Skillbyte Podcast #51: Digitale Bildung in Deutschland

Skillbyte Podcast #51: Digitale Bildung in Deutschland

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In diesem Podcast geht es um das Thema: Digitale Bildung in Deutschland

// Inhalt //
01:08 - Into Stefan Macke, Gründer des IT-Berufe Podcast
03:16 - Ausbildungssituation im Bereich Digitale Bildung
04:43 - BMWI Studie aus 2016 zeigt digitalen Kurs auf; Risiken und Chancen
08:09 - Die Digitalkompetenz der aktuellen Azubis
11:17 - Passen die Ausbildungsinhalte zu den Anforderungen der Unternehmen?
15:13 - Digitalkompetenz von Studierenden und Studieninhalte
18:50 - Update des Lehrplahns für IT Ausbildungsberufe
19:32 - Abstrakte Konzepte statt konkreter Produkte
21:33 - Können Verbesserungsvorschläge in den Ausbildungsrahmenplan eingebracht werden?
27:30 - Soziale Prägung, Diversität in der IT und die junge Generation
30:39 - Digitale Bildung für Kinder mittels spezieller Kits
32:25 - IT-Ausbildung und/oder Informatikstudium: Für wen passt was?
37:22 - Deine Tipps für Ausbildung und Beruf: Wie absolviere ich die Ausbildung bzw. das Studium erfolgreich?
39:30 - Kontinuierliches Lernen in der IT: Wie halte ich mich nach dem Berufseinstieg fit?
46:50 - Siehst du positive oder negative Effekte für die IT-Ausbildung durch die Covid19 Pandemie?
51:22 - Apell für mehr Ausbildungsplätze!

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Skillbyte Technologie Podcast · Podcast #51: Digitale Bildung in Deutschland

AUTOMATISCH ERZEUGTES TRANSKRIPT

Ja, auf jeden Fall, also wenn es um die Ausbuhen geht ein Praktikum im IT-Bereich ist natürlich auch viel mehr wert als z.B. weil sie sich eine 1 in Mathe oder sowas. Ja, das hat man auch nicht vergessen. Aber egal ob Ausbildung oder Studium, in der IDF find ich's eigentlich wichtig, dass man den Dingen auf den Grund geht. Versucht zu verstehen, wie es tatsächlich funktioniert und nicht einfach nur Anwender ist. Man will ja zum Schöpfer dessen werden, was der Computer dafür einen machen soll z.B..

Und das geht finde ich auch nur durch Praxis. Da bin ich ganz bei dir. Also machen.

Herzlich willkommen zum Skillbyte Podcast Nr. 51. Das Thema heute lautet Digitale Bildung in Deutschland. Abonniert unseren Podcast für mehr spannend Themen aus dem Technologie Umfeld den er IT Entscheider oder als die Fachkraft seid. Wenn eine höhere Frage habt, sendet uns gerne eine E-Mail an Podcasts Skillbyte. Wir freuen uns immer über Bewertungen und Weiterempfehlung an Freunde und Kollegen, für die diese Themen ebenfalls interessant sein können. Ich bin heute hier mit Stefan Macke Hallo Stefan, moin, du bist der Gründer des ITY Berufe Podcasts.

Vielleicht möchtest du kurz zu dir sagen, was du machst und wie du dazu gekommen bist?

Ja klar. Erst einmal vielen Dank für die Einladung, Maurice. Freut mich, dass wir uns noch heute unterhalten können. Vor allem über das Thema, was mir so wichtig ist, nämlich die Aus und Weiterbildung von IT-Fachkräfte. Und da stand ich direkt mal ein. Also mein Name ist Stefan Macke. Ich komme aus Vechta, das ist ein kleines Örtchen genau Mitte zwischen Bremen und Osnabrück im hohen Norden. Deswegen auch das Moin zur Begrüßung und ich bin da angestellt bei der alte Eulenburg Krankenversicherung.

Bin da seit einigen Jahren jetzt beschäftigt, inzwischen Abteilungsleiter für die andere Entwicklung, bin aber angefangen als Softwareentwickler und Software Architect und bin jetzt außer 2007 dort schon der Ausbildungsleiter für die IT. Wir bilden hauptsächlich Fachinformatiker für andere Entwicklung aus, aber ein System Integrator hab ich auch dabei und ich bin seit 2009 Jac. Prüfer auch für den Beruf Fachinformatiker Amherst Entwicklung in Oldenburg und auch als des neuen Hochschul Dozent an der Peripetie. So eine private Hochschule, wo ich auch Software Engineering, Programmierung, Datenbanken alles rund um die ITY unterrichtet.

Und ich habe selber 2003 meine Ausbildung zum Fachinformatiker Entwicklung gemacht, parallel mit einem dualen Studium der Wirtschaftsinformatik und hab dann auch noch Master im Bereich Software Engineering gemacht und mach jetzt quasi seit ja seit ich fertig bin eigentlich auf der Gegenseite den Pfad des Ausbilders für meine eigenen Azubis. Von daher passt das Thema glaube ich ganz gut. Ich hab's selber gemacht, betreue es jetzt auch seit ein paar Jahren aus der anderen Richtung und darüber spreche ich auch in meinem Podcast der Highs seit letztem Jahr ity berufe Podcast.

Vorher hieß er vier Jahre lang Anwendungsentwicklung Podcast war das mein Fokus, war aber jetzt passend zur Neuordnung der Berufe. Da werden wir vielleicht auch noch gleich drüber reden. Im letzten Jahr habe ich es umbenannt, weil wir haben jetzt eigentlich eine Ausbildung, die sehr breit aufgestellt ist mit sehr großen Überlappungen. Und ich mache viele Sachen, die für alle Attribute und deswegen hab ich gedacht, ich nenne das mal um. Ich habe noch zwei Podcaster rede ich ein bisschen über Legacy Code, weil wir bei uns in einer Versicherung so eine gute alte Legacy Software noch im Keller haben.

Und da erzähle ich ein bisschen was für den einen oder anderen. Spannend, aber für die meisten wahrscheinlich eher nicht. Und sonst? Nebenbei Ich habe noch so einen Ausbilde Arbeitskreis, wo wir uns austauschen, wie wir andere Unternehmen, also vorgehen. Da kann ich auch ein bisschen erzählen wie es läuft und meine eigene kleine Software Konferenz bei uns im Ort seit fünf Jahren mache ich auch. Ich bin da sehr umtriebig sage ich mal und mein Matthäi Berufe Podcast. Ja, da geht es hauptsächlich einfach um die Ausbildung, aber auch Episoden rund ums duale Studium oder Studium an sich.

Grundsätzlich einfach aus dem Einstieg in die IT. Also alles was Azubis oder Studenten Studierende im IT-Bereich bewegt, sag ich mal..

Ja, da bin ich super gespannt. Also ich habe selber Informatik studiert. Ich weiß überhaupt nicht, wie die Ausbildungssituation aktuell ist, ob da viele Bewerber und auch Ausbilder im Bereich tätig sind oder eher wenig. Was ich weiß und was man spürt und was durch die Quitte 1010 Pandemie noch dringlicher wird, ist das Thema digitale Bildung in Deutschland. Ich nehme an, Österreich und der Schweiz ist es nicht viel anders, aber das hat auf jeden Fall hohe Relevanz für eigentlich alle Ausbildungs und Studienfahrt oder auf jeden Fall.

Also zum Thema der Menge. Also seit ich glaube schon 2 Jahren ist der Fachinformatiker als Ober Beruf. Es gibt ja zwei Fachrichtungen. Ich glaube inzwischen schon der 5. beliebteste Ausbildungsberuf in Deutschland. Das heißt, da kommen dann vorher noch sowas wie Friseur und irgendwie Kfz-Mechatroniker. Aber dann ist tatsächlich die IT jetzt aufgerückt. Also leider reden wir von ein paar tausend genauen Sein hab ich nicht im Kopf, aber andere Entwickler müssten es pro Jahr um die 6 7000 alleine sein.

Und dadurch, dass es jetzt dieses Jahr noch 2 neue Fachrichtung gibt, die die Zahl wird sogar noch steigen. Das heißt für Redner durchaus von über 10000 jungen Menschen, die das jedes Jahr machen. Wahnsinn. Und der Kfz-Mechatroniker? Der wird in ein paar Jahren ja auch eine IT Ausbildung brauchen, weil das wahrscheinlich sich immer weiter in Richtung Software verschieben wird.

Das ist gar nicht so unwahrscheinlich. Gerade im Bereich der Elektroniker weiß ich, dass sie auf jeden Fall auch sowas wie Programmierung für diese SPS System und so schon auf dem Lehrplan haben. Also da werden auch teilweise aus der Informatik jetzt sag ich mal Module übernommen in die anderen Berufe, weil es dort wichtiger wird genommen.

Ich habe bei der Recherche zu diesem Podcast eine Studie des BMW gefunden, die sich da nennt Digitale Bildung, der Schlüssel zu einer Welt im Wandel. Und die Studie ist vom November 2016 also relativ alt. Und wenn man die Studie so durchliest, dann wird relativ schnell klar, dass der Bundesregierung oder zumindest dem BMWi auch damals schon klar war, dass auf jeden Fall ein Push in Richtung Digitalisierung unterwegs ist und dass auch die Ausbildung betreffen muss. Also ich zitiere kurz aus der Studie 2016.

Wie gesagt, schon heute arbeiten 81 prozent der Erwerbstätigen mit Computern, ist wahrscheinlich heute 90 prozent. Bei fast 10 prozent geht die Nutzung sogar über die reine Anwendung von Computern hinaus und umfasst Programmieren, Entwicklung, System, Administration und vieles mehr. Es hat mich ehrlich gesagt gewundert. Wahrscheinlich liegt der Anteil heute auch noch höher, wenn man weiter durch diese Studie durchschaut, dann stellt man fest, dass auf der einen Seite gesagt wird Okay, Arbeitsplätze, die einfache Tätigkeiten haben, werden tendenziell durch die Digitalisierung abgebaut und generell werden Leute qualifizierter sein, müssen aber dann, wenn man das gestaltet.

Also wenn man die Ausbildung, die digitale Bildung erhöht, dann kann es sogar sein. Sehr gut sogar, dass noch mehr Arbeitsplätze entstehen durch den digitalen Wandel. Das fand ich eine supergute Aussage, die so oftmals gar nicht in den Medien getätigt wird. Oder man hört sie viel zu wenig.

