und ganz viele andere Sachen von Amazon dann eben konsumieren kann, der den Account schon hast und schon eingeloggt bist.

Der eine benutzt das Film Streaming von Amazon. Also ich sage mal der Junge benutzt das Film Streaming, der Papa bestellt halt viel und benutzt das Amazon Prime und noch jemand steht auf diese Radiosendung da und dann kann die Familie das dann verkündigen. Ja, verstehe ich genau.

Kundenbindung ist auch so ein Ding, was niemals unterschätzt werden darf. Viele schielen immer darauf, eben viel Traffic zu kriegen, viel Aufmerksamkeit zu kriegen und dadurch dann Neukunden zu gewinnen und viel Umsatz zu machen. Das braucht man natürlich von Anfang. Ist ja klar, um sein Business anzuschieben. Aber es gibt ja nichts wertvolleres wie Stammkunden. Und um Stammkunden musst du auch kämpfen, gerade in der heutigen Zeit, wo die Konkurrenz ja nur einen Klick entfernt ist. Also bloß weil ich jetzt vielleicht zwei, dreimal bei Amazon eingekauft hab, heißt das nicht, dass ich das in alle Ewigkeit tue.

Ich kann ja genauso bei Zalando, Otto und Co ja auch einkaufen und schon bin ich dann weg. Also muss Amazon jeden Tag aufs Neue um mich neu kämpfen und dann eben das Angebot immer verbessern. Interessant, dass du das sagst. Ich habe letztens ein Buch online bestellt, nicht bei Amazon und habe es dann hier im Buchladen um die Ecke abholen können. Das war eine Kette und bin dann mit meiner Bestellnummer hingegangen, die ich per E-Mail bekommen habe und dann wurden auch Papier Listen aus gekramt.

Und wie ist denn ihr Name und wie ist die Bestellnummer? Und dann wurden fünf Zettel ausgefüllt, bis ich dann das Buch mitnehmen konnte. Ich auch gedacht.

Ja Leute, das lohnt sich wahrscheinlich für euch auch nicht, wenn ich das Buch bei euch bestelle. Da wollt ihr, dass ich es bei Amazon bestelle, weil das hat dann Personalkosten. Schon mal wieder raus, was ihr verdienen könntet mit dem Buch. So ungefähr. Wenn der Prozess hier über fünf Leute gehen muss und zwei Etagen, dann sind wir wieder bei der Effizienz. Darum geht es bei der Digitalisierung.

Ja, vielen, vielen Dank. Jürgen Masiar Ich weiß nicht, ob du noch eine Frage hast oder Fragen.

Ich habe keine Fragen, aber ich fand auch das Beispiel wenn mit Amazon so bezeichnet, weil ich ja so eins zu eins für mich selber nachvollziehen kann. Als ich angefangen haben die Versandkosten sind immer mit drin, so Flatrate.

Bei so einem Wankel lohnt sich das bestellst du so viel und dann kamen die irgendwann mit den Videos um die Ecke. Das ist ja echt Mehrwert, der lohnt sich halt mal. Und dann kamen Zeitungen dazu. Also es ist meisterhaft gemacht und ich könnte mir jetzt echt nicht mehr vorstellen, kein Prime mehr zu haben.

Du bist dann irgendwann so tief drin. Diese Digitalisierung und diese Marketing Maschinerie, das ist dir richtig weh tut das nicht mehr zu machen. Und davon leben ja auch viele digitale Dienste wie bei Facebook. Man kann ja wirklich viel schlechtes über Facebook sagen. Ich kenne ganz wenige Menschen, die wirklich sich dann bei Facebook abmelden. Die werden vielleicht eine zeitlang weniger aktiv als noch am hin und her überlegen sind, das ja alles irgendwie doof finden oder auch mal bei Amazon Boykott mitgemacht haben.

Aber wirklich jetzt sein Konto bei Amazon bei Facebook zu löschen, das macht doch ehrlich gesagt keiner, weil dann doch die Nachteile überwiegen würden.

Ich habe mittlerweile bei Amazon, muss ich ehrlich gestehen, schon so eine Historie und manchmal suche ich in meinen alten Bestellungen, weil ich das dann noch mal haben will oder wissen wollte, wo ich das damals hin bestellt habe oder so. Also ja, sogar die History wäre dann ja weg.

Genau. Und das ist auch so ein Feature. Das klingt jetzt erst mal banal. Man hat das Recht auf History, aber ist ein Kundennutzen, der in manchen Bereichen super wichtig sein kann. Zum Beispiel im B2B. Wenn ich ein Unternehmen bin und jedes halbe Jahr immer das gleiche Ersatzteil brauche für meine Bohrmaschine, die ich für 10 Millionen gekauft habe, dann hat man halt immer wieder beim gleichen. Kundenberater angerufen oder beim gleichen Vertriebsmitarbeiter? Heutzutage geht er halt einfach in seine Kunden Historie rein oder macht sogar auf Bestellung und dann wird jedes halbe Jahr dieses Ersatzteil nachgeliefert.

Oder wir kriegen unsere Tampons und Toilettenpapier automatisch von Amazon zugeschickt. Es sind oft so kleine Features.

Auch dass wir wieder beim Thema Crowdsourcing, die auch zum Marketing gehören und natürlich zur Digitalisierung. Am Ende geht es darum, den Kunden zu erreichen und anzusprechen und glücklich zu machen. Der Kunde ist das, worum sich jedes Unternehmen dreht. Und natürlich, es wird jetzt auch wissen, gebe ich ehrlich zu.

Durch Marketing, Menschen und auch Vertriebsmitarbeiter und auch viele Digital Berater und ein bisschen versaut, weil es viele Passwörter gibt wie Customer City und schlag mich tot. Was ist da für Customer Experience Management? Also gibt es viele tolle Buzzwords raus und dann wird das neue SAP oder Self Working als nicht mehr als CRM oder ERP verkauft, um als Customer Experience Cloud Schlag mich tot Tool. Aber im Grunde haben sie eigentlich recht, weil es geht immer um den Kunden und der Kunde ist immer König.

Ist auch nicht hunderte Jahrtausende alte Weisheit, was leider viele Menschen vergessen, weil oft Unternehmen sich gerne um sich selbst drehen.

Ab einer gewissen Größe ist das so, aber ich glaube, es ist ganz wichtig, den Kundenkontakt nicht zu verlieren.

Ja, absolut. Also immer. Der Kunde steht im Fokus und auch da, wie ich vorhin schon meinte, es gibt ja auch nicht den Kunden, also den Endkunden, sondern eben gerade bei der Digitalisierung ist halt erst mal das eigene Haus, die eigene Firma, die eigenen Mitarbeiter sind die Kunden.

Vielen Dank, Jürgen. Wenn ihr Zuhörer Fragen habt oder Feedback senden wollt, könnt ihr das gerne tun. Per E-Mail an Podcasts Skillbyte Punkte Lasst uns gerne eine Bewertung da und abonniert unseren Podcast, wenn euch gefallen hat und empfiehlt uns an Freunde und Kollegen weiter. Wenn Ihr Interesse an mehr spannenden Themen aus dem Technologiebereich habt, schaut auch gerne auf Skillbyte Slash Blog vorbei. Masiar Jürgen Vielen vielen Dank für das Gespräch und ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

Vielen vielen Dank, dass ich dabei sein durfte.

Danke auch. Tschüss zusammen. Ciao. Ciao.