Ja, das ist auf jeden Fall so. Es ist ja immer so das Schreckgespenst der KI, die uns alle ersetzen wird, wenn man in der Realität guckt. Bei vielen Berufen ist es ja durchaus auch unterstützend, wo die IT eingesetzt wird und das hilft mir dann z.B.. Ich weiß es nicht. Bei einer Tischler Ausbildung, da werde ich dann halt nicht mehr geschult, wie ich selber die Säge betätige, sondern wie ich sie programmiere quasi. Also es hält ja so viele Berufe Einzug und wird jetzt auch da sieht man auch immer wenn man diese neu Ordnungen mal verfolgt alle paar Jahre, wenn die Berufe ja sag ich mal auf den Prüfstand gestellt man guckt ist das noch zeitgemäß?

Und in fast allen, die in den letzten Jahren rausgekommen sind, sind zwei Sachen immer dazugekommen. Entweder irgendwas mit. Oder. Und das gilt auch für alle Berufe. Stichwort Nachhaltigkeit. Da kommt jetzt auch immer mehr da rein. Aber die gerade auch in diesen klassischen Berufen, gerade wie ich schon gesagt hab Tischler, da geht es heute darum, dass sich die Maschinen bedienen kann und sie im Zweifel programmieren muss und das nicht mehr selber machen muss.

Ja, also ich finde das heute schon verrückt. In der Medizin, also wieviel Zeit der Arzt bei einer normalen Behandlung darauf verwendet, eine Maschine genau einzustellen auf den Patienten und wie viel Zeit dann für die eigentliche Behandlung im Grunde noch aufgewendet werden muss. Also das ist wahrscheinlich Zweidrittel einDrittel mittlerweile das Verhältnis. Und irgendwann, wenn man mit seinem digitalen Profil ankommt, muss man nur noch durch die Schleuse durch und alles ist schon klar.

Ja, das wäre schön. Allerdings kenne ich außer Krankenversicherung. Wir sind eine private Krankenversicherung, auch staatliche Projekte z.B. Thema Patientenakte und sowas. Da können wir in Deutschland noch ein paar Jahre drauf warten, sage ich mal vorsichtig. Aber die Medizintechnik? Ich glaube, die sind da sehr weit. Auf jeden Fall. Ich muss ehrlich sagen, wenn ich z.B. so Laser OPs am Auge sehe, da würde ich glaub ich auch lieber die Maschine den Schnitt setzen lassen als Menschen.

Ehrlich gesagt.

Also was ich auch ganz interessant von einer Studie war Die Positionierung der deutschen Wirtschaft wird auch im internationalen Wettbewerb wesentlich von der digitalen Weiterbildung der bestehenden Belegschaft abhängen. Also genau dein Thema Weiterbildung der Belegschaft. Das sind jetzt vielleicht nicht die Azubis, aber natürlich auch das Heranziehen von qualifiziertem Nachwuchs, gerade wenn man sich die demografische Pyramide anguckt. Und in den nächsten fünf Jahren gehen sehr, sehr viele Menschen in Rente. Also die Arbeitskraft schrumpft. Eher muss man natürlich für qualifizierten Nachwuchs sorgen.

Wie ist denn da deine Situation? Oder Du kommst ja direkt mit den Azubis in Kontakt. Hast du deine Entwicklung über die letzten Jahre bemerkt?

Naja, man sagt ja immer so diese Digital Natives, die kennen sich mit Technik so gut aus. Ich persönlich habe ich jetzt den Eindruck, dass sich da jetzt nicht so viel tut. Also einfach was das Hintergrundwissen angeht. Klar, die können vielleicht Apps installieren und wissen, wie man bei WhatsApp Emojis schreibt. Das ist auch alles schön, aber wenn man dann mal ein bisschen nach bohrt, da ist dann halt ganz wenig da, was Verständnis angeht. Wie funktioniert das eigentlich?

Wie kann es sein, dass da auf einmal ein gelber Smiley bei mir erscheint, weil irgendwer anders das gar eingetippt hat? Also da. Da fehlt dann ganz oft das Verständnis. Das sieht man dann, wenn die Leute wirklich im Unternehmen sind, wo sie halt dann eben nicht mehr die gewohnten ich sag mal Wisch Oberflächen vom Handy haben, sondern die gute alte klassische Unternehmens Software. Da tun sich dann viele junge Leute durchaus schwer damit. Tatsächlich, weil die Oberflächen sind halt gar nicht mehr so, wie sie es vielleicht aus dem Alltag gewohnt sind.

Und da muss ich sagen, diese digital Kompetenz, die kommt nicht von alleine. Also da muss man schon noch ein bisschen was tun und das sieht man dann auch gerade beim Einstieg in die Ausbildung. Da muss man durchaus auch wirklich Schulen und Sachen nochmal wirklich vernünftig erklären, damit die dann auch vernüftig damit umgehen können. Ja.

Also du sagst die Anwendung von Apps oder Computerprogrammen, das geht so weiter. Aber sozusagen das Umdenken wie erstelle ich das denn? Oder wie funktioniert das eigentlich genau? Da hat sich nicht so viel getan.

Ja, so ein ganz persönlicher Eindruck. Natürlich kann man das schwer pauschal sagen, aber ich glaube, wenn ich auch mit anderen. Ich habe von diesem Ausbilde Arbeitskreis gesprochen, wenn ich mit anderen spreche. Da wird immer nur gemotzt. A Die Qualität der Azubis nimmt immer ab, Schulbildung etc. An den Noten kann man natürlich auch festmachen, aber ich finde auch die digitale Kompetenz. Nur wenn man wie gesagt nur WhatsApp-Nachricht schreiben kann, weiß man halt nicht, wie man vernünftig im Computer umgeht.

Und gerade sowas wie Stichwort Datenschutz und Sicherheit, was ja auch in Deutschland sehr wichtig ist und allgemein im Internet, das wird da halt komplett vernachlässigt. Also Leute teilen alles Mögliche auf Social-Media. Mein Lieblingsbeispiel, was ich immer gern nenne Ein Azubi, der mal bei uns angefangen hat, vorab in einem Social-Media Post geschrieben. Lesen ist doch eigentlich Zeitverschwendung. Und das hab ich dann vorab gesehen und gedacht Mensch, du willst eine Ausbildung machen über drei Jahre, willst eine Berufsausbildung machen und sagst so Bücher.

Keine Ahnung, ist nichts für mich. Das passte nicht. Und wenn Sie dann im Unternehmen sind, ja, dann haben Sie tatsächlich auch so eine gewisse Hemmschwelle, mit der Software vielleicht zu arbeiten, weil sie denken Oh, da kann ich etwas kaputt machen oder was passiert, wenn ich falsch klicke? Landet irgendwas im Internet? Wie auch immer. Also auf der einen Seite so privat, total unbeschwert und keine Ahnung, ist auch egal, was ich da mache.

Im Unternehmen ist das dann komplett umgekehrt. Und diese beiden Seiten zusammenzubringen, das ist so einfach, was?

Ich festgestellt habe, da habe ich gehofft, dass man heute ehrlich gesagt weiter ist bei mir, als ich mit Computern aufgewachsen bin, da war es halt so, dass die Eltern oft nicht unterscheiden können. Also der Maurice sitzt am Computer. Spielt er mit dem Computer oder erzeugt der wirklich was? Also das ist so, bei anderen Beispielen ist das total plastisch. Ich kann einem Klavierstück zuhören, wie es gespielt wird. Das wäre halt der Konsum von einem Klavierstück.

Oder ich kann selber Klavierspielen oder lernen, Klavier zu spielen. Das ist dann lerne ich quasi das Instrument zu nutzen. Und genau diese zwei Komponenten gibt es natürlich in der IT auch. Ich kann mir angucken, wie funktionieren diese Komponenten und Lernen zu gestalten. Oder ich kann einfach konsumieren. Wenn ich mich als Azubi jetzt entschieden habe, die Ausbildung zu durchlaufen und bin dann hinterher fertig. Hast du das Gefühl, dass die Ausbildung, so wie sie heute ist, denn gut zu den Anforderungen im Job von den Unternehmen hinterher passt?

Oder gibt's da auch noch ein Delta?

Nee, das glaube ich, passt tatsächlich sehr gut, manchmal sogar zu gut. Ja, also es ist ganz schwierig. Also ich bin ja nun seit über 10 Jahren Prüfer. Ich habe einige hundert Prüfungen mitgemacht und wir sehen dann halt immer das Endergebnis von drei Jahren. Oder wenn sie verkürzt haben, zweieinhalb Jahre Ausbildung. Und da kommt halt alles Mögliche rein. Da kommen. Ich sage mal perfekt ausgebildete Amris Entwickler, die programmieren, da schichten Architekturen rauf und runter.

Supergut. Und es gibt halt auch Leute, die drei Jahre quasi so ein bisschen als billige Aushilfe angestellt wurden für ein Azubi Gehalt und dann so ein bisschen, weil sie nicht ich sag mal ganz blöd BHP Coding für irgendwelche Websites gemacht haben und die am Ende wirklich so gut wie gar nichts können. Und das ist halt ein großes Spektrum. Es hängt halt von den Unternehmen ab, wie viel die in die Ausbildung investieren und das ist ein Invest. Das kostet Zeit und auch Geld.

Durchaus. Und das meine ich mit zugut ausbilden. Das bedeutet dann einfach, dass die Unternehmen nur genau das ausbilden, was sie auch brauchen. Dann hab ich da quasi ein ich sag mal einen Fachidioten. Der kann dann vielleicht das wie bei uns das 20 Jahre alte Legacy System Boromir. Aber der kann halt am Markt sonst nix anderes mehr reißen, sag ich mal. Und von daher die Ausbildung. Da muss man sich bewusst sein, wenn man das macht. Ich nehme jetzt mal das Beispiel Fachinformatiker Amris Vermittlung.

Da muss man halt den Leuten auch meine vernünftige objektorientierte Sprache beibringen. Und zwar nicht nur das, was ich für meine Kunden jeden Tag brauche und was fix fix schnell fertig sein muss, sondern auch mal eine vernünftige, fundierte Ausbildung mit allen Fachbegriffen, polymorphe rauf und runter, alles was halt dazugehört. Und da sagen halt viele Unternehmen Ja, kostet schon genug Zeit, den Azubi hier sitzen zu haben, dann soll er wenigstens auch Kohle reinbringen. So nach dem Motto.

Und das ist natürlich gar nicht das, was wir dann gerne sehen. In der Prüfung sag ich mal, haben denn die Unternehmen den Anspruch, auch den Azubi hinterher zu übernehmen? Oder gibt es wirklich schwarze Schafe, die einfach sagen Okay, ich hab jetzt ein Azubi, das heißt, ich hab drei Jahre eine günstige Arbeitskraft, ich mach zwei Monate, arbeite ich den irgendwie ein und dann profitiere ich den Rest der Zeit?

Ja. Gibt es leider genau diese schwarzen Schafe. Gibt's verschiedene einfach, wenn man schon sieht, dass es so eine 3 man Budo die haben ja beachteter Tschubais da sitzen, dann weiß man schon. Jo, das geht in die Richtung. Und alternativ gibt's auch gerne gerade bei Umschulungen wirklich Unternehmen, die nichts anderes machen, als um Schüler den ganzen Tag vor so einem PC zu sitzen und mit selbstwenn Kursen sich da Ingbert anzueignen und dann irgendwelche Zuschüsse kassieren dafür, sondern das sollte die Ausnahme sein.

Ich sage jetzt nicht, dass das den Großteil der Prüfung ausmacht. Auf keinen Fall. Ich glaube, der Großteil der Unternehmen bildet für sich aus, bildet auch gut aus, weiß dann vielleicht nicht im Detail Was muss ich den Leuten jetzt für die Prüfung beibringen? Und da es dann vielleicht mal an der einen oder an Stelle. Aber ich glaube, die meisten werden gut ausgebildet und die Unternehmen bilden auch aus, damit sie das eben direkt nach der Ausbildung übernehmen können als fertige ITler.

Weil die sind natürlich dann drei Jahre tatsächlich auch in den Technologien geschult, die da benötigt werden. Und auch in den konkreten Tools und Arbeitsprozessen kennen die Leute das natürlich was anderes, als wenn ich da so einen fertigen, ich sag mal Bachelor oder Master nehme, der noch nie einen Betrieb von innen gesehen hat. Übertrieben gesagt.

Also gerade bei Studiengängen wird es ja oftmals den Menschen vorgeworfen, dass sie zwar theoretisch ganz toll sind, aber praktisch relativ wenig gemacht haben. Und das ist wahrscheinlich auch dem Studium geschuldet. Und da kann ich mir vorstellen, dass ein Azubi, der da wirklich drei Jahre Praxiserfahrung hat oder überwiegend Praxiserfahrung hat, dass er da weiter ist. Auf jeden Fall. Gerade in der IT ist es ja so gar oder in der Anwendungsentwicklung, dass mich das so sagen. Ist es ja so, dass Übung den Meister macht und dieses iterative Vorgehen.

Ich probier etwas. Okay, das klappt nicht. Ich probier's nochmal, ich probier's nochmal und mit mehr Übung wird man einfach besser. Also wirklich genau wie man ein Instrument spielt. Natürlich darf man auch die Theorie nicht vernachlässigen, aber die Übung schlägt halt einfach alles absolut.

Also gerade beim Programmieren. Die anderen Entwickler, zumindest die, die ich ausbildet, die müssen ab dem ersten Tag bei uns wirklich programmieren und lernen. So schaffen wir das einfach nicht. Also drei Jahre hören sich erst einmal lang an, aber man muss bei der IT Ausbildung auch mal bestätigen, dass das eine sehr breit aufgestellte Ausbildung ist. Das heißt, ein Amris Entwickler muss im Prinzip auch Netzwerktechnik mitmachen, in großen kaufmännischen Teil Dienst. Da gibt die ganzen grundsätzlichem Berufsausbildung Sachen wie Ja, was nehme ich immer gerne Mutterschutz gesetzt und solche Seite muss man halt alles auch mit lernen.

Und das ist auch ganz schön viel Zeug. Und da bleibt dann gar nicht mehr so viel Zeit für die Programmierung. Ich würde trotzdem sagen, dass die Azubis in den drei Jahren deutlich mehr programmieren. Zumindest den meisten Betrieben, die ich kenne als vielleicht ein Bachelor, Student oder Studentin. Denn da wird natürlich dann vielleicht den einzelnen Programmier Vorlesungen mal ein bisschen Hardcore was gemacht. Aber dann ist auch mal wieder ein halbes Jahr nix oder kommt erst wieder im vierten Semester oder so.

Das kann ich jetzt von einer anderen Seite berichten als. Hochschule Dozent Da hab ich im zweiten, dritten Semester ein bisschen Programmierung und dann ist erst einmal ein Jahr lang wieder nix und dann kurz vor der Bachelor wird nochmal so ein Projekt rausgeholt. Da müssen Leute erst mal wieder lehren. Wie war das denn eigentlich noch vor zwei Jahren? Und das ist in der Ausbildung definitiv nicht so, weil da wird in der Berufsschule programmiert. Da wird im Betrieb programmiert und dann aber auch wirklich ja, wie du schon sagtest am besten von Null anfangen, immer eigene Fehler auch machen und machen dürfen.

Und dafür braucht man halt auch Zeit und das schafft man nicht in so einem Semester. Nebenbei.

Ich kann das noch vor meinem Studium als ich habe auch den Bachelor studiert, dann später den Master studiert und das war wirklich so, wie du sagst. So, da gab's einen Kurs, ergriff man am Programmieren eins und zwei. Und abseits dieses Kurses gibt's natürlich viel Mathematik, Physik, andere Sachen. Aber ein Jahr Physik bringt er jetzt nicht unbedingt. Was für Anwendungsentwicklung, wenn es nicht Anwendungsentwicklung im Bereich Physik ist. Und man hat viele Nebenkriegsschauplätze, die man auch um die bestehen muss und die einen Fluss Berufsleben vielleicht nicht so unbedingt in die Karten spielen.

Was hast du denn in deiner Erfahrung Defizite gesehen und sagst Okay. Das könnte man auf jeden Fall verbessern. Also ein Inhalt oder mehr Praxisbezug. Das glaube ich, hast du gesagt, er ist schon da. Oder ein spezielles Tool, also Linux Schulungen oder die Linux Kommandozeile git. Was ich immer wieder feststelle, das ist für mich so ganz natürlich, weil ich mich so lange damit schon beschäftige. Was aber für jüngere Kolleginnen und Kollegen oftmals dann noch Nachholbedarf gibt es so generell die Funktionsweise des Internets?

Also was ist DNS Eintrag, IP Adresse Network Address Translation usw.. Wie funktioniert das alles zusammen? Was passiert bei einem HTTP call über alle USI ISO Schichten? Also dieses grundlegende Verständnis, das hilft mir schon bei der Anwendungsentwicklung oder einfach beim Debugging. Wenn's Probleme gibt es da oftmals noch Lücken klaffen, die man aber auch dann schließen kann.

Richtig. Also das ist in der Ausbildung tatsächlich schon so vorgesehen. Ich hatte schon gesagt, die IT Berufe sind sehr breit aufgestellt und genau diese Themen, die du auch gerade angesprochen hast, kommen eins zu eins in Abschlußprüfung dran. Also da muss man natürlich auch im Jahr 2021 noch ein super Fetting mal machen und berechnen. Es kann aber auch sein, dass Elektrotechnik Themen drankommen. Es gibt ja auch einen Beruf, den System Elektroniker, der eher in Richtung Elektriker geht.

Also von der kann aus allen möglichen Bereichen was drankommen. Und gerade diese Geschichte Netzwerktechnik ich sage nur ISO OSI Modell z.b. Also das ist absolutes Pflichtprogramm für jeden ity Azubi, egal ob Andrangs, Entwickler oder Kaufmann. Tatsächlich. Und diese breite Basis, das ist es auch, was die Prüfung am Ende so schwierig macht. Normann hat in vielen Bereichen zwar eher oberflächlich, dann Sachen wissen muss, aber wirklich sehr breit aufgestellt ist das Ganze. Und da glaube ich schon, dass man auch als amouröse Entwickler von den Sachen profitiert, weil man halt eben weiß Ja, was passiert denn jetzt auf welcher Schicht?

Wo ist ihr TCP IP? Wo ist der Handshake jetzt hier gelaufen oder was auch immer? Also das lernt man tatsächlich mit. Wobei man dann immer sagen muss, was man im konkreten Unternehmen dann wieder lernt. Das ist dann halt immer sehr unterschiedlich. Das kommt halt auch noch darauf an, was die Unternehmen wirklich brauchen oder auch ausbilden. Aber eine Berufsschule, wenn man sich den Rahmen Lehrplan anguckt, da sind diese Themen für alle Berufsschüler verpflichtend.

Matthäi Bereich Ich kann das aus meiner Praxis berichten, dass ich arbeite oft mit Data Scientists zusammen, oftmals Doktoranden oder schon promoviert. Und die wissen nicht was eine Kubernetes Maske ist. IP-Adresse schon, aber so Portfolio Warning Network im Rest Translation. Also das braucht man auch nicht, wenn man statistische Modelle auswertet, weil das eher so einem forschenden Charakter hat oder wirklich wissenschaftlichen Charakter. Aber das sind halt Basis Sachen. Und wenn ich nicht weiß, wie ich die Daten von dem einen Server auf den anderen kopiere, dann hindert einen das doch bei der täglichen Arbeit einfach beim profanem Doing.

Absolut. Also da war es noch so etwas angesprochen wie Linux, Shell oder sowas. Also das steht tatsächlich nicht explizit irgendwo im Lehrplan, weil grundsätzlich bei den Berufen ist es eigentlich immer so. Nicht nur in den Berufen, dass diese Berufs Verordnungen, die die Inhalte festlegen, bewusst ich sage mal zeitlos geschrieben sind. Dass man eben wie z.B. die Berufe, die waren jetzt seit 20 Jahren unverändert im Einsatz, wurden letztes Jahr zum ersten Mal überarbeitet und so lange galt die Verordnung und sie gilt auch heute noch.

Die nächsten zwei Jahre gibt's noch Prüfungen dafür, aber du wirst da zumindest nirgendwo irgendwas finden wie man muss Linux können oder Windows können oder sonst was, sondern wird halt stehen und man muss mit einem Betriebssystem umgehen können. Man muss sie installieren können, warten können, patchen können solche allgemeinen Sachen. Und dadurch sind eigentlich diese Berufsordnung sehr flexibel auch auf die Praxis anpassbar. Das heißt, wenn ich jetzt gucke, da steht drin, man muss ein Betriebssystem lernen, dann kann ich als Unternehmen sagen Ja gut, wir arbeiten mit Linux, dann lernt er oder sie halt hier Linux und andere machen halt Windows.

Und darauf sind dann aber auch die Abschlußprüfung so eingestellt, dass halt eben nicht gefragt wird Wo muss man in Windows klicken, um dies und das zu machen, sondern es geht da halt um die abstrakten Sachen, um die Konzepte dahinter. Und das finde ich auch sehr gut, weil das soll ja keine Technologie Schulung werden, sondern man soll ja die Grundlagen verstehen, das einfach auf andere Betriebssysteme zum Beispiel anwenden können.

Ja, und das ist wirklich auch total wichtig, dass man sich nicht auf konkrete Technologien festlegt. Also ich weiß, dass große, nahezu Monopol artige Herstellerfirmen es total toll und verteilen ihre Software kostenlos an Schulen und Bildungseinrichtungen, damit die Leute möglichst daran gewöhnt werden und dann im Beruf ebenfalls nach dieser Software fragen. Aber ich finde es auch total wichtig, dass man die abstrakten Konzepte versteht und einfach den Computer versteht und nicht unbedingt versteht, wie ein Produkt funktioniert oder am besten beides.

Aber dann kann man das Produkt. Auf das allgemeine Wissen abbilden. Ich kann für mich sagen, dass ich keine Ahnung habe ich mit Anfang 2001 oder so hab ich das erst mal Linux installiert und das hat mir so ein viel besseres. Also man hat natürlich ordentlich geschimpft, weil vieles zum damaligen Zeitpunkt nicht ging. Stichwort Hardware Erkennung. Die war 2001 noch nicht so weit. Aber dadurch, dass man diese Probleme lösen konnte und lösen musste und super viel im Internet gelesen hat wie geht das jetzt genau?

Hab ich extrem davon profitiert? Im Nachhinein kann ich nicht anders sagen.

Das kann ich nur unterstreichen. Mit meiner Zuwies mache ich im ersten Lehrjahr direkt das Aufsetzen eines eigenen Linux Servers von Domäne registrieren bis hin zu Installation, welches Betriebssystem, wie partizipiert die Festplatte et cetera. Also das finde ich auch, dass man in diesem lebenden Objekt einfach so viel lernt. Und für mich ist auch wichtig, dass ich mindestens noch ein zweites Betriebssystem mal gesehen habe und nicht halt eben nur Windows, was ich sowieso kenne. Naja, da kann man sehr viel lernen.

Auf jeden Fall.

Und gerade bei Großunternehmen, die haben ja einen ganzen Zoo im Einsatz. Alles, was in den letzten 30 Jahren mal irgendwo verkauft wurde. Und wahrscheinlich sind die letzten 40 Jahre bei Versicherungen am Ende Fünftürer.

Wenn du z.B. Defizite in den Lehrplänen erkennst durch deine Tätigkeit, hast du denn die Möglichkeit, darauf einzuwirken und da Verbesserungsvorschläge einzubringen? Wirst du da gehört? Und wenn diese Verbesserungsvorschläge dann auch umgesetzt?

Ja, da muss ich, wenn ich das Wort mal auseinander nehme also der Lehrplan ist ja, da sehe ich das, was in der Berufsschule Relevanz hat. Und für die Ausbildung im Unternehmen gibt es den sogenannten Ausbildungs Rahmenplan und da drin sind dann tatsächlich für die Attribute bislang, wann er so ungefähr 150 Paragraphen wo drinsteht, was man alles so lehren muss. Und das ist wie gesagt sehr zeitlos gehalten. Da haben sich wirklich viele Ausbilder und Ausbilderin immer gefragt Was soll das eigentlich heißen?

Was soll ich jetzt da vermitteln? Weil es halt teilweise vor 20 also es wurde vor 20 Jahren aufgeschrieben und wie gesagt, letztes Jahr gab's diese Neuordnung und bislang hatte man wenig Chancen zu sagen Ich will aber das im Rahmenplan was anderes steht. Das ist halt quasi ein Gesetz, das ändert man nicht so schnell. Aber für diese Neuordnung im letzten Jahr, das kam fast alles aus der Praxis. Also es sind dann Arbeitsgruppen gebildet worden aus verschiedenen Industrien, aus Dienstleistungsunternehmen oder produzierenden Unternehmen.

Und es sind immer Leute von Arbeitgeber und Arbeitnehmer Seite zusammengekommen und haben sich da angeguckt Was brauchen wir heute in den Berufen? Also auch Lehrer mit dabeigewesen usw. und haben das wirklich auf dem sehr modernen Stand gehoben und dann aber auch wieder versucht, das eben zeitlos zu formulieren, sodass dann zum Beispiel, was jetzt dazugekommen ist, so etwas wie Man muss vielleicht einmal eine Versions Verwaltung Software beherrschen. Da wird jetzt aber nirgendwo drinstehen Gitt oder SVR oder sonst was. Es gibt aber passend zu den Berufs Verordnungen eben solche über 100 seitige Handreichungen, wo dann genau drinsteht, was sie sich da drunter vorgestellt haben.

Und da würde dann drinstehen Tatsächlich geht steht da explizit so drin, sodass das eigentlich das ist, wo die Ausbilder und Ausbilderin dann drauf gucken. Beim Lehrplan für die Berufsschule sieht das ein bisschen anders aus. Der ist ja, wie man das halt aus der Schule kennt, ein bisschen schwerfälliger, sage ich mal vorsichtig. Und er ist noch ein bisschen abstrakter formuliert. Also durch meinen Ausbilder Arbeitskreis hab ich hier auch Kontakt und durch den IVG Prüfungsausschuss mit anderen Lehrern.

Die haben sich da sehr, sehr sehr schwergetan. Das was da vorgegeben wird auch eine sinnvolle Unterrichts Struktur zu überführen, muss ich sagen. Aber für den betrieblichen Teil ist es eigentlich ein Geschenk, weil es sind super viele spannende Sachen drin und auch sowas wie. Was ich supergut finde, sowas wie Diversität im Alltag Leben z.B. oder eben diese Nachhaltigkeit, die jetzt dazu kommt. Verschiedene Programmiersprachen auch offen gehalten. Es muss nicht nur objektorientierte sein, es kann auch funktional, prozedural, was auch immer sein.

Also da kann sich eigentlich jedes Unternehmen wiederfinden und irgendwie die Sachen, die es sowieso im Alltag macht, schon auf diesem Plan quasi übertragen. Und die Lücken, die noch übrig bleiben, die muss man irgendwie sehen, wie man die vermittelt. Aber ich finde es immer ganz wichtig. Auch in der IT hat ich eben schon gesagt, es soll keine Produkt Schulung werden. Das heißt, man wird z.B. auch in der Abschlussprüfung immer nur Pseudo Code Aufgaben bekommen und nie programmiert.

Das mal in Java programmiert, das mal in a BAP oder sonst irgendwas. Weil es gibt halt nicht die eine Sprache, die jeder lernt und deswegen geht's auch da wirklich nur um die Konzepte kann ich einen Algorithmus formulieren und dafür muss ich keine Programmiersprache kennen, sondern kann ich einfach auch auf Deutsch hinschreiben für jedes Element in der Liste, mache dies und das und dann ist die Prüfung trotzdem da, einzeln.

Man muss das Konzept verstanden haben, wie man etwas sortiert und nicht unbedingt die Programmiersprachen ändern sich sowieso. Du hast gesagt, dieser aus Bildungsplan wurde im letzten Jahr aktualisiert. Ist denn deiner Meinung nach da wirklich etwas verbessert worden? Kannst du das unterstreichen?

Ja, absolut. Also ich hab mir natürlich die Arbeit gemacht, den gesamten alten Ausbildungs Rahmenplan mit dem neuen gegenübergestellt und geguckt was ist noch drin, was ist weg? Es sind erstmal deutlich weniger Paragraphen geworden, aber es sind immer noch mehr oder weniger die gleichen Inhalte. Ein bisschen aufgefrischt sag ich mal, es sind aber auch wieder spannende Sachen dazugekommen, die ich auch sehr wichtig finde, gerade in der IT. Das Thema Diversity also wenn ich meine Azubis frage da sitzen 30 Schüler, davon sind 28 Männer und zwei Frauen.

Und das sieht wahrscheinlich in den Unternehmen auch ähnlich aus. Und beim Studium auch. Da müssen wir irgendwas machen. Und das finde ich zum Beispiel super, dass sie das explizit mit aufgenommen haben, dass man da einfach was tun muss. Sona Und wie gesagt, diese Handreichung zu dem Ausmaß Rahmenplan da sind wirklich. Ich sag mal Leading Edge Sachen drin. Also von Cloud-Computing bis Big Data Geschichten geht. Ist zwar inzwischen schon STANDARD, aber im 20 Jahre alten Berufsbild, da gab's das noch nicht.

Also da haben die wirklich auch moderne Sachen untergebracht, die auch STANDARD in Unternehmen sind. Das muss ich schon sagen. Absolut. Da hat sich wirklich was getan im Vergleich zu der alten Verordnung. Heißt natürlich auch, dass die ganzen Unternehmen jetzt erstmal ganz viel umstellen müssen. Für mich selber gilt das auch. Wir müssen noch mehr Sachen vermitteln als vorher. Aber was Praxis, Relevanz und auch Aktualität angeht, ist das eine super Verbesserung. Auf jeden Fall gibt's etwas, was du sofort ändern würdest, wenn du es könntest.

Also ein Punkt, der die Sauer aufstößt oder wo du gesagt hast Okay, das ist nicht so glücklich oder hier fehlt etwas, also etwas, was dir wichtig ist.

Nee, muss ich ehrlich sagen. Ich konnte noch alles, was ich vermitteln wollte, auch. Ich gehe auch mal so rum ran. Was? Was würde ich denn einem jungen Menschen da vermitteln wollen? Und das hab ich da immer wieder gefunden. Und es kam immer noch Sachen dazu. Aus dem Rahmenplan. Klar, an der Formulierung kann man sich scheiden, wenn man das nicht genau weiß, was damit gemeint ist. Aber ich finde es wirklich sehr, sehr gut gelungen.

Mir fehlt da jetzt nichts in dem Sinne. Das einzige, was ich immer wieder mitbekomme ist, dass die Berufsschule ist halt sehr langsam, behäbig, sag ich mal. Also bis da mal ein bisschen was passiert. Da wird halt immer noch mit Unterrichtsmaterial teilweise gearbeitet von vor 10 Jahren. Das liegt natürlich auch viel an den Lehrern. Gibt auch super Lehrer, keine Frage. Ich kann auch ganz, ganz tolle Hochschullehrer, aber das System an sich ist halt enorm schwerfällig.

Das heißt, bis da wirklich mal was passiert, wie zum Beispiel an unserer Berufsschule, wo meiner Azubis hingehen, wieder seit diesem Jahr auch mit der Neuordnung z.B. mit Python in die Premium eingestiegen und nicht mehr mit Java wie die letzten 20 Jahre. Das finde ich z.B. super, aber es setzt auch voraus, dass der Lehrer oder die Lehrerin das halt auch können muss. Und das ist halt auch nicht so gegeben. Die werden auch nicht ständig vorgebildet, im Gegenteil, die müssen sich da teilweise noch selber aneignen und da macht man das halt mal nicht eben nebenbei.

Also das ist so mein größter Kritikpunkt. Das sagen die Azubis auch immer. Wir haben immer so über Lügens Gespräche, wo die dann sagen, wie es so das Zusammenspiel zwischen Berufsschule und Unternehmen und dann kommt eigentlich fast immer im Unternehmen sind wir einfach viel weiter. Die Berufsschule ist einfach zu langsam. Da muss man dann natürlich auch immer zugute halten. Der Fachinformatiker, über den ich jetzt hier hauptsächlich rede, das ist ein Beruf, den kann man mit 16 quasi mit Realschulabschluss beginnen.

Gibt aber auch viele, die das inzwischen nach dem Abi machen oder Studiengang abgebrochen haben und wieder einsteigen. Von daher sitzen da Leute, die haben noch nie irgendwas mit ITY zu tun gehabt und dann irgendwie quasi fast fertige Studierte. Und die natürlich alle auf einen Nenner zu bringen ist schwierig. Von daher ich weiß, dass das ein bisschen anders ist als im Unternehmen, wo ich quasi alle so ein bisschen mit durchziehen kann. Aber wenn ich etwas ändern könnte, würde ich irgendwie mehr Dynamik in diese Berufsschule bringen.

Torsi mit Stichwort Diversity schon ein wichtiges Thema angesprochen. Es ist natürlich nach wie vor gesellschaftlich so, dass viel mehr Männer in diesen technischen Berufen unterwegs sind als Frauen, weil halt auch noch dieses gesellschaftliche Bild vorherrscht. Das ist total selten, dass eine Frau hier einen technischen Beruf ergreift. Also ich glaube, die größte Rolle da spielen die Eltern, weil die einfach dieses Weltbild noch in sich tragen und dadurch dann diese Prägung auf ihre Kinder weitergeben. Gibt es da so eine Art Wechsel in der letzten Zeit?

Ich meine den zu erkennen auch so in meinem Umfeld, dass ich immer mehr Frauen, die in der Technologie arbeiten und für die das ganz normal ist, was ich super finde. Als ich studiert habe, war auch der Frauenanteil, da waren auch 2 prozent oder so. Also ganz ganz gering an dieser Ingenieurschule. Und ich habe schon das Gefühl auch. Es gibt zum Beispiel so eine Initiative. Jesko DWT Das ist digitale Bildung für Kinder und Jugendliche. Da ist es deutlich balancierten, weil junge Mädchen natürlich auch sich begeistern, wenn man so ein leuchtendes Arman programmieren kann oder Roboter steuern kann oder einfach plastisch etwas entwickeln kann.

Das hat überhaupt nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern die Begeisterung ist einfach da, dass man etwas erschaffen kann, was kreieren kann.

Absolut. Also ich hab bei uns in der Nähe auch mal an so einem kleinen Arbeitskreis teilgenommen, wo dann genau sowas gemacht wurde. So quasi Programmieren mit Kindern und dann auch wie du schon sagtest, mit so ein kleinen Mal Roboter oder einfach auch so eine grafische Programmiersprache, wo man so ein bisschen Puzzle mäßig etwas zusammenstecken kann. Scratch heißt die und da waren genauso viele junge Mädels wie Jungs dabei. Ich glaube aber, dass das Elternhaus da tatsächlich einfach noch ganz oft dieses klassische Rollenbild hat.

Oh, das Mädchen möchte was mit Technik machen, das passt doch gar nicht. Und dann kommen sie in die Schule. Und da gibt's dann die Lehrer, die sagen Ja, du bist aber das einzige Mädchen. Ja, sehr gut überlegt und nach dem Motto und das finde ich ganz traurig, denn es gibt überhaupt kein Grund dafür, dass Mädels das nicht machen. Im Gegenteil. Also ich hatte zum Beispiel eine Auszubildende, eine Auszubildende. Wirklich. Und die hat bei uns im Unternehmen als Niedersachsens beste Ahnungs Entwicklerinnen ihre Prüfung gemacht.

Und sie hatte vorher noch nicht eine Zeile komponiert, also von naja, es muss nicht ein junger Mann mit 20 Jahren schon seit zehn Jahren programmieren, um diese Ausbildung gut zu machen. Im Gegenteil. Das kann man alles lehren. Und das finde ich ganz traurig. Wir haben bei uns. Ich komme aus dem Oldenburger Münsterland. Das ist so klassische, ganz konservative Region Deutschlands. Nimmt man auch den Gülle? Güzel Bei uns, da gibt's zehnmal mehr Schwein als Einwohner.

Also richtig, Bauern vor Ort und so und da ist dieses ganz klassische Rollenbild auch tatsächlich. Und wir haben auch wirklich einen Mädchengymnasium bei uns im Ort, wo wirklich nur Mädchen unterrichtet werden. Und da gibt es meines Wissens nach aber auch gar keine Möglichkeit, irgendwie im Informatik Bereich was zu machen. Da werden halt eben die Leistungskurse im Abi angeboten. Ja klar, Musik und ich weiß nicht was alles. Alles wichtig und schöne Sachen. Aber wenn man sich da als Mädchen wirklich mal damit auseinandersetzen möchte, dann hat man da teilweise gar nicht die Chance, weil diese Kusse gar nicht angeboten werden.

Das ist natürlich sehr traurig, weil dann ist es klar, dass sie in ihre vorgezeichneten Rollenbilder sich entwickeln.

Auch ein zweiter Kritikpunkt, den ich bei diesen Events oft wurde er an meine Ohren herangetragen. Bei der digitalen Bildung für Kinder und Jugendliche kommen dann die Eltern oder die Lehrer zu mir und sagen Ja, dann sitzt das Kind ja drinnen am Computer. Das Verrückte ist Das Problem ist Das Kind sitzt drinnen am Computer. Wenn das drinnen am Klavier sitzen würde, wäre alles okay. Oder? Mit einem Buch und lesen. Alles okay. Hauptsache nicht vom Fernsehen und nicht am Computer.

Deine ist okay. Wo ich dann immer so ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten muss in Sachen Masiar. Es kommt drauf an, was das Kind am Computer macht. Klar, es kann GTA spielen. Das ist vielleicht pädagogisch nicht so wertvoll. Es kann aber sich auch weiterbilden, wie du sagst mit Scratch. Das ist ja diese Programmiersprache, wo man diese Verzweigungen dann zusammen klickt und dann stets ein visuelles Programm. Und das ist ja einfach verständlich, oder? Ich hoffe, ich spreche das richtig aus.

Calliope. Ja genau. Ist auch so ein Paket, wo man so ein Stück Hardware bekommt. Das kann glaub ich die Farbe ändern. Es kann Geräusche machen, es kann sich bewegen usw. weiter. Und das ist eben sehr günstig zu haben und das kann man einfach programmieren. Das ist natürlich total wertvoll für das Kind. Im Grunde ist das wie Lego Technik auf Steroiden das ganze richtig und ganz wichtig. Vor allem nicht so teuer, weil die Lego Technik Dinger die sind ja wirklich.

Das kostet teilweise mehrere hundert Euro. Und Calliope, den kriegt man für ich glaube inzwischen 30 Euro mit allem drum und dran. Und da ist noch viel mehr drin. Die hatten Laage Sensoren, Geschwindigkeit Sensor. Da kann man richtig coole Sachen machen und man steckt das Ding per USB-Kabel an den Rechner, macht eine Website auf und dann kann man anfangen zu programmieren. Das heißt, auch die Einstiegshürde ist mega gering und das ist tatsächlich auch genau die Plattform, die wir bei dieser Ich weiß fällt der Name nicht mehr ein.

Auf jeden Fall diese Programmierung für Kinder dort gemacht haben. Die sind alle superschnell auch Meciar gekommen. Das Ding, wo sich anguckt, sieht aus wie so eine. Einfach eine Platine, wo was drauf gelüftet ist. Da darf man auch keine Berührungsängste haben, dass man immer irgendwie abbricht oder so. Aber die haben da schon sehr viel Arbeit reingesteckt, dass sehr Einsteiger freundlich zu machen, auch für Kinder. Und da haben die Mädels genauso viel Spaß dran wie Jungs.

Auf jeden Fall.

Absolut. Und ich hab da auch Spaß dran. Ja, obwohl ich eigentlich schon ein paar Jährchen weiter vögeln, aber ich finde es einfach cool, dass es diese Möglichkeiten jetzt gibt. Früher ich hatte so einen Würfel PC, so einen alten mit Glaß Bausteinen Monitor und konnte so ein paar Pits Geräusche machen und alles war unfassbar teuer, wenn man da was kaputt gemacht hat oder abgebrochen hat. Ich wollte natürlich auch wissen, wie funktioniert das? Hab den Deckel aufgemacht.

Ich kann mich an die großen Augen meiner Eltern erinnern. Es war nicht so ohne weiteres in Ordnung. Jetzt haben wir schon über die Ausbildung gesprochen und auch über das Studium der Informatik. Gibt es so eine Daumenregel, wo du sagen kannst für wen passt was? Also ist das ein Typ Frage oder eine Frage Was möchte ich hinterher machen? Er Wahrscheinlich auch. Aber kannst du da so ein Muster erkennen?

Ja, glaube ich schon. Also ich hab schon viele Sachen mitgemacht. Sowohl Ausbildung, duales Studium, Raines Studium und auch Erstausbildung. Studium gibt es ja auch ganz oft. Das ist tatsächlich eigentlich immer individuell sag ich mal zu entscheiden. Aber so ganz grundsätzlich glaube ich, weil ich auch viele Leute in der Prüfung habe, die dann tatsächlich vorher mal studiert haben und dann wieder in die Ausbildung gewechselt sind. Dass es eher so ist, wenn ich wirklich was machen will, was praktisches was umsetzen will, was installieren will, programmieren will.

Ich glaube, dann ist tatsächlich die Ausbildung besser geeignet. Und wenn ich halt eher ein breiteres Wissen aufbauen will, mich auch selber längere Zeit mit Themen individuell beschäftigen möchte, wie eben dieses klassische Theorie Studium in etwas einarbeiten und dann eben aber auch viel Theorie, viel Hintergrundwissen aufbauen will, dann ist es dann vielleicht doch eher das Studium. Und ganz oft starten. Ja, das hattest du auch gesagt, so die Studenten. Gerade ein Studium der Informatik und sagen Oh cool, endlich programmieren, Netzwerke, tralala und dann geht's los mit diesem Jahr.

Keine Ahnung. Komplexitäten von Algorithmen oder so. Da fragt man sich Natürlich verzeihe ich damit anfangen und dann sehen die halt nach ein, zwei Semester Mensch und hat überhaupt nichts mit Praxis zu tun. Und die wechseln dann rüber in die Ausbildung auf der inneren Seite. Das kann ich jetzt auch für meine Azubis sagen. Fast alle, wenn sie nicht gleich ein duales Studium gemacht haben, haben im Anschluss dann noch den Watcher draufgesetzt und haben dann wiederum gesagt Mensch, die Praxis, die ich in der Ausbildung mitgenommen habe, die hilft mir so unendlich weiter im Studium.

Also wir haben zum Beispiel einen dualen schön Anbieter gehabt, der hat irgendwann mal gesagt im zweiten Semester stellen wir jetzt um auf ein Modul, das hieß vorher Programmierung, wo man so ein bisschen IFF und vorgemacht hat man es haben die im zweiten Semester angefangen, tatsächlich programmiert, Paradigmen miteinander verglichen, so prozedural objekte und funktional, wo die Leute noch nicht eine Zeile Code vorher geschrieben haben. Und die meisten saßen da wie er weiß nicht. Also die haben davon überhaupt nix verstanden.

Und das sind so Sachen und da fragt man sich, wie kommen die da drauf? Da, wenn ich natürlich vorher schon damit programmiert hab, vielleicht sogar mit drei unterschiedlichen Programmiersprachen mal wirklich was umgesetzt habe, dann nehme ich natürlich aus dem Studium viel mehr mit. Also so grob über den Daumen würd ich sagen ran ans machen, selber etwas umsetzen und das dann auch nicht. Was man nicht vergessen darf auch die Teamarbeit mit den Tools auch wirklich arbeiten, man wirklich mit Kunden sprechen, Anforderungen aufnehmen und auch mal wirklich für die was umsetzen und am Ende auch sehen Mensch, das wird ja in der Praxis eingesetzt und das ist halt nicht so ein Studium Projekt was danach bewertet wird und dann packt das nie wieder jemand an.

Also von daher wenn ich wirklich Resultate sehen will, ich glaube dann ist die Ausbildung besser geeignet.

In welchem Alter sollte ich mich mit der Frage beschäftigen? Gibt's auch so eine Hausnummer mit Ende? Also Abitur oder schon vorher?

Grundsätzlich würde ich sagen, so zehnte Klasse ist eigentlich schon das Richtige. Denn wie gesagt, grundsätzlich ist die Voraussetzung eigentlich nur in Anführungszeichen ein Realschulabschluss. Die Herausforderung ist heutzutage einfach nur sein in Unternehmen zu finden, das noch mit anbieten. Weil die Tendenz geht ganz stark dahin, gerade für die Anwendungsentwicklung, dass dort eigentlich fast nur Abiturienten nachher einer Berufsschule sitzen oder sogar Leute das Studium abgebrochen haben. Ich kann aber, wenn ich ein Unternehmen finde, halt nach Klasse ziehen, mit der Ausbildung loslegen.

Und was ich dann empfehlen würde, um zu gucken, ob das auch wirklich was für die Praxis ist, dann einfach auch ein Praktikum in dem Bereich zu machen. Und die ganzen Schul Praktika sind ja so neunte zehnte Klasse. Da sollte man da vielleicht schon mal gucken. Mach ich das mal in so einem kleinen Systemhaus. Vor Ort oder falls Sie sich in der Versicherung programmier da mal was, um einfach zu sehen, ob das in der Praxis denn wirklich was für mich ist, weil was ganz viele Schüler auch denken.

So ich sag jetzt mal das klassische Klischeebild vom Nerd geil programmieren. Da sitzt sie den ganzen Tag irgendwo in der Bude und muss mit niemandem reden. Aber es ist natürlich überhaupt nicht so in der Praxis. So viel wie wir kommunizieren müssen. Einfach. Sei es mit den Kunden, mit anderen Stakeholdern, natürlich mit anderen Entwicklern, will Pair Programming machen et cetera. Da ist nix mit. Ich sitze auch schon nur alleine am PC und die Leute gibts natürlich auch noch, die das Bild im Kopf haben.

Also da kann ich nur sagen so früh wie möglich ran an die Praktika und gerne auch ein freiwilliges Praktikum machen. Aber man ist nicht auf dieses Praktikum im Leben festgenagelt. Man kann auch mal in den Osterferien irgendwo in Unternehmen gehen, die machen das gerne mit. Und dann fehlt noch ein bisschen besseren Eindruck. Und wenn man dann weiß, Mensch ity könnte was für mich sein, dann ist es wahrscheinlich ratsam, direkt das Abitur noch nachzumachen oder nach der 10. Klasse einfach anzuhängen.

Man dann wahrscheinlich bessere Chancen hat, auch einen Ausbildungsplatz zu kriegen.

Du hast gerade schon zwei Schlüsselwörter gesagt. Also Kommunikation ist das A und O, weil als ity Mensch egal ob man jetzt studiert oder eine Ausbildung gemacht hat man mab ja im Grunde immer Kundenanforderungen auf technische Systeme. Man ist ja so ein bisschen Dolmetschern. Also man muss verstehen okay, was möchte der Kunde oder was möchte mein Unternehmen erreichen? Und im zweiten Schritt Wie setze ich das technisch um? Welche Werkzeuge muss ich dafür nutzen und wie baue ich das zusammen? Das Beispiel von Lego ist gar nicht so verkehrt.

Man kriegt zum Bild gezeigt und das Unternehmen möchte da und da hin. Wie kann ich das jetzt erreichen? Und natürlich muss man immer wieder kommunizieren und sagen Okay, ich mache das so, ich mache das so, ich mach das so einmal mit seinem Team, also mit anderen technischen Fachleuten und natürlich einmal auch dem Kunden oder dem Abteilungsleiter gegenüber, das manchmal sagt Okay, ich mache jetzt das, weil das ist aus dem und dem Grunde sinnvoll. Und das dauert noch so und so lange.

Also auch Kommunikation ist das A und O. Man wird auf gar keinen Fall zum stereotypischen Hollywood Entwickler Kellerkind, der in der Matrix lebt oder so Herr der Bild, die finde ich ne. Hast du Tipps für die Ausbildung und den Beruf? Also wie absolviere ich die Ausbildung erfolgreich, was eben schon Praktika angesprochen. Was hab ich persönlich gemacht, dass ich immer neben dem Studium gearbeitet oder in den Ferien gearbeitet Barral mir das Spaß gemacht hat, b ich das Geld brauchte und c ich immer gedacht hab Okay, studiere IT.

Das sieht jobmäßig gut aus. Also möchte ich auch in dem Bereich arbeiten und fang jetzt nicht an zu kellnern oder so. Weil das sollte schon irgendwie alles stimmig sein und zusammenpassen.

Ja, auf jeden Fall. Also wenn es um die Auswahl geht. Ein Praktikum im IT-Bereich ist natürlich auch viel Mehrwert als z.B. was er sich eine 1 in Mathe oder sowas. Ja, das darf man auch nicht vergessen. Aber egal ob Ausbildung oder Studium, in der IDF finde ich's eigentlich wichtig, dass man den Dingen auf den Grund geht. Versucht zu verstehen, wie es tatsächlich funktioniert und nicht einfach nur Anwender ist. Man will ja zum Schöpfer dessen werden, was der Computer dafür einen machen soll z.B..

Und das geht finde ich auch nur durch Praxis. Da bin ich ganz bei dir. Also machen, selbst entwickeln, selbst ein Netzwerk zusammen stöpseln, das geht heute einfacher denn je. Wir können mit virtuellen Maschinen das auf einem Laptop hochziehen, was ich früher da sehe ich noch mit physikalischen Maschinen mir selber zusammenbau musste mit teuer bezahlte Hardware und das ist heute alles verfügbar, sei es als Lernplattform oder bei mir auf dem Laptop und was ich meine, zuwies oder mitgebe.

Aber auch den Studenten natürlich Fragen, Fragen, Fragen. Ich sage meine Ausbildung, die haben einen Job und zwar lernen. Und das können sie nur, wenn wenn sie sehen, sie haben etwas nicht verstanden oder sie wissen es noch nicht. Und dann müssen sie halt auch aktiv vielleicht auf Leute zugehen, auf einmal fragen, wie's ist. Und man sollte sich auch nie zu schade sein, etwas nachzufragen, wenn es mal ganz schlimm, wenn Leute irgendwie Meeting sitzen und alle tun so, als wüssten sie, was die ganzen drei Buchstaben Akronyme heißen.

Aber wenn man mal genau nachfragt, dann ist da nichts dahinter, sondern man dieses Buzzword Bingo! Das wollen wir glaub ich nicht gerade in der fundierten Ausbildung. Also das finde ich ganz wichtig, dass man sich nicht zu schade, es irgendwie nachzufragen, wenn man es nicht verstanden hat und dann ansonsten Selbstverantwortung auch zeigen. Sich nicht darauf verlassen, dass man alles vorgekaut kriegt, entweder vom Professor oder vom Ausbilder. Man muss selber auch aktiv werden und es ist nicht dieses Betanken von draußen, auch wenn Bachelor-Studium ja auch stark in Richtung Schule geht und da hab ich meine mein Stundenplan, dann passt das schon alles.

Aber ich muss auch selbst aktiv werden. Ich muss mich selbst ran, vielleicht auch mal am Wochenende ein bisschen was selber ausprobieren oder abends einfach. Vielleicht will ich mal ein Buch lesen, ein Video Kurs sich angucken, einfach Interesse zeigen und Neugier. Das finde ich eigentlich ganz wichtig.

Das ist glaube ich in der IT absolut essentiell. Was du ansprichst und zwar das Lernen endet nicht mit Ausbildungs Abschluss oder mit Studiums Abschluss. Also die IT ist wirklich ein Berufsfeld, wo kontinuierliches Lernen zwingend erforderlich ist, einfach weil sich so schnell so viel Neues dazu entwickelt. Also die Konzepte, das stelle ich jetzt fest, nach über 16 Jahren Erfahrung, die bleiben oft ähnlich. Aber dennoch gibt's doch noch so ein Kniff oder so ein Dreh, warum eine neue Technologie sinnvoll ist oder in einer speziellen Nische ist es sinnvoll und das alles da frisch zu bleiben und sich das immer wieder rein zu fahren.

Früher gab es nur die physikalischen Server, wie du eben gesagt hast. Dann kam irgendwann die virtuelle Maschine dazu. Die gibt's jetzt auch schon einige Jahre. Seit ein paar Jahren gibt's Container, Arisierung, die Container Arisierung reicht nicht mehr, man orchestriert die Container, Arisierung mit Kubernetes, Clustern usw. Also man legt immer noch eine Schippe drauf und man muss ganz viele Konzepte miteinander verknüpfen können und da immer kontinuierlich dranbleiben, damit man das versteht und nicht ab. Erhängt wird nach Berufseinstieg Hast du denn Tipps, wie man sich da fit hält?

Also es eben gesagten Buch lesen, das ist jetzt offensichtlich. Ich schau oft, ich lese relativ viel im Internet und guck mir auch Judi Micros oder Linux Academie Kurse an das ist fast, wenn man so einen Einstieg in so ein Thema haben will. Oftmals geht das schneller, als wenn man das Buch liest. Mein Buch natürlich immer noch fundierter ist. Gibt's da Quellen, die vielleicht auch einen Azubi gezeigt hat, die du ganz besonders empfehlen kanns?

Ja, da suche ich auch immer danach. Ich würde aktuell sagen, es hängt ganz ganz stark vom ließen Typ ab. Tatsächlich.

Podcast sind natürlich immer ganz wichtig.

Absolut. Steht ganz oben auf meiner Liste, klar. Also meine Azubis werden auch gezwungen sich mein anzuhören. Das ist jetzt ganz klar. Aber auch da merke ich halte es gibt auf Dauer zu wissen, die können das nicht nur mit dem Hören lernen, auch nicht nur durchlesen, dann brauchen die wirklich Video Kurse. Also das ist natürlich eine Tendenz, die sehe ich. Da wird ganz viel gemacht. Auch jetzt gerade in Coruña Zeit haben sich auch viele Ausbilder umgestellt und alles digitalisiert in Form von Videos oder anderen Medien, die man da konsumieren kann.

Ich persönlich bin tatsächlich ein starker Freund von Büchern. Ich lese auch ganz viele Bücher mit den Azubis während der Ausbildung ist aber natürlich muss ich sagen schon ein ziemliches Brett für die Wahl. Die meisten sind halt eher gewohnt, wirklich inzwischen mit Videos zu lehren. Ganz ehrlich. Aber wir haben auch verschiedene Plattformen, die wir selber einsetzen. Ich selber habe einen Plural, sieht aber z.B. oder was sehr gut ist tatsächlich auch Yumi hat das glaube ich auch gerade gesagt.

Da haben wir von Linux Kursen bis keine Ahnung. Meine erste eigene Android-App und so muss natürlich immer gucken, dass die Kurse qualitativ auch passen. Aber das ist halt genau der Vorteil, wenn ich egal ob Studium oder Ausbildung ich kann ja mal ein Professor vielleicht fragen oder mein Ausbilder, ob da der Kurs passt oder nicht. Das heißt, auch da kann ich mir Hilfe holen und da würde ich einfach gucken. Ich selber mach es auch so. Wenn ich in eine neue Technologie einsteige, guck ich mir auch erst einmal Video Kurs dazu an, weil man es einfach dann praktisch sieht.

Und das Buch ist halt dann auch irgendwie ein bisschen schwierig, wenn man da ein bisschen Interaktivität reinbringen will. Aber sobald ich da merke Sohar, das ist jetzt was für uns, zum Beispiel für den pro tiven Einsatz, dann würde ich mir auf jeden Fall ein vernünftiges Buch dazu durchlesen. Das wäre meine Vorgehensweise.

Ja, ich bin auch absolut schmerzfrei. Ich gucke mittlerweile die Judith mir Videos, um so ein Gefühl von der neuen Technologie zu bekommen. Ich gucke hier auf dem Handy, in der Bahn oder so. Das lässt sich dann super organisieren. Und gerade wenn man jetzt so ein O'Reily Buch immer mit schleppt, dann ist es doch manchmal unpraktisch. Also so ein Buch, da muss man Zeit für mitbringen. Genau. Aber so schnell was drüber gucken oder hat was gehört?

Okay, ich möchte das verstehen oder auch komplexe Konzepte, die man einfach visualisiert dann verstehen kann wie Blockchain zum Beispiel. Da eignet sich natürlich ein Video Kurs um mal so einen Überblick zu bekommen. Auf jeden Fall hast du eine Faustregel, wie viel Zeit man ungefähr für die Weiterbildung einplanen sollte. Also pro Monat. Ich sage mal 3 Stunden oder pro Woche, eine Stunde oder sowas. Ist sowas schon mal untergekommen?

Bei so Pauschalen kenne ich es nicht von andere Unternehmen vielleicht, sodass man diesen von Google abgeguckt, ein Technical Friday oder sowas hat, wo man sich damit auseinandersetzen darf. Also quasi 20 prozent der Arbeitszeit, wenn man so will. Aber ich mach das immer ganz stark abhängig von der aktuellen Phase, wo ich grad bin. Also wenn ich grade mit einem Projekt bin ich brauche eine neue Technologie, dann genau das, weil ich mal ein bisschen länger. Aber sobald Jan drin ist und es läuft dann vielleicht auch nicht mehr ganz so viel für Weiterbildung.

Also so eine Pauschale finde ich immer ganz schwierig. Ich finde immer nur wichtig, dass man einfach dran bleibt und das auch zur Normalität werden lässt und nicht sagt auch Mensch ja, ich bin jetzt Entwickler seit 10 Jahren, mach seit 10 Jahren die gleiche Sprache. Was soll da noch kommen bis zur Rente? Also das geht natürlich nicht. Von daher schwer zu sagen und es hängt natürlich immer davon ab muss ich das in meiner Freizeit machen oder darf ich das während der Arbeitszeit?

Das ist ja auch längst nicht überall gegeben. Wie gesagt, es gibt auch diese kleinen Läden, wo dann auch einfach nicht viel Zeit für Weiterbildung ist. Man muss ja auch ein bisschen Geld verdienen, so nach dem Motto. Und ich finde immer, man darf sich als Archi da nicht damit rausreden. Ich habe keine Zeit während der Arbeitszeit. Ich kann mich nicht fortbilden, sondern das ist meine persönliche Verantwortung für mich, dass ich in meinem Leben auch in 20 Jahren in der IT noch einen Job hab.

Und das kann ich nicht auf mein Arbeitgeber abwälzen, egal ob ich vorher studiert habe oder eine Ausbildung gemacht hab. Und wenn mein Arbeitgeber mir das nicht gibt, dann muss ich das halt. Also muss meiner Meinung nach ich das in meiner Freizeit machen. Das ist meine Verantwortung.

Wert des Humankapitals wäre glaub ich der BWL Begriff, dass man den hochhält. Genau. Und dass man sich da nicht völlig vom Markt weg entwickelt und nur noch genau in diesem Unternehmen auf dieser Position funktioniert. Also bei mir ich habe festgestellt, die Weiterbildung erfolgt bei mir immer mit so Spitzen. Ich mache HR Projektgeschäft. Wenn es da hektisch ist, dann hab ich nicht so viel Zeit. Aber dann gibt es immer mal wieder so die, wo ich mir da doch am Wochenende wirklich das Buch nehme oder den Video Kurs komplett machen.

Dann setze ich mich 4 Stunden hin und schaue mir das alles an oder ich bookmark mir hier mit Read it lata mir interessante Artikel zu. Irgendwie okay. Wie funktioniert Quax? Was ist die VM? Und so ne Bookmark geht mir das und dann hab ich oftmal so einem vollen Arbeitstag. Irgendwie kommt man aus dem Meeting raus und 10 Uhr 40 um 11 Uhr ist das nächste und jetzt hast du 20 Minuten Slot. Das reicht nicht, um tief einzusteigen in Scoring oder so.

Und das ist 20 Minuten. Es gab so ein blöder Zeit Block, da kannst du nicht so richtig eintauchen. Aber es ist auch schon viel zu viel Zeit, um das einfach zu verhandeln an der Kaffeemaschine. Also kann man sich so ein Artikel durchlesen oder ein Video bei YouTube dazu angucken. Oder manchmal gibt's bei Heise, so Hansson Artikel. Die finde ich ganz cool, dass man da so ein Gespür dafür kriegt. Okay, welches Problem wird damit gelöst?

Wie verbreitet ist das System? Hat das Zukunft? Hat das nicht Zukunft, sodass man einfach so eine Vogelperspektive auf eine neue Technologie bekommt?

Absolut. Kann ich gleich noch zwei Sachen ergänzen. Du es ganz sachte ist, das mach ich auch. Es gibt eine schöne Open-Source-Software dafür auf Walaa Back HC kann man sich auf dem eigenen Server installieren, dann kriegt man den Kram auch quasi aufs Handy synchronisiert und quasi die ganze Werbung wird ausgeblendet. Und alles was dazugehört, kann man auch ein bisschen was aber lernen oder die Software installiert. Das finde ich super. Das nutze ich dann sogar schon. Was ich morgens beim Frühstück ein bisschen was nebenbei lesen, anstatt irgendwie keine Ahnung Spiele hier rauf und runter zu scrollen.

Und um das Ganze so ein bisschen auf die Praxis zu übertragen, wie es mit meiner Slubice mache. Es steht natürlich jetzt seit neuestem mit dem neuen Ausstellungs Plan. Dieses lebenslange Lernen ist ein expliziter Punkt, den ich schon während der Ausbildung wirklich lernen muss. Und jetzt ist natürlich die Frage, wie macht man das in der Praxis? Ich hab's für mich so gelöst, dass wir immer zum Ende der Woche so freitags also bei uns ist Versicherung es war 12 Uhr Feierabend.

Fast so halb zwölf haben wir einen Termin mit allen Azubis und mir und meinem mit Ausbilder. Wir. Wir reden immer über den sogenannten Link der Woche bei uns. Das heißt, die Azubis sind angehalten, jede Woche irgendwie eine Ressource zu finden, mit der sie was gelernt haben. Also kann ein Buch sein, ein Video oder eben so ein Artikel. Wie auch immer, das muss auch nicht zwangsläufig etwas mit dem zu tun haben. Ganz oft hat es natürlich logischerweise, aber es ist quasi eine regelmäßige Aufgabe.

Jede Woche muss ich aktiv werden und mir irgendwas suchen, woran ich etwas lehren kann. Und so kann man das natürlich ein bisschen in die Praxis überführen. Wir tauschen uns dann einmal die Woche aus. Wir nehmen uns die Zeit dafür, lernen was von den anderen, wo die die Sachen her haben, was sie gut finden, lernen vielleicht nochmal neue Themen darüber kennen. Und ich hab halt so ein bisschen auch diesen Zwang, dass ich mich einfach damit beschäftigen muss.

Jede Woche jetzt noch eine Frage und zwar haben wir eben schon über die Covent 19 Pandemie gesprochen. Tendenziell beschleunigt das ja die Digitalisierung bzw. die Unternehmen. Und auch die Behörden haben natürlich erkannt, dass Vorverfahren, wo physikalische Ordner aus dem Regal geholt werden müssen, um etwas nachzuschlagen, tendenziell ungünstig sind, wenn keiner im Büro sein darf. Erhoffst du dir von dieser Lerneffekte jetzt dadurch eingetreten ist eine positive oder eine negative Effekte für die IT Ausbildung?

Ja, da kann ich nur mit es kommt drauf an beantworten wie es sich gehört. Also darf ich auch jetzt ganz viel. Jetzt gerade durch die Krone Pani gibt's natürlich auch viele Ausbilder, Stammtische und so online. Und da komme ich natürlich auch, sage ich mal über die Grenzen meines Landkreises hinweg mal an anderem teilnehmen. Und da hab ich halt auch wieder das volle Spektrum gesehen von Ausbildern, die in der Krone Pandemie zwar die Azubis alle zuhause haben, aber dann wirklich ohne Witz.

Um halb sieben morgens musste im Video cool jeder mal sagen, dass er schon aufgestanden ist. So nach dem Motto also quasi die die volle Kontrolle bis bis ins Schlafzimmer sag ich mal bis hin zu Ja, die Azubis sind alle in der Firma, aber die ganzen Ausbilder sind im Homeoffice, weil Azubis dürfen ja nicht im Homeoffice arbeiten z.B. und da ist natürlich eine Betreuung gar nicht möglich, da gibt's die wildesten Sachen. Es gibt aber auch Betriebe, die das richtig gut genutzt haben, die halt sehr schnell auch ihre Inhalte umgestellt haben, die Lean Apps eingeführt haben, Platformen oder sowas wie Moodle.

So ein Online-Kurs System, die selbst tatsächlich auch dann Videos aufgenommen haben oder tatsächlich sogar Podcast. Die sind dann vielleicht nicht öffentlich, aber für das Unternehmen eben zugänglich. Also diese Krise zeigt, wie es eigentlich immer ist. Genau diese zwei Seiten. Entweder sagen Claudio Wow ist so egal, die Azubis haben mich vorher schon nicht interessiert, jetzt noch weniger oder die Leute gehen mal richtig Gas und versuchen die mit an Bord zu holen. Quasi. Insgesamt glaub ich, dass es der Digitalisierung in Deutschland sehr zuträglich war, diese Epidemie.

Ich kenne aber auch leider schon wieder genug Unternehmen, die eigentlich nur darauf warten, dass es endlich vorbei ist, damit die Leute endlich wieder ins Büro kommen können, damit sie wieder kontrolliert werden können. So nach dem Motto Ich ich hoffe das das Positive überwiegt. Also aus meinem Umfeld glaube ich das sieht danach aus. Ja, gibt aber glaube ich auch Unternehmen, die dann trotzdem konservativ bleiben und wieder zurück zum alten wollen.

Ganz sicher. Aber man hat gelernt, es geht irgendwie, wenn es muss möchte.

Also das ist ja sehr, sehr überraschend, finde ich auch Unternehmen, die die seit Jahren nie auf die Idee gekommen wären, Leute nach Hause zu schicken, die, die mussten es jetzt machen und haben jetzt halt gelernt. Ja, es geht ja auch. Und es geht auch, ohne dass ich fünfmal am Tag vorbeikomme, der da auch wirklich Umsitzenden arbeitet. So nach dem Motto Also das finde ich schon eine sehr gute Entwicklung.

Und ich denke, die haben auch gesehen, dass die Reisekosten deutlich zurückgegangen sind. Und wir haben auch mal durchgerechnet, wie wäre das bei mir? Ein Drittel an Bürofläche sparen? Och nee. Also wird auf einmal aus der Kontrollblick Abteilung kommen. Ganz andere Töne wahrscheinlich.

Das, was ich sehr schade finde, muss ich sagen, ist, dass die Anzahl der Ausbildungsplätze deutlich zurückgegangen ist. In dem Coruña ja, also jetzt gerade nur für die Anwendungsentwicklung. Deutschlandweit vierzehn Prozent weniger Auslandspresse. Das ist heftig. Weiß nicht, ob es nur an Coruña liegt oder ob die Leute jetzt die Chance gesehen haben. Wols nehme doch weniger, weil ich aus meinem Umfeld wieder. Es ist eigentlich fast gleichgeblieben, das einzige, was Leute jetzt davon abgehalten hat, wieder auszubilden, weil diese Neuordnung eigentlich weil die so viele Unsicherheit mitbringt.

Aber die meisten haben gesagt Ja, wir haben den gleichen Bedarf wie vorher, aber tatsächlich deutschlandweit, also über 10 prozent zurückgegangen im Bereich der Andys Entwicklung. Das finde ich nicht gut. Ich glaube, das ist eine der Keren Bereiche, die wir in Zukunft auf jeden Fall brauchen, selbst wenn wir alle von von von KI gesteuert werden. Irgendwer muss die ca. 4 mal probiert haben. Das finde ich erschreckend. Da hoffe ich, dass es im nächsten Jahr dann wieder ein bisschen besser wird.

Und die Autohersteller rüsten jetzt auch mit Software Entwicklern EMAS auf. Also ich glaube da gibt es nachholt Effekte im nächsten, übernächsten Jahr oder vielleicht noch 2 3 Jahre danach, dass man sich dann wieder traut und sagt okay, wir müssen modernisieren, weil wenn das Ding nochmal passiert na sich unke manchmal rum mit. Vor allem, wo ich dann sage Stellt euch mal vor, 1980 passierten die Pandemie so, da wäre mit Homeoffice. Da hätte man vielleicht ein bisschen telefonieren können, aber das wäre einfach mal Game over gewesen.

Ja, absolut. Zumindest was die Produktivität angeht, da Hitze gar nix machen können. Und jetzt ist immerhin schon auch in manchen Ecken der Republik ist es langsam. Aber immerhin ist das Internet schon mal verbuddelt und hat einigermaßen akzeptables Datenraten in den bevölkerten Schichten.

Ja, das kann ich auch aus der Hochschule berichten. Da gibt's auch Leute, die ja jetzt aus Professorinnen und Professoren in Sicht, die machen quasi ihre ihre Folien, Präsentationen von zu Hause und Film das ab Original, als würden sie im Klassenraum stehen wie vor 20 Jahren. Aber es gibt halt auch Leute, die nutzen die Technik. Die machen dann was sie sich in Teams auch mal so einen Gruppenraum, wo die Leute dann unter sich arbeiten können. Also wirklich bisschen mehr Interaktivität und so.

Auch das, glaube ich, steht und fällt immer mit den Personen, die das dann umsetzen. Ja, ganz allgemein vielleicht. Ich habe jetzt ganz viel über die die Ausbildung berichtet. Ich bin davon sehr überzeugt. Ich mache das seit vielen Jahren. Ich finde die Ausbildung super und ich glaube, dass man dadurch gute Arbeitskräfte gewinnen kann. Das heißt aber nicht, dass ich das Studium in einer Weise kleinreden will, dass es auch eine sehr gute Möglichkeit, um in die IT, insbesondere um einzusteigen.

Und es hängt halt immer von den Personen ab, was möchte man, wo man vielleicht Schwerpunkte setzen und natürlich auch vom Unternehmen. Eine Ausbildung ist wirklich eine Investition in die Zukunft, aber es kostet. Und es kostet nicht nur ein bisschen Geld, sondern vor allem auch Arbeitskraft und Arbeitszeit. Wenn die Ausbilder Ausbilderin, die müssen sich wirklich intensiv mit Leuten beschäftigen, vielleicht einen Appell, vielleicht an die Zuhörer, wenn zumindest die Idee sein könnte, och Mensch, so ne Ausbildung mal anzubieten.

Ich finde es eine super Sache. Man kriegt Leute, die werden das Unternehmen gebunden, die kennen das Unternehmen, die können quasi ab dem Tag der bestandenen Prüfung mitarbeiten. Das ist eine Investition, die sich lohnt. Dafür möchte ich ein bisschen Werbung machen.

Die Fachkräfte sind ja auch tendentiell loyale Arbeitnehmer. Hab ich mal eine Statistik gesehen, dass sie schon übermäßig loyal sind und nicht so hofft, die Firma wechseln? Also es lohnt sich tendenziell dann wahrscheinlich für ein Unternehmen noch mehr. Wenn ein Azubi die Ausbildung durchlaufen hat, bleibt er vermutlich auch einige Zeit im Unternehmen.

Ja, genau. Ja, das war mein Schlusswort. Mehr habe ich nicht.

Wenn also zu erfragen haben sind und uns gerne eine E-Mail an Podcasts skillbyte. Wir freuen uns immer über Bewertungen und abonniert unseren Podcast und schaut auf Skillbyte e Slash Blog vorbei für weitere spannende Themen aus der IT-Welt. Ich danke dir von Herzen für diese wunderbare Episode zum Thema digitale Bildung in Deutschland.

Ja, gerne. Hat Spaß gemacht